Tag Archiv für Tod

Trauerredner:innen gefragt

Kommenden Sonntag ist Ewigkeitssonntag oder wie er im Volksmund genannt wird, Totensonntag. Glauben die Menschen noch an ein Leben nach dem Tod? Nur noch jede:r Zweite wird in den Städten christlich beerdigt. Die andere Hälfte greift meist auf die Dienste der Trauerredner:innen zurück. Conny&Kurt sprachen mit einer. Die Vorbereitung, die Ansprache, die Begleitung der Trauernden unterscheidet sich eben nur in einem von einer evangelischen oder katholischen Beerdigung: Der Trost auf ein Ewigen Lebens fehlt. „Ich frage die Leute, ob sie an Gott glauben“, erzählt Kristin Holighaus. „Manche haben Yoga gemacht, sich mit fernöstlichen Religionen beschäftigt. Dann kommt so ein Mischmasch, den sie Spirituelles nennen“, berichtet die Trauerrednerin, die als Pfarrerstochter gut ihre Kirche kennt. Andere wieder sagen: „Wenn‘s rum ist, ist‘s rum.“ Als Trauerrednerin vermittelt sie die Hoffnung, dass die Liebe bleibt. Ganz wichtig ist für Kristin Holighaus, dass jeder Mensch unterschiedliche Spuren hinterlässt. Er sollte auch so dargestellt werden wie er ist: „Die Trauerfeier ist kein Gerichtssaal und kein Kosmetiksalon“. Warum die Menschen lieber zu ihr als zu einem Geistlichen kommen? „Das ist das Ende eines langen Prozesses. Die Menschen haben die Bindung zur Kirche verloren.“ So der ernüchternde Befund.

Kinder fragen wegen Corona: Muss Oma sterben?

von Kurt-Helmuth Eimuth 23. März 2020

Kinder jeden Alters erfahren die Krise. Sie erfahren die Bedrohung, sehen die Bilder aus Italien und spüren die Angst der Erwachsenen. Wie damit umgehen?

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. Bild: www.colourbox.de

Wie kaum eine andere Krise betrifft die Corona-Krise auch Kinder. Sie bekommen nicht nur über Fernsehen und andere Medien mit, dass hier etwas Schlimmes im Gang ist, nein, sie sind Teil einer Gemeinschaft, die sich ängstigt und entsprechend handelt. Keine Schule, die Eltern sind zuhause und Oma und Opa sollen auch nicht mehr besucht werden. Da kommt doch schnell die Frage auf, die wir Erwachsenen nicht aussprechen: Müssen wir alle sterben? Müssen Oma und Opa sterben?

Wie tief das Virus die Seele der Kinder erreicht hat, zeigt die Reaktion der Kinder einer Grundschulklasse am letzten Schultag. Immer wenn ein Kind nieste oder hustete riefen alle Kinder „Corona“ und rissen die Arme hoch. Das Virus ist auch für Kinder das beherrschende Thema.

Natürlich wird man Kindern erklären, warum es gut ist, wenig Kontakt mit anderen Menschen zu haben. Da gibt es gute Videos, die mit Dominosteinen oder Streichhölzern zeigen, welche Wirkung es hat, wenn man eine Kette unterbricht.

Schwieriger wird es bei philosophischen und theologischen Fragen. Es sind die Fragen, die auch uns Erwachsene umtreiben. Warum gibt es ein solches Virus? Warum lässt Gott das zu? Müssen wir sterben?

Hier braucht es keine schnellen Antworten. Der Religionspädagoge Frieder Harz schreibt: Kinder „sind keine Gefäße, die es mit klugen Gedanken anderer zu füllen gilt. Sondern sie sind kompetent im Sich-Aneignen und auch gedanklichen Durchdringen ihrer Erfahrungswirklichkeit. Weil Glaube mitten in diese Wirklichkeit hineingehört, gilt das auch für ihr eigenständiges Nachdenken über Gott und den Glauben.“ Kinder eignen sich ihre Welt, auch ihre gedankliche Welt, mit ihren Warum-Fragen an. Sie haben durchaus die Fähigkeit über die großen Fragen des Lebens nachzudenken. Dies geschieht oft in ihrer eigenen bildhaften Sprache. Dabei gibt es keinen Gedanken der falsch ist. Sondern es gibt nur Gedanken, die man gemeinsam entwickeln kann. Man nennt dies Theologisieren mit Kindern. Wichtiger als zu antworten ist das Zuhören. Es geht darum, gemeinsam nachzudenken. Dabei darf man auch seine eigene Unsicherheit zugeben. Wir wissen nicht ob Oma und Opa sterben. Wir können nur alle etwas dafür tun, dass möglichst wenige Menschen vom Virus infiziert wird.

