Tag Archiv für Regionalverband

Zu guter Letzt

Die Redaktion des EFO hat für micht persönlich eine eigene, wunderbare Ausgabe gemacht. Vielen Dank liebe Kolleginnen und Kollegen. Unten kann man die Ausgabe runterladen.

Finanzen nachhaltig sichern

Evangelischer Regionalverband gründet zwei neue Stiftungen

Um Platz Eins auf der Rangliste der Städte mit der größten Stiftungsdichte liefert sich Frankfurt ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Hamburg. In beiden Städten entfällt nach einer Erhebung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen auf je 2000 Einwohnerinnen und Einwohner eine Stiftung.

Die evangelische Kirche unternimmt derzeit verstärkte Anstrengungen, die Frankfurt im Ranking weiter nach vorne bringen könnten. Zwei neue große Stiftungen wurden allein im September gegründet. „Die evangelische Kirche wird finanziell immer ärmer, daran ändern auch kurze Zwischenhochs nichts“, stellte die Vorsitzende des Evangelischen Regionalverbandes, Pfarrerin Esther Gebhardt, vor dem Frankfurter Kirchenparlament fest. Weniger Taufen und mehr Sterbefälle seien die Ursache. Die Kirche habe deshalb künftig immer weniger laufende Einnahmen zu erwarten. Gleichzeitig wüchse der Bedarf.

Auch manche Kirchengemeinden gründen Stiftungen, um sich finanziellen Spielraum zu verschaffen: Ingeborg Höly und Pfarrer Richard Birke freuten sich über den großen Erfolg ihrer „Stiftung Emmaus“, für die 26000 Euro an privatem Stiftungkapital zusammen kamen. Die Emmausgemeinde hat diesen Betrag dann noch einmal verdoppelt. Die Stiftung, die Ende Oktober mit einer großen Torte in Kirchenform gefeiert wurde, soll die Gemeindearbeit unterstützen, vor allem die mit Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen. | Foto: Rolf Oeser

Auch manche Kirchengemeinden gründen Stiftungen, um sich finanziellen Spielraum zu verschaffen: Ingeborg Höly und Pfarrer Richard Birke freuten sich über den großen Erfolg ihrer „Stiftung Emmaus“, für die 26000 Euro an privatem Stiftungkapital zusammen kamen. Die Emmausgemeinde hat diesen Betrag dann noch einmal verdoppelt. Die Stiftung, die Ende Oktober mit einer großen Torte in Kirchenform gefeiert wurde, soll die Gemeindearbeit unterstützen, vor allem die mit Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen.
Foto: Rolf Oeser

Die Evangelische Regionalversammlung hat nun der Gründung einer Zukunfts- und einer Diakoniestiftung zugestimmt. Die beiden Stiftungen sollen dazu beitragen, die Arbeit der evangelischen Kirche in Frankfurt auch langfristig zu sichern. Der Regionalverband überträgt der Evangelischen Zukunftsstiftung ein Barvermögen in Höhe von 5 Millionen Euro und der Diakoniestiftung eines in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

Stiftungen zeichnen sich im Gegensatz zu Vereinen dadurch aus, dass lediglich die Kapitalerträge für den jeweiligen Zweck verwendet werden dürfen. So bleibt der Grundstock immer erhalten. Wie nachhaltig Stiftungen wirken können, zeigt ein Blick in die Geschichte. So entstand im 18. Jahrhundert in Frankfurt die bis heute wirkende „von Cronstetten- und Hynspergis adlige evangelische Damenstiftung“. Im Jahre 1828 wurde der „Evangelisch-lutherische Almosenkasten“ gegründet, der auch heute noch bedürftige Bürgerinnen und Bürger finanziell unterstützt. Allerdings hatte es anfangs unter den Evangelischen auch große Vorbehalte gegen das Geldsammeln gegeben. Schließlich war ja der Ablasshandel ein Auslöser für die Reformation, und die Gleichstellung von Geldspenden mit guten Werken lehnte man ab. Dies hatte zur Folge, dass es in den evangelischen Gebieten in den ersten hundert Jahren nach der Reformation kaum zu größeren Stiftungsgründungen kam.

