Das Telefon trug ein Telefonschloss und einen Samtmantel. Die Gespräche kosteten Geld im Zeittakt und doch gab es das jugendliche Bedürfnis nach Kommunikation. So gesehen hat sich nicht viel geändert. Doch Schule und das politische Erwachen prägten die Jugend nicht nur von Conny&Kurt sondern sie prägten eine ganze Generation.
Die Kindheit in der Nachkriegszeit war geprägt von materieller Armut. Während die Eltern sich Abschufteten genossen Conny&Kurt ihre Freiheiten. Fuß0ball und Radfahren waren beliebter als Hausaufgaben, was sich in der Schule durchaus bemerkbar machte. Apropo Schule. Conny erzählt von seiner Konfessionsschule bei der darauf geachtet wurde, dass ja die Trennlinie zur benachbarten katholischen Schule nicht überschritten wurde. Der Trennstreifen wurde von den Lehrkräften überwacht. Kindheit in den 60er bedeutete auch, dass Gewalt gegen Kinder ein übliches pädagogisches Mittel war. Auch im Konfirmandenunterricht. Blitzlichter aus einer vergangenen Zeit, weder verklärend noch anklagend. Doch ganz kommen Conny&Kurt nicht um die Aktualität herum. Deshalb eingangs die Frage: Wie habt ihr Euch auf den Winter vorbereitet.
Kirchenpräsident Volker Jung nimmt zu aktuellen Fragen im Podcast Stellung
Das Thema sexualisierte Gewalt ist nicht nur ein Thema für die katholische, sondern auch für die evangelische Kirche. Darauf weist der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Volker Jung im Podcast Conny & Kurt, der am Donnerstag, 21. Juli erschien, hin. „Ich gehe davon aus, dass es weniger Fälle bei uns gibt“, sagt Jung und verweist darauf, dass man in den letzten zehn Jahren schon viel getan habe. Jung kündigte an, dass man eine Fachstelle sexualisierte Gewalt aufbauen wolle. „Wir müssen uns fragen, gibt es auch systemische Ursachen.“
In dem Podcast nimmt Jung auch zur umstrittenen kirchlichen Trauung des Finanzministers Stellung. „Grundlinie ist, dass es nicht geht“, aber sicher könne man als Gemeindepfarrerin aus seelsorgerlichen Gründen zu einem anderen Ergebnis kommen. Kritisch sieht Jung die Inszenierung dieser Hochzeit.
Jung sieht die Zukunft der Kirche sowohl in der Mitgliederorientierung als auch in der Gemeinwesenorientierung: „Wir wollen das Zusammenleben vor Ort fördern.“ Dazu wolle man mit anderen wie etwa Vereinen stärker zusammenarbeiten. Die neue Kooperation der Gemeinden in Nachbarschaftsräumen sieht der Kirchenpräsident als Bereicherung. Seine Grunderfahrung habe er in seiner ersten Pfarrstelle im Gruppenpfarramt gemacht. Die Menschen hätten von unseren Pfarrerinnen und Pfarrern gesprochen. Eine Identifikation sei also vorhanden gewesen.
Zur Info: Die EKHN hat 1,4 Millionen Mitglieder in Mittel- und Südhessen und in einem Teil von Rheinland-Pfalz.
Die Hochzeit von Christian Lindner war sicher das Gegenteil von Verzicht. Und auch kirchenrechtlich zweifelhaft und dem zahlenden Kirchenvolk kaum zu verfmitteln. Und doch wird in den nächsten Monaten und Jahren die Gesellschaft sich mit Verzicht auseiandersetzen müssen. es muss eine Rückbesinnung stattfinden, meinen Conny & Kurt in ihrem Podcast. Das hat auch seine Chancen, doch gilt es den Graben zwischen arm und reich nicht weiter zu vertiefen.
Conny tuckert mit seinem alten Wohnmobil durch Europa und ist fasziniert von der kroatischen Insel Krk. Doch darf man in diesen Zeiten unbeschwert Urlaub machen? Conny meint: auf alle Fälle. Denn schließlich muss man mal bei all den Krisen eine individuelle Pause einlegen. Es sei eine Sache der Psychohygiene. Mehr über Connys Sehnsucht nach Normalität erfahrt ihr in diesem Podcast.
Zwei frühere Mitarbeiter der Frankfurter evangelischen Kirche haben im Ruhestand einen Podcast gestartet. Unter dem Titel „Conny & Kurt“ sprechen Conny von Schumann (zuletzt Leiter der Notfallseelsorge) und Kurt-Helmuth Eimuth (zuletzt Leiter des Arbeitsbereichs Kindertagesstätten und langjähriges Redaktionsmitglied des EFO-Magazins) jeden Donnerstag über sozialethische Themen. In der aktuellen Folge ist die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann zu Gast.
Conny von Schumann und Kurt-Helmuth Eimuth sprechen jeden Donnerstag in ihrem Podcast über sozialethische Themen.
Thema ist die aktuell so brennende Frage nach einer christlichen Friedensethik angesichts des Krieges in der Ukraine. Alt-Bischöfin Margot Käßmann erzählt, warum sie Pazifistin ist und bleibt und warum der Kontakt zur russischen Zivilgesellschaft notwendig ist. Es gebe Kontakte, auch zu Priestern der russisch-orthodoxen Kirche, die sich gegen den Krieg wendeten, so Käßmann. Ob Menschenrechtsgruppen oder junge Leute, die bei einem Rockkonzert in Sprechchören den Krieg verurteilten: „Zu dieser Zivilgesellschaft brauchen wir den Kontakt“, betont Käßmann. Deshalb sei sie auch dagegen, Städtepartnerschaften und Universitätspartnerschaften jetzt aufzukündigen. Man müsse so viel wie möglich auch an Informationen auf diesem Wege vermitteln.
Käßmann wendet sich auch gegen den Ausschluss der russisch-orthodoxen Kirche aus dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) – auch wenn der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche ein „absoluter Nationalist“ sei. Noch gut ist der ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland in Erinnerung, dass der Patriarch die Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche Deutschlands aufkündigte, weil er der Auffassung war, mit der Wahl einer Frau habe sich die Kirche von der christlichen Moral gelöst.
Ebenso lehnt die Theologin die 100 Milliarden Euro teure Aufrüstung ab. „Ich habe sieben Enkelkinder, ich denke, dass in ihre Zukunft nicht durch mehr Rüstung investiert wird, sondern durch mehr Geld für unsere Schulen für unser Bildungssystem, für Entwicklung und zur Bekämpfung des Klimawandels.“
Kurt-Helmuth pflegt seit 6 Jahren seine Frau, die gelähmt ist und nicht sprechen kann. In Deutschland gibt es 4,1 Millionen Pflegebedürftige. Rund vier von fünf Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause versorgt. Meist erfolgt die Pflege durch pflegende Angehörige. Häufig unterstützt sie dabei ein ambulanter Pflegedienst. Offen spricht Kurt über die Situation und darüber, was sich verbessern muss.