Und natürlich steht hinter allem auch die Frage: Warum lässt Gott das zu? Warum lässt Gott Kriege und Seuchen zu? Es ist die Theodizee-Frage, die Menschen seit Jahrhunderten umtreibt. Dahinter steht die Vorstellung, dass Gott die Welt lenkt und uns Menschen wie eine Marionette führt. Demgegenüber steht eine Vorstellung, dass der freie Christenmensch selbst über sein Schicksal entscheidet. Doch Gott steht uns in der Krise bei. Er gibt uns Zuversicht und Kraft. Auch davon kann im Gespräch mit dem Kind die Rede sein.

Doch Kinder haben ihre eigene Form des Verarbeitens. Wenn es ihnen zu viel wird, brechen sie den Dialog ab. Und das ist gut so. Kann sein, dass sie in ein oder zwei Tagen das Gespräch wieder fortsetzen wollen. Theologisieren braucht eben seine Zeit.

„Kinder werden im Trauerprozess oft übersehen“

von Kurt-Helmuth Eimuth 20. März 2019

Auch Kinder erleben Verlust und Trauer. Aber sie werden im Trauerprozess oft übersehen. Gerade wenn zuhause nach einem Todesfall Ausnahmezustand herrscht, sind auch die Kitas gefragt. Hilfreich sind zudem gewohnte Abläufe und Rituale.

Die Fachautorin Margit Franz sprach beim Fachtag für Erzieherinnen und Erzieher in Frankfurt über Trauerbegleitung in Kitas. | Foto: Kurt-Helmuth Eimuth
Die Fachautorin Margit Franz sprach beim Fachtag für Erzieherinnen und Erzieher in Frankfurt über Trauerbegleitung in Kitas. | Foto: Kurt-Helmuth Eimuth

Auch Kinder trauern. Sie sind zum Beispiel mit dem Tod konfrontiert, wenn ein Haustier stirbt oder wenn Großeltern versterben. Kinder müssen Verlust bewältigen, wenn die Eltern sich scheiden lassen oder ein guter Freund wegzieht.

Doch die Trauer von Kindern wird oft übersehen, sagte die Autorin und Pädagogin Margit Franz bei einem Fachtag für Erzieherinnen und Erzieher in Frankfurt. Gerade wenn die Eltern selbst trauern, könnten sie oft nicht die notwendige emotionale Stabilität bieten. Deshalb sei Hilfe bei der Trauerbewältigung auch eine Aufgabe für Kitas.

Aus dem Rhein-Main-Gebiet und ganz Hessen waren 250 Erziehrinnen und Erzieher aus evangelischen und katholischen Kitas ins Frankfurter Dominkanerkloster gekommen, um neue Perspektiven für ihre Arbeit zu bekommen. Franz forderte sie auf, die Trauer der Kinder zuzulassen. Dabei würden Gefühle wie Angst, und Trauer ohne Worte ausgelebt. Kinder trauerten auch spontan und seien dabei aufrichtig ehrlich. „Sie lassen ihren Gefühlen freien Lauf“, so die Referentin. Dabei könne man ihrer Selbstregulation vertrauen: Kinder lassen nur die Gefühle zu, die sie auch verarbeiten können.

In Situationen der Trauer sei es für die Kinder besonders wichtig, dass sie ihren Alltag weiter erleben – das gemeinsame Essen, der gewohnte Besuch der Kita, das abendliche Vorlesen. „Alltägliche Rituale geben den Kindern gerade in Krisen Halt“, sagte Franz. Gerade wenn zuhause Ausnahmezustand herrscht, könne der Kita-Besuch Sicherheit vermitteln.

Wichtig sei auch, dass Erwachsene ihre eigene Trauer nicht verbergen. Es sei gut, die eigenen Gefühle, aber auch die des Kindes in Worte zu fassen. „Kinder erwarten nicht perfekte Antworten, aber ehrliche.“

Warum es sinnvoll ist, für den Todesfall vorzusorgen

von Kurt-Helmuth Eimuth 11. Mai 2018

Auch der Tod ist nicht um­sonst. Wer noch im Leben klare Anweisungen gibt, kann sicher gehen, dass der letzte Wille umgesetzt wird. Und die Hinterbliebenen sind finan­ziell entlastet.