Esther Gebhardt wies auch auf das erfolgreiche Wirken der Frankfurter Kirchenstiftung hin. Diese 2001 gegründete Stiftung hilft, Kirchengebäude in der Stadt zu unterhalten. Mit beträchtlichen Summen wurden so die Um­ bau- und Sanierungsarbeiten in der Epiphaniaskirche im Nordend, der Schwanheimer Martinuskirche, der Preungesheimer Kreuzkirche und auch der Peterskirche, die
zur Jugendkulturkirche umgebaut wurde, ermöglicht. Auch der Erlös aus einem eventuellen Verkauf der Matthäuskirche am Hauptbahnhof soll dieser Stiftung zugute kommen und somit helfen, die Zukunft anderer Kirchen zu sichern.

Kurt-Helmuth Eimuth

Evangelisches Frankfurt Nov 2007

Mit ihm muss man rechnen

Volker Stein ist als provokanter Mahner auch kirchenpolitisch aktiv

Man kennt ihn in Frankfurt aus der Politik: Volker Stein, Fraktionsvorsitzender der FDP im Römer. Weniger bekannt ist sein jahrzehntelanges Engagement für die evangelische Kirche. Dabei hat der 56-Jährige die klassische Sozialisation durchlaufen: Jungschar, Kindergottesdienst, Heiland-Pfadfinder und dann seit 1973 Mitglied im Kirchenvorstand der Festeburggemeinde in Preungesheim. Er folgte in diesem Amt seinem Vater Paul Stein.

Foto: Oeser

Foto: Oeser

Doch was nach glattem Übergang aussieht, war eher kämpferisch. Die Jugend setzte Volker Stein damals nachträglich in der Gemeindeversammlung auf die Kandidatenliste. Volker Stein ist eben einer, mit dem man rechnen muss. Seit 1999 ist er Vorsitzender des Kirchenvorstandes. Die kleine Gemeinde in Preungesheim hat sich unter seiner Führung für die Zukunft fit gemacht. Pfarr- und Gemeindehaus wurden der schwedischen Gemeinde verkauft, um mit dem Erlös einen Anbau für den eigenen Bedarf zu finanzieren. Die Kirche wird man gemeinsam nutzen. „Eine Kirche, die rund um die Uhr genutzt wird, ist mir lieber als eine, die tageweise genutzt wird“, sagt Stein. Auch werde die Kooperation mit der schwedischen Gemeinde nach Steins Einschätzung „unproblematisch sein, da sie aus unserem Kulturkreis kommt“.

Seit nunmehr 15 Jahren gehört Volker Stein – mit Unterbrechung – dem Vorstand des Evangelischen Regionalverbandes an und ist seit 1998 dessen stell­ vertretender Vorsitzender. Als gelernter Lehrer mit den Fächern Sport und evangelische Religion unterrichtete er fast zehn Jahre an der Paul-Hindemith-Schule, bevor er beruflich in die Politik wechselte. Seine wirtschaftspolitischen Vorstellungen will er auch in der Kirche umgesetzt wissen: „Man kann nur das verteilen, was man einnimmt.“

Steins Positionen klingen oft provokativ. Zum Beispiel wenn er sagt: „Die Kirche kann nicht nur für soziale Randgruppen da sein. Als Volkskirche hat sie in allen Generationen und Schichtungen ihren Stellenwert und ihre Aufgabe.“ Es mache keinen Sinn, die einkommensstarken Schichten aus der Kirche herauszudrängen und dann den fehlenden Kirchensteuermitteln nachzuweinen: „Man muss die Bedürftigen vor den Faulen schützen.“ Nicht alle, die sich für bedürftig hielten, seien es auch, meint Stein. Er prangert aber auch die fragwürdigen Praktiken von Unternehmen an. Wenn etwa die Vorstandsgehälter bei Fraport erhöht werden und gleichzeitig den Pensionären das Weihnachtsgeld gestrichen wird, dann ist das für ihn einfach „un­ anständig“. Es sei unabdingbar für den sozialen Frieden, dass Führungspersönlichkeiten mit gutem Beispiel vorangingen.

