
Foto vom 29.06.07
Foto: Rolf Oeser
Die prägende Fachfrau der evangelischen Kita-Pädagogik Gerlinde Lindemann verstarb am 15. August im Alter von 84 Jahren. Die Sozialpädagogin kam als Leiterin der Kita der Gethsemanegemeinde in die Fachberatung Kindertagesstätten der Diakonie des Evangelischen Regionalverbandes, deren Leitung sie übernahm. Ende der1990er Jahre entwickelte sie ein Konzept für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Dabei lehnte sie sich an die Überlegungen der ungarischen Ärztin Emmi Pikler an. Die Erwachsenen sollten auf Augenhöhe mit den Kindern kommunizieren. Die Bedürfnisäußerungen auch der ganz Kleinen sollten ernst genommen werden, so ihre Überzeugung. In diesem Sinne baute sie die ersten acht Krabbelstuben für die evangelische Kirche in Frankfurt auf und entwickelte die Fachberatung zum Arbeitsbereich Kindertagesstätten. Sie vertrat die evangelische Kirche in zahlreichen Gremien von Kirche und Stadt. Bei ihrer Versetzung in den Ruhestand im Jahre 2007 dankte die Vorsitzende des Vorstandes des Evangelischen Regionalverbandes, Pfarrerin Esther Gebhardt, Gerlinde Lindemann für die „stets ruhige, sachliche und kompetente Arbeit“. Ihr Nachfolger in der Arbeitsbereichsleitung Kurt-Helmuth Eimuth schildert Gerlinde Lindemann als eine Frau, „der es stets um die Sache, um die Pädagogik und somit stets um die Kinder ging. Darüber hinaus war sie eine kluge, verlässliche zugewandte Kollegin ohne jede Eitelkeit.“ Auch nach ihrer Versetzung in den Ruhestand war sie als Ratgeberin gefragt.
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