Verkaufsgespräch in einer Pietät.  |
Verkaufsgespräch in einer Pietät. | Bild: http://www.colourbox.de

Bestattung ist eine Dienstleistung. Dienstleistungen müssen bezahlt werden. Doch in diesem Fall findet in den wenigsten Fällen ein Preis­vergleich statt. Nach Erhebung der Stiftung Warentest zahlen die meisten Kunden viel mehr, als sie ausgeben wollten, weil es an Bera­tung und fairen Kostenvoranschlä­gen fehlt. Wer will auch schon im Angesicht des Verlustes eines lie­ben Menschen über so etwas Pro­fanes wie Geld reden. Da ist man eher froh, wenn einem von der Ge­staltung der Traueranzeige bis zur Ausrichtung des Kaffees nach der Trauerfeier alles abgenommen wird. Nur: Auch hier muss jeder Handgriff bezahlt werden.

Wer seinen Hinterbliebenen das alles ersparen will, plant seinen Abschied. Welche Form der Beerdigung ist erwünscht: Erd­bestattung, Urne, Rasengrab oder Friedwald? Auch der Ort der Be­stattung will wohlüberlegt sein. Soll es der Geburtsort des Verstor­benen sein oder der letzte Wohn­ort? Da ein Grab, gleich in welcher Form, immer auch ein Ort des Ge­denkens ist, brauchen es vor allem die Hinterbliebenen. Deshalb ist es ratsam, diese Fragen mit den nächsten Verwandten zu bespre­chen und deren Wünsche zu hö­ren. Man kann dieses in einer Bestattungsverfügung zusammen­tragen. Diese ist für die Hinter­bliebenen genau wie ein Testa­ment bindend. Übrigens sollte man eine solche Verfügung nicht dem Testament beilegen, sondern sie gehört ins Stammbuch. Denn das benötigen die Angehörigen zuerst

Wer darüber hinaus seine An­gehörigen auch finanziell entlas­ten will, kann dies bei jedem Be­statter tun. Mit Hilfe von Treuhandgesellschaften, die das Geld verwahren, wird die eigene Beerdi­gung vorab gezahlt. Preis und Leis­tung werden beim Bestatter festgelegt und sind so vergleichbar. Es gibt also einen Vertrag über die Leistung des Bestatters und einen über die Finanzierung. Finanztest hat aktuell vier Treuhandgesell­schaften getestet (Heft 2/18). Bei dreien ist das Geld gut geschützt. Bei vorzeitiger Kündigung fallen aber teils hohe Kosten an.

In Frankfurt fungiert die Ge­nossenschaft der Friedhofsgärt­ner als Treuhandgesellschaft. Da­bei können persönliche Wünsche und Vorstellungen zu Lebzeiten mit einem Friedhofsgärtner, Be­stattungsunternehmen oder ei­nem Steinmetz vertraglich verein­bart werden, angefangen vom Ab­lauf der Beisetzung, der Gestaltung des Grabmals bis hin zur Grabbepflanzung und der an­schließenden Grabpflege. Die Ge­nossenschaft der Friedhofsgärt­ner garantiert im Todesfall die Ausführung der festgelegten Leis­tungen. Neu in Frankfurt sind die Friedfelder. Parkähnlich angelegte Areale, die über die gesamte Dau­er der Ruhefrist von den Gärtnern harmonisch gestaltet werden. Dort finden sich alle Grabarten, vom Einzelurnengrab bis zum Fa­miliengrab. Die Kosten für ein Ur­nengrab belaufen sich auf 3000 Euro, für ein Erdwahlgrab auf 7500 Euro.

Vorbereitet auf das Ende: Patientenverfügung

Evangelisches Frankfurt März 2011

Alle wissen, dass es kommt, doch niemand weiß, wie es sein wird, das Ende des Lebens. Aber wohl niemand will dann lange leiden, an einer Maschine hängen und doch dem Tod nicht entrinnen können. Der Gesetzgeber hat in letzter Zeit das Selbstbestimmungsrecht der Patienten und Patientinnen gestärkt. Seit 2009 ist die Patientenverfügung im Gesetz verankert. Darin kann man festhalten, welche Behandlung man wünscht oder ablehnt für den Fall, dass man sich selbst einmal nicht mehr äußern kann.

Doch Vorsicht: Der Patientenwille zählt, auch wenn er möglicherweise einer Heilung oder einer Linderung der Schmerzen entgegensteht. Bei Stiftung Warentest berichtet der Intensivmediziner Achim Jörres zum Beispiel von einem Patienten, der eine künstliche Beatmung generell ausgeschlossen hatte. „Zum Glück war er bei Bewusstsein, als er mit einer schweren Lungenentzündung qualvoll nach Atem rang.“ Er konnte die Verfügung widerrufen und wurde dann beatmet und erfolgreich behandelt.