Bei aller Kritik und Auseinandersetzung sagt Stein: „Ich bin stolz auf meine Kirche.“ Und ist schon beim nächsten Thema: „Als Kirche haben wir uns immer mehr zurückgenommen. Wir haben gefragt, ob Mission im eigenen Land denn sein dürfe. Ich sage Ja. Und die katholische Kirche, die islamischen Glaubensgemeinschaften und auch Sekten praktizieren dieses seit Jahren.“ Stein formuliert schnell, markant und provokant. Aber es gibt auch die andere, die fürsorgliche Seite. Wenn seine siebenjährigen Zwillinge auf dem Fußballplatz Beistand benötigen, ist er da. „Dann sage ich auch schon mal offizielle Termine ab.“

Kurt-Helmuth Eimuth

Evangelisches Frankfurt Nov 2006

Heilung

Liebe Gemeinde,

in diesem Augenblick predigen in zahlreichen Frankfurter Kirchen Männer und Frauen, die ihren Dienst sonst nicht in der Gemeinde versehen. Es sind Menschen, die sogenannte Funktionsstellen begleiten. Es sind Menschen, die spezielle Aufgaben in der christlichen Gemeinschaft übernommen, die eine einzelne Gemeinde so nicht übernehmen kann. Aus der Einsicht, dass es neben der Gemeinde auch in der Kirche eine städtische Ebene geben muß, wurde mit der Aufteilung der einen Frankfurter Kirche sofort auch der Verband dieser Gemeinden gegründet. Fast auf den Tag genau vor einhundert Jahren begründeten sie den Verbund der evangelischen Kirche, der mal eigene Landeskirche, mal Gemeindeverband war und heute eben Evangelischer Regionalverband ist.

Die Geschichte dieses Verbandes ist – so eine Frankfurter Tageszeitung – eine Erfolgsstory. Vor einhundert Jahren war die Notwendigkeit der Aufteilung der Frankfurter Kirchengemeinden aufgrund des explosionsartigen Wachstums notwendig. Aus der einen Frankfurter Gemeinde wurden sechs: Tortenstückartig wurden diese um die Innenstadtkirchen geplant. Es entstanden die Weißfrauengemeinde, die Paulsgemeinde, die Katharinengemeinde, die Petersgemeinde, die Nikolaigemeinde und in Sachsenhausen die Dreikönigsgemeinde.

Das Wachstum der Gemeinden ging unvermindert mit dem Bevölkerungswachstum weiter. Und der Verband konnte aufgrund seiner Finanzstärke diesen Gemeinden Kirchen bauen. Auch nach dem zweiten Weltkrieg war wieder Bauen und Bevölkerungswachstum angesagt. Schließlich wuchs der Evangelische Regionalverband auf 73 Kirchengemeinden.

Doch die Zeiten des Mitgliederwachstums sind vorbei. Und wieder leistet der Verband und seine Mitglieder, die Kirchengemeinden, eine ungeheure Anpassungsleistung. In den letzten drei Jahren sank – dank einiger Fusionen – die Zahl der Kirchengemeinden auf 62. Und sie alle erleben ja auch, wie schmerzlich solche Anpassungsprozesse sind. Die Reduzierung, die Beschränkung auf das Wesentliche, die Abgabe von Räumen, dies alles fällt uns schwer.

Deshalb kann man auch nicht vom Ende der Erfolgsstory – wie es eben jene Frankfurter Zeitung im gleichen Artikel tat – sprechen. Ich halte es im Gegenteil für eine wesentliche Leistung des Evangelischen Regionalverbandes solche Anpassung an veränderte Lebensbedingungen immer und immer wieder zu vollbringen. So werden wir etwa in der gesamten Evangelischen Kirche in Deutschland darum beneidet, daß die Regionalversammlung, also unser Frankfurter Kirchenparlament in dem auch ihr Vertreter sitzt, eine Prioritätenliste verabschiedet hat. Diese Liste legt eine Rangfolge der einzelnen Arbeitsbereiche fest. So wurde in den letzten Jahren eben nicht nach dem Rasenmäherprinzip gespart. Es wurde nicht überall einfach etwas weg genommen. Vielmehr wurde darüber nachgedacht, was uns wirklich wichtig ist, was unverzichtbar ist. Diese Arbeitsbereiche werden weiterhin ausreichend mit Mitteln ausgestattet. Eine solche Entscheidung erfordert Mut, Sachkenntnis und den Willen nach Eindeutigkeit.

Sie sehen, ich muß dem Eindruck, hier gehe eine Erfolgsstory zu Ende, heftig widersprechen. Die Anpassung an die Verhältnisse wird auch in Zeiten der Reduzierung und der Beschränkung in der Selbstverwaltung der Frankfurter Kirchengemeinden gelingen.

Aber eigentlich ist dieses ja nur ein kleiner Widerspruch gegen die Aussage der Zeitung, hier gehe eine Erfolgsstory zu Ende. Schließlich ist dieser Verband ja nicht Selbstzweck, sondern er will dazu dienen, dass das Evangelium verbreitet wird. Verbreitet in Wort und Tat. Schließlich sind wir ja nicht einfach ein humanitärer Verein, sondern Kirche. Die eigentliche Erfolgsstory ist doch im Neuen Testament überliefert. Seit 2.000 Jahren machen sich Menschen auf, um diesem Jesus von Nazareth zu folgen.

Es sind auch die Heilungs- und Wundergeschichten, die die Kraft des Glaubens bezeugen. Eine dieser Überlieferungen findet sich im Markusevangelium. Ich lese die Verse 17 bis 27:

Markus schildert hier die Heilung eines an Epilepsie erkrankten Jungen. Glaube ermöglicht Wunder und Heilung. Es sind eben dem alle Dinge möglich, der da glaubt. Eine Erfahrung, die die moderne Medizin lange verdrängte. Inzwischen wissen viele Mediziner, dass Heilung immer auch die Heilung der Seele einschließt.

Alle Dinge sind möglich, dem der glaubt! Für uns ist eine solche Aussage ein Gegensatz zum Wissen, zur Wissenschaftlichkeit. Glauben heißt nicht Wissen, behauptet der Volksmund. Wissen, das ist nachprüfbare Naturwissenschaft. Wir unterscheiden zwischen Glauben und Wissen.

Die Bibel setzt diesem Bild eine andere Erfahrung entgegen. Mit Glaube ist das Ver- und das Zutrauen zu Gott gemeint. Gottvertrauen ist immer bezogen auf alle Lebensbereiche des Menschen. Gottvertrauen auch in der Krankheit, eine wahrlich schwere Aufgabe. Und doch berichtet die Bibel immer wieder von Menschen, die mit dieser Glaubensgewißheit leben. Wer glaubt, der schaut mit anderen Augen in die Welt. Gläubige akzeptieren, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die nicht zu erklären sind, die sich menschlichem Wissen entziehen.

Das Wunder Jesu am besessenen Kind will uns die Augen für die Größe und die Kraft des Glaubens veranschaulichen.

Glaube kann Heil machen und – er kann gesund erhalten. Regelmäßige Kirchgänger – so eine amerikanische Untersuchung – sind geistig frischer, deutlich gesünder und weniger depressiv als ihre Altersgenossen.

Doch mit dieser Glaubenserfahrung wird auch viel Schindluder getrieben. Gott heilt nicht auf Bestellung. Göttliche Heilung kann weder von einem Arzt noch von Gemeindeleitern verordnet werden. Sie gibt es nicht auf Rezept. Die Überlieferung aus dem Markusevangelium ist eben keine Anleitung zu einem Heilungsautomatismus.

Dies müssen wir auch jenen Freundinnen und Freunden vom Christlichen Zentrum hier im Gewerbegebiet Richtung Fechenheim beheimatet, sagen. Dort wirkt ja quasi auf Bestellung und am Fließband der Heilige Geist. Beim sogenannten Toronto-Segen fallen die Menschen regelrecht um. Sogenannte Gebetsfänger fangen sie auf, um sie sanft zu Boden gleiten zu lassen. Dort liegen sie einige Minuten, zucken, lachen. Sie sind außer sich. Es wird behauptet, sie würden im Geiste ruhen. Doch, so meine ich, der Heilige Geist kann dies nicht sein. Denn der Heilige Geist ist nicht verfügbar. Er entzieht sich menschlicher Verfügungsgewalt. Der Heilige Geist läßt sich eben sicht einfach einspannen.