Es ist also wichtig, sich vor dem Verfassen einer Patientenverfügung genau zu informieren. Eine Möglichkeit ist das Patientenseminar „Wie erstelle ich meine Patientenverfügung?” des Zentrums für Ethik in der Medizin im Markuskrankenhaus. Nicht nur Juristen, sondern auch Ärzte und Pflegepersonal stehen dabei für Fragen zur Verfügung. Es gibt auch eine DVD, die das Zentrum zusammen mit anderen Trägern erstellt hat.

Übrigens bedarf die Patientenverfügung keiner besonderen Form. Sie sollte aber genau beschreiben, für welche Situationen sie gilt – ob immer dann, wenn der Mensch nicht einwilligungsfähig ist, oder nur in den Fällen, in denen er sich „im Endstadium einer unheilbaren, tödlich verlaufenden Krankheit befindet, selbst wenn der Todeszeitpunkt noch nicht absehbar ist“. Diese Formulierung schlägt das Bundesjustizministerium vor. Die Anweisungen für die Behandlung und Pflege sollten so konkret wie möglich sein. Auch ein Hinweis zu Organspenden ist hilfreich.

Auf alle Fälle ist eine Vorsorgevollmacht sinnvoll, und zwar auch für junge Leute. Denn damit kann man selbst bestimmen, wer im Fall der Fälle über notwendige Maßnahmen entscheidet und – falls vorhanden – die Patientenverfügung auslegt.

Das Patientenseminar findet am Mittwoch, 27. April, von 15 bis 18.30 Uhr im Markuskrankenhaus, in der Wilhelm-Epstein-Straße statt (Aula). Eine Anmeldung ist notwendig unter Telefon 069 95332020 oder bei cornelia.berger@agaplesion.de (20 Euro). Die DVD kann dort für 5 Euro gekauft oder bei den angegebenen Adressen zuzüglich Porto bestellt werden.

Kurt-Helmuth Eimuth

Virtueller Friedhof

Evangelisches Frankfurt
Februar 2011

Die Idee ist frappierend: Eines oder einer Verstorbenen virtuell zu gedenken. Keine Friedhofsgebühren, kein teurer Grabstein, keine echten Blumen, kein Zwang zur Grabpflege. Und zudem immer und von überall via Internet erreichbar. Für alle Welt einsehbar und auf ewig gespeichert. Kein Wunder, dass virtuelle Friedhöfe boomen.

www.memorta.com, ein aus den USA kommendes Internetportal, entstand schon in den 1990er Jahren und hat sich inzwischen auch in Deutschland etabliert. Es ist unbekannt, wie viele dieser Portale mit wie vielen Online-Gräbern es inzwischen gibt. Der nach eigenen Angaben größte Anbieter „ememorial“ behauptet, 170 000 Einträge zu haben.

Auf stilisierten Grabsteinen wird der Verstorbenen gedacht. Meist kann man nicht nur Bilder hinzufügen, sondern virtuelle Blumensträuße aufstellen oder eine Kerze anzünden. Dies wirkt optisch, gerade wenn es auf dem Bildschirm noch blinkt und flackert, oft ein wenig bizarr, geradezu kitschig. Und doch wird hier ernsthaft getrauert. Etwa wenn die Enkelin der Oma Gedichte postet. Oder wenn die Familie an Heiligabend einträgt: „Alles ist vorbereitet und wieder sehr feierlich, doch leider ist es ein Fest ohne dich. Unser Gesang wird nicht so klingen wie mit dir.“

Während sich die meisten Portale weltanschaulich neu-tral geben, firmiert www.geh-den-weg.de als interreligiöser Friedhof für Christen, Muslime und Buddhisten. Kurzinformationen über unterschiedliche Bestattungsbräuche und die Jenseitsvorstellungen ergänzen das Portal. Auch wenn die Hintergrundmusik Geschmackssache ist, überzeugt die Seite durch die Klarheit der Gestaltung. Auch Bilder und Filme können eingestellt werden.

Dagegen ist www.internet-friedhof.de ein schlechter Tipp. Nicht nur, weil die Seite grafisch schlecht gemacht ist und Werbung enthält. Gästeeinträge können hier auch ungefiltert Negatives enthalten. So wird etwa von der mit 23 Jahren verstorbenen Carolin Ebert alias „Sexy Cora“ aus der RTL-Show Big Brother gesagt, es geschehe ihr recht, „wenn sie hin ist“. Im realen Leben wäre das wohl unter Grabschändung einzusortieren.