Das Phänomen im christlichen Zentrum ist einfach zu deuten. Es ist eine Ekstase, die sich aufgrund der Erwartungshaltung einstellt. Das Phänomen ist alt und kann bei vielen Religionen beobachtet werden. Und nicht nur dort. Erinnern sie sich noch wie bei den Auftritten der Beatles die kreisschenden Fans in Ohnmacht fielen? Heute heißen die Popgruppen anders, aber die Mädchen fallen ebenso in Ohnmacht wie ihre Mütter und Großmütter.

Aber zurück zu unserem Wunder im Markusevangelium. Hier wird auch von einem ausfahrenden Geist erzählt. Dieser taube und sprachlose Geist solle ausfahren, gebietet Jesus. Krankheit wurde in jener Zeit immer als Zeichen für einen Dämon gesehen. Anders konnten sich die Menschen damals solche Krankheiten nicht erklären.

Diese und andere Stellen dienen fundamentalistischen Gruppen zur Legitimation von Teufelsaustreibungen. Keine Frage, der Mensch kann wahrhaft von einem Geist des Bösen besetzt sein. Doch halte ich es für anmaßend, wenn Menschen solche Geister erkennen und austreiben wollen. Leichtfertig wird abweichendes Verhalten wie Passivität, Haß, Unsicherheit als Zeichen einer Besessenheit gewertet. Und alle anderen Religionen wie Hinduismus und Buddhismus werden als Lehren der Dämonen bezeichnet. Gerade in charismatisch-fundamentalistischen Kreisen wird unter dem Deckmantel der Seelsorge Menschen viel Leid angetan. Die beiden großen christlichen Konfessionen haben aus ihrer Geschichte gelernt, aber kleine Gruppen, auch hier in Frankfurt, demütigen immer noch unter dem Vorwand der Austreibung von Dämonen Menschen.

Auch wenn es uns manchmal schwer fällt, so müssen wir doch eingestehen: Wunder sind deshalb Wunder, weil sie sich menschlicher Erklärung und menschlicher Verfügungsgewalt entziehen. Wer vorgibt, solche Wunder herbeiführen zu können, setzt sich selbst an die Stelle von Gott. Allein Gott ist es, der Wunder bewirken kann.

Liebe Gemeinde, die Bibel erzählt vom Handeln Gottes. Dieses ist die eigentliche Erfolgsstory. Der Evangelische Regionalverband hat die Aufgabe, zu helfen, diese Erfolgsstory in Wort und Tat unter die Menschen zu bringen. Dies geschieht in vielfältiger Weise. Durch Diakonie, durch das Bauen von Gebäuden, durch gesamtstädtische Vernetzung von Arbeitsfeldern und eben auch durch Öffentlichkeitsarbeit, für die ich seit zwei Jahren die Verantwortung trage, arbeiten wir alle an der Verbreitung des Evangeliums. So gesehen ist insbesondere eine gute Öffentlichkeitsarbeit Mission im besten Sinne des Wortes. Sie will überzeugen, sie will die Botschaft rüberbringen, wie man so sagt.

In den zweitausend Jahren des christlichen Glaubens waren es doch immer auch das Glaubenszeugnis, das Menschen anspornte sich mit dieser Botschaft zu beschäftigen.

Ich möchte sie hier und heute ermutigen, von ihrem Glauben zu erzählen. Machen sie doch einfach nachher beim Mittagessen Öffentlichkeitsarbeit, machen sie ihren Glauben öffentlich. Denn dieses ist in Wahrheit das Geheimnis der Erfolgsstory. Und sie wird, so unser Glaube, erst mit dem jüngsten Gericht einen Einschnitt erfahren.

Der Verbreitung des Evangeliums dient auch der Verbund der Frankfurter Kirchengemeinden und ihrer Dekanate. Und die letzten einhundert Jahre zeigen, die Stadt ist eine vernünftige und anpassungsfähige Organisationsgröße. Lassen sie uns denn auch bei allem notwendigen Streit in den nächsten Jahrzehnten gemeinsam nach Weg suchen, dem Evangelium zu dienen.

Kurt-Helmuth Eimuth