Kurt-Helmuth Eimuth

Paul Gerhardt

O Haupt voll Blut und Wunden

Andacht

28.03.07, Heiliggeistkirche

Kurt-Helmuth Eimuth

Orgelvorspiel

Lied: 341, 1-4 Nun freut euch lieben

Psalm Nr. 751

Ansprache:

O Haupt voll Blut und Wunden

„Die Soldaten packten Jesus und führten ihn auf einen Hügel vor der Stadt. Dort nagelten sie ihn an ein Kreuz. Gleichzeitig wurden auch zwei Verbrecher gekreuzigt, einer auf jeder Seite von Jesus.“

Ist das eine Geschichte für Kinder? Kann man wirklich eine so grauenhafte Handlung Kindern erzählen?

Vor gut einer Woche befragte ich hier in der Heiliggeistkirche den Religionspädagogen Frieder Harz. In seiner Antwort betonte er, dass wir ja schon den Ausgang des Geschehens kennen. Erträglich wird der Karfreitag also durch Ostern. Und genau so kann und darf man es weitererzählen. Erst durch die Auferstehung wird Jesu Tod aushaltbar.

Auch das eben gesungene Lied von Paul Gerhardt leugnet den Schmerz und das Leid nicht. Im Gegenteil. Der Anblick eines gefolterten Menschen schmerzt. Er ist schwer auszuhalten.

Der Dichter identifiziert sich mit dem Schicksal Jesu, der sein Leben am Kreuz für andere hingibt. Er fühlt sich in seiner Vorstellung in das qualvolle Leiden und Sterben Jesu ein. So wird er auf eine Wirklichkeit gestoßen, die wir normalerweise eher verdrängen, um in unserer Gemütsruhe nicht gestört zu werden.

Paul Gerhardt weiß, wovon er spricht, wenn er vom Leiden spricht. Das hört man in jedem Wort. Man hört, dass er das Leiden und die Schuld, die Todesangst und die Sehnsucht nach Erlösung mit eigenen Augen gesehen hat. Man hört, dass er selbst empfunden hat, wovon er spricht.
Man hört, dass jedes Wort das Ergebnis eines langen Kampfes ist.
Er spricht ganz einfach vom Leiden und mit einer innigen, unvergesslichen, Jahrhunderte haltbaren Wärme.
Das Leiden von uns Menschen, so meint Paul Gerhardt, fasst sich zusammen ein für alle mal im Leiden des Menschensohns, im Leiden des Mannes, dem man sein Leben genommen hat, obwohl er niemandem etwas Böses getan hatte. Den man vom Angesicht der Erde getilgt hat, obwohl er doch die Menschheit retten will.

Die meisten Lieder von Paul Gerhardt sind Passionslieder und dieses eine, „O Haupt voll Blut und Wunden“, das ist das Passionslied unter den Passionsliedern.

Es ist das Lied, das für jeden, der es singt, ganz und gar unvergesslich bleiben wird, denn jeder, der es singt, malt im eigenen Inneren ein Bild. Das Bild eines ohnmächtigen, hilflosen, verratenen, gefolterten Menschen.

Ich muss ganz genau hinschauen auf das Bild der Ohnmacht, wenn ich dieses Lied singe, Strophe für Strophe. Der Poet zwingt mich dazu, ganz genau hinzuschauen.
Jeden Tag sterben auf dem Bildschirm unseres Fernsehers Hunderte von Menschen. Wir sehen ihre Fotos in den Nachrichten, wir sehen Leichen im Krimi und im Western.
Der Tod ist allgegenwärtig und er kommt schnell.


Junge Menschen, so sagen Wissenschaftler, bekommen heute den Eindruck, das mit dem Sterben sei doch eine ziemlich schnelle und schmerzfreie Sache. Junge Menschen, so die Wissenschaftler, die empfinden auch nicht viel, wenn einer auf dem Bildschirm Schmerzen hat oder in Todesgefahr gerät. Das Empfinden des Mitleids kann durch die Geschwindigkeit der Bilder im Fernsehen gar nicht geweckt werden. Man schaut weg, obwohl man hinschaut.


Ganz anders bei Paul Gerhardt. Sein Passionslied ist die geschaute, die gesungene Langsamkeit. Ganz langsam, Vers für Vers. Paul Gerhardt lehrt uns genau hinschauen. Er malt ein Bild, das wir im Inneren vervollständigen, er zeichnet einen Kopf, dem wir das Gesicht verleihen.
Wir malen unseren eigenen Christuskopf. Und es sind unsere Passionen, die beim Singen ein Gesicht bekommen.

Als erstes erscheint das Haupt: o Haupt voll Blut und Wunden voll Schmerz und voller Hohn.
Paul Gerhardt musste sich das Gesicht eines verhöhnten gefolterten Opfers nicht vorstellen. Der dreißigjährige Krieg, die Zeit in der er lebte, produzierte Millionen solcher Opfer.


Paul Gerhardt wollte, dass wir uns den leidenden Menschen mit Liebe nähern.
Weil wir uns auch dem leidenden Gottessohn singend mit Liebe nähern.


Paul Gerhardt war der Überzeugung, wenn wir das Gesicht des gekreuzigten Gottes in inneren Bildern abbilden, wächst die Liebe zu dem Gott, der wegen uns und für uns leidet und es wächst die Liebe zu den ohnmächtig unschuldigen Leidenden.
Paul Gerhardt hat Leidens-Liebeslieder geschrieben, sein Glaube war sinnlich, sein Christus war ein Gott zum anfassen, ein leidender Gott zum anfassen.
Wir sind ja da heute in der Regel etwas zögerlich. Kann das Gesicht eines Leidenden die Herzen der Menschen zu Liebe und Mitleid bewegen.

Da ist zuerst das Haupt.
Der Kopf des Leidenden. In Gedanken betrachtet der Sänger das Haupt des Gekreuzigten. Unter den Verletzungen erkennt er die Schönheit dieses Hauptes. Dieser gequälte Mensch hat etwas überirdisch Edles an sich. Er hat eine Würde, die kann auch der zerstörerische Hass der Folterer nicht vernichten.
Wer lange in das Gesicht eines gequälten und leidenden Menschen blickt, erkennt dessen Würde. Er erkennt den Menschen hinter der verzerrten Maske.
Gefühle wie Überlegenheit oder Ekel oder Verachtung verschwinden. Und es wächst das Empfinden der Zusammengehörigkeit: Dieser leidende Mensch, das könnte ich sein. Dieser leidende Mensch ist ein Mitglied meiner Spezies. Er steht für alle.
Das Gesicht des gekreuzigten Gottes verleiht den Leidenden dieser Welt eine Würde, die ihnen niemand nehmen kann.
Vielleicht steckt in dieser unzerstörbaren Würde das Mysterium des Kreuzes. Vielleicht erklärt das, warum über Jahrtausende das Kreuz das Zeichen der Christen geblieben ist.
Die christliche Botschaft endet ja nicht im Kreuz. Die Pointe des Christentums ist die Auferstehung. Also wäre das tragende Symbol vielleicht die aufgehende Sonne am Ostermorgen gewesen.
Es hat sich aber dieses Kreuz in den Seelen der Menschen fest gebrannt.
Das unüberbietbare Trostzeichen, in dem Generationen von Opfern ihr Schicksal geborgen haben. Das Trostzeichen an das unendlich viele Menschen ihre offenen Lebensrechnungen angeheftet haben.

Es war Johann Sebastian Bach, der in seiner Matthäuspassion, das Sterben Gottes und mein eigenes Sterben für immer in einen Augenblick zusammengebunden hat. Das Lied „O Haupt voll Blut und Wunden“ begleitet als Kantus Firmus die Matthäuspassion und in der Sterbeszene Christi fließt das Sterben Gottes mit meinem Sterben zusammen…

Da schrie Jesus abermals und verschied.

Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir,
wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür,
wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein,
so reiß mich aus den Ängsten kraft deiner Angst und Pein.

Und weil wir aus dieser Hoffnung schöpfen, weil wir wissen, dass nach Karfreitag Ostern kommt, kann man von daher auch das Leid, die Passion mit Kindern besprechen und vom Leid erzählen. Die Kinder wissen das Leiden zum Leben gehört. Doch es lässt sich ertragen, wenn man Hoffnung hat.

Fürbittengebet

Guter Gott,

Jesus, Bruder und Begleiter,

wir sehen dich aus der Ferne

und über den unendlichen Abstand der Zeit.

Wir hören dichj.

Wir versuchen dich zu verstehen,

zu begreifen, wer du bist.

Lass uns mit dir gehen.

Du bist anders al andere Menschen.

Stärker und Schwächer.

Erhabener und geringer.

Du verkündest die Ehre Gottes

Und begleitest die Verachteten unter den Menschen.

Du bringst die Kraft Gottes

Und bist schwach mit den Schwachen.

Du schaffst Freiheit

Und lässt dich binden für die Gebundenen.

Du stehst an Gottes Stelle

Und vertrittst doch die Schuldigen.

Du scheidest zwischen Wahrheit und Lüge

Und nimmst die Gescheiterten in Schutz

Vor dem Recht der Rechtschaffenen.

Du brauchst keine Gewalt

Und weichst dem Opfer nicht aus.

Meister des Lebens,

an dir sehen wir, was es heißt, Mensch zu sein.

Durch dein Antlitz hindurch

Schauen wir das Anlitz Giottes.

Wo du bist, verwandelt sich die Welt.

Gemeinsam beten wir:

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen

Der Friede Gottes,

der all unser Verstehen übersteigt,

sei ein Schutzwall und eine Wacht

um eure Herzen und Gedanken,

dass nichts euch trennen möge

von Jesus Christus,

Er umgebe euch mit auf seinem, auf eurem Weg Amen

Lied: 352, 1-4 Alles ist an Gottes

In jedem Tod liegt ein Anfang

Andacht

2.4.2003

L: Lasst uns von Gottes Macht singen und des Morgens rühmen seine Güte

G: Amen

Lied 445, 1-5

L: Herr, tue meine Lippen auf,

G: Dass mein Mund deinen Ruhm verkündige.

L: Gott, gedenke mein nach deiner Gnade,

G: Herr, erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.

Psalm 122

Lesung

Der Wochenspruch steht im Johannesevangelium Vers 12, Kapitel 24:

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Ansprache

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Die sieben Wochen vor dem Osterfest nennen wir wie selbstverständlich „Passionszeit“. Für die Jünger und Jüngerinnen, die Jesus auf dem Weg nach Jerusalem begleiteten, war der Gedanke an das Leiden und Sterben ihres Lehrers und Meisters sicherlich fern.

Die Ankündigung Jesu, dass sich bei seiner Reise nach Jerusalem die Weissagungen der Propheten über ihn, den Menschensohn, erfüllen sollten, werden die Jünger und Jüngerinnen sicherlich ganz anders verstanden haben, als sie es an Karfreitag miterlebten und miterleiden mussten. Die großartigen Hoffnungen, die sie in Jesus gesetzt haben, waren damit zerstört.

Die Vollendung des göttlichen Willens an Jesus von Nazareth ist nicht die Verherrlichung, wie sie einem siegreichem Feldherrn zuteil wird., sondern der Tod am Kreuz. Nicht der Sieg über die anderen zugunsten der eigenen „Partei“, sondern die Hingabe und der Verlust des eigenen Lebens um den Erhalt des Lebens aller anderen.

Es ist die Vollendung, die die Menschen nicht in Sieger und Verlierer teilt, sondern es am Ende mit allen gut macht.

Macht der Tod einen Sinn? Der Tod ist grausam. Dies wird uns in diesen Tagen bewusst. Ein Krieg tobt und wir sind live via Fernsehen dabei. Ein völkerrechtlich nicht legitimierter Angriffskrieg möchte man hinzufügen. Aber es ist keineswegs der einzige Krieg auf Erden. Die Menschheit hat immer noch nicht gelernt ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen.

Der Tod – für uns Menschen ist er unbegreifbar und oft genug eine Anfechtung. Dies war auch für Paulus so. Doch die ersten Gemeinden und Paulus hatten ein wie wir heute sagen würden Aha-Erlebnis: Jesus starb, damit wir leben. So sagt es die Wochenlosung: Erst wenn das Weizenkorn stirbt bringt es viel Frucht. In jedem Tod liegt ein Anfang. Der Dichter Johann Jakob Rambach hat es so ausgedrückt:

„Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt, du hast die Frucht von deinem Sterben, mein lieber Heiland, mir gewährt…“

und er endet mit den Worten:

„Du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein“.

Amen. Lassen Sie uns nun diesen Text gemeinsam singen.

Lied: 200, 2, 4 und 6

Lasst uns beten:

Jesus Christus,

du hast den Widerspruch

zwischen Jubel und Ablehnung,

zwischen Glanz und Elend

in deinem Leben und Leiden durchgehalten.

Doch in uns herrscht Zerrissenheit.

Wir fürchten das Leiden.

Wir versuchen ihm auszuweichen

Und passen uns lieber herrschenden Meinungen an.

Du aber bist dir

In deiner Liebe zu uns treu geblieben.

Darum bitten wir dich für alle,

die fasziniert sind von den Versprechungen der Macht, dass sie sich nicht verführen lassen.

Wir bitten dich für alle,

die durch Vorurteile und Schwarzmalerei verhärtet sind,

dass ihre Herzen von deiner Liebe aufgetaut werden.

Wir bitten dich für die Einflussreichen und Mächtigen,

dass sie von deiner Ohnmacht lernen,

und für die Ohnmächtigen,

dass sie deine Macht erfahren.

Wir bitten dich für alle Kriegsparteien,

beschütze sie und gib ihnen und den verantwortlichen Einsicht in ihr kriegerisches Tun.

Schenke uns deinen Geist,

den Geist deiner unwiderstehlichen Liebe,

dass wir im Blick auf dich leben können.

Gemeinsam beten wir, wie Jesus uns gelehrt hat:

Vater unser im Himmel

geheiligt werde dein Name,

dein Reich komme,

dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

L: Lasst uns preisen den Herrn.

G: Gott sei ewig Dank

L:Es segne und behüte uns Gott,

der Allmächtige und Barmherzige,

Vater, Sohn und Heiliger Geist.

G: Amen

Das neue Leben

Andacht

Kurt-Helmuth Eimuth

25.11.96

L: Lasst uns von Gottes Macht singen und des Morgens rühmen seine Güte

G: Amen

Lied

L: Herr, tue meine Lippen auf,

G: Dass mein Mund deinen Ruhm verkündige.

L: Gott, gedenke mein nach deiner Gnade,

G: Herr, erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.

Psalm

Lesung

Der Wochenspruch steht im Johannesevangelium Vers 12, Kapitel 24:

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Ansprache

Sie sehen mich heute morgen in großer Sorge. Gestern von dem schönen, anregenden Verabschiedungsfest heimkommend, meldeten die Nachrichten, dass Amerika künftig bei Konflikten Atomwaffen einsetzen wolle. Krieg ist leider alltäglich und scheint unausrottbar. Doch mit diesem Szenario der Bush-Administration rückt das Unvorstellbare, das Unglaubliche etwas näher.

Viele Schülerinnen und Schüler fragen mich, was das denn solle, wenn wir mit dem 12-Uhr Läuten für den Frieden schweigen. Gewiß, man könnte meinen es helfe sowieso nichts. Na gut, sage ich jenen Zweiflerinnen, es schadet zumindest auch nicht. Aber es geht doch um mehr. Es geht um eine christliche Grundhoffnung. Es geht um die Hoffnung, dass selbst in solch schlimmen Situationen die Hoffnung auf Veränderung vorhanden ist. Es gibt nichts, was nicht auch den Keim der Veränderung des Wandels in sich trägt.

In unnachahmlicher Weise wird dieses im Bilderbuch Pele und das neue Leben beschrieben. Peles Freund Tomo starb. Gemeinsam hatten sie ein Beet angelegt. Gemeinsam hatten sie dort Samenkörner vergraben.

Als Tomo noch gesund war, hatten sie zusammen auf das neue Leben gewartet. Und dann hatte Pele die Samen des Gärtners vergessen. Er hatte ihnen kein Wasser mehr gegeben. Weil ohne Tomo alles so anders geworden war, waren die Samen sicher vertrocknet.

Pele lief zum feingeharkten Beet, das in der Mitte zwischen dem gelben Haus mit den drei Türmchen und dem Fischerhaus lag. Bei dem Beet aber stand der Fischer. Er stellte gerade seine leere Gießkanne ab.

In der feuchten Erde waren viele grüne Pflanzen gewachsen: hellgrüne, fast gelbe und dunkelgrüne. Pflanzen mit glatten Blättern, Pflanzen mit gezackten Blättern.

„Das neue Leben“, sagte Pele leise. An manchen Pflänzchen klebten ganz vorne an den Blattspitzen noch die vertrockneten Hüllen der Samenkörner, die Tomo und Pele in die Erde gesteckt hatten.

„Das neue Leben“, sagte hetzt Pele etwas lauter. Er schaute ins traurige Gesicht von Tomos Vater. „Auf dieses Leben haben Tomo und ich gewartet. Die Samenkörner sind gestorben.“ Er zeigte auf die vertrockneten Hüllen.

Diese Hoffnung, dass im Tod neues wächst, ist es, die uns täglich auffordert, für den Frieden zu beten, zu schweigen und überall für ihn einzutreten. Deshalb ist es ein guter Brauch, dass uns täglich die Glocke daran erinnert. Aus gutem Grund können wir trotz der grausamen Realität auf Frieden hoffen. Aus gutem Grund können wir trotz der Kriege in Afrika, auf dem Balkan und im nahen Osten auf Frieden hoffen. Der gute Grund hat einen Namen: Jesus Christus.

Lied:

Lasst uns beten:

Gemeinsam beten wir, wie Jesus uns gelehrt hat:

Vater unser im Himmel

geheiligt werde dein Name,

dein Reich komme,

dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

L: Lasst uns preisen den herrn.

G: Gott sei ewig Dank

L:Es segne und behüte uns Gott,

der Allmächtige und Barmherzige,

Vater, Sohn und Heiliger Geist.

G: Amen