Feb 16

Lehrbuch einführen

Kurt-Helmuth Eimuth: Kein Kinderkram! Die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung in Lernfeldern

Kurt-Helmuth Eimuth: Kern-Bechtold u. a.: Kein Kinderkram! Die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung in Lernfeldern. Bd. 2: Entwicklung Bildung, Professionalisierung. Winklers (Darmstadt) 2005. 488 Seiten. ISBN 3-8045-9612-6. 28,50 EUR.

Einführung in das Thema

Die „Rahmenvereinbarung zur Ausbildung und Prüfung von Erziehern/Erzieherinnen“ der Kultusministerkonferenz vom 28.1.2000 zielt auf einen lernfeld- und handlungsorientierten Unterricht, der nun per Ländererlass in die Fachschulen und -akademien eingezogen ist. Die schulischen Lerninhalte sollen sich dabei weniger an den Fachwissenschaften als an den beruflichen Handlungsfeldern der zukünftigen Erzieherinnen und Erzieher ausrichten. Dies stellt die ErzieherInnenausbildung vor neue Herausforderungen, denen das Buch „Kein Kinderkram“ Band 2 Bundesländer übergreifend begegnet.

Aufbau und Inhalt des Buches

Der zweite Band der Reihe „Kein Kinderkram!“ beinhaltet im Anschluss an die drei Lernfelder des ersten Bandes zwei weitere Lernfelder: Entwicklung und Bildung fördern (Lernfeld 4) und Professionalisierung des Berufsbildes (Lernfeld 5). Im Lernfeld 4 (Entwicklung und Bildung fördern) geht es um:

  • Spielpädagogik
  • Bewegung, Tanz und Theater
  • Musikalische Bildung
  • Kreativitätsförderung
  • Gehirnentwicklung
  • Sprache
  • Kinder- und Jugendliteratur
  • Medienpädagogik
  • Naturwissenschaften
  • Bildung

Im Lernfeld 5 (Professionalisierung des Berufsbildes ) geht es um:

  • Professionalisierung des Berufsbildes
  • Arbeiten im Team
  • Elternarbeit
  • Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
  • Qualitätsmanagement
  • Professionelle Kindererziehung in anderen europäischen Ländern
  • Die eigene Rolle als ErzieherIn und die berufliche Identität

Jedes Kapitel besteht aus Informationstexten, einem zusammenfassenden Fazit und daran anknüpfenden Aufgaben und Anregungen einschließlich Hinweisen zu weiterführender Literatur. Eingebettet wird das Ganze in die Erlebnisse und Gespräche einiger fiktiver Studierender.

Diskussion

Die Beurteilung des Buches stellt mich – bezogen auf das Lernfeld 4 – vor Probleme: Einerseits wird die Palette der Themen, die für die bildende Arbeit mit Kindern wichtig sind, breit abdeckt und dabei die neueste Literatur und auch Möglichkeiten des Internets berücksichtigt. Es ist spürbar, dass hier SpezialistInnen für das jeweilige Gebiet am Werk waren, die immer auch den Bezug und die Einsatzmöglichkeiten im erzieherischen Alltag verdeutlichen.  Andererseits frage ich mich aber, wie das Buch in der Ausbildung (genau genommen: Weiterbildung) von ErzieherInnen einsetzbar ist. Viele der oben genannten Themen des Lernfeldes 4 werden beispielsweise im Lehrplan des Landes Nordrhein-Westfalen durch eigene Fächer repräsentiert. Als solche dringen sie in die jeweilige Materie tiefer ein, als das Buch es hergibt. Hierfür gibt es dementsprechend häufig geeignetere Lehrwerke. Gleichzeitig bestehen die Fächer während der gesamten schulischen Ausbildungszeit und nicht nur während des Lernfeldes 4. Hier entspricht der Aufbau des Buches nicht der Ausbildungsrealität, wiewohl ich meine, dass das Buch den Lehrplänen hier möglicherweise einen Schritt voraus ist, indem es die Fachgebiete den Lernfeldern unterordnet und nicht umgekehrt, was einer konsequenteren Umsetzung der Lernfelddidaktik gleichkommt.

Dennoch kann es einen gewichtigen Grund geben, das Buch als Lehrbuch in der ErzieherInnenausbildung einzuführen. Den Studierenden bietet es die Möglichkeit EIN Buch zu haben, in dem sie quer zu den Fächern blättern können und so innerhalb der Lernsituationen auf Ideen und weiterführende Literatur zu stoßen ohne sich gleich in der einer Bibliothek innewohnenden Komplexität oder auf den Irrwegen des Internets zu verlieren. Als Nachschlagwerk kann es ihnen auch nach der Ausbildung noch wertvolle Dienste leisten.

Einfacher ist es die Tauglichkeit des Lernfeldes 5 für potentielle LeserInnen zu beurteilen. Hier werden für das Anerkennungsjahr relevanten Themen in praxisnaher und anschaulicher Weise bearbeitet. Fachwissenschaftlich bleibt manches dünn, ein Manko, das der Lernfelddidaktik geschuldet ist.

Fazit

Alles in allem ein informatives und gut zu lesendes Buch!


Rezensentin
Dr. Anke Meyer
Lehrerin an einer Fachschule für Sozialpädagogik



Zitiervorschlag
Anke Meyer. Rezension vom 14.02.2006 zu: Kurt-Helmuth Eimuth: Kein Kinderkram! Die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung in Lernfeldern. Winklers (Darmstadt) 2005. 488 Seiten. ISBN 3-8045-9612-6. In: socialnet Rezensionen unter http://www.socialnet.de/rezensionen/3425.php, Datum des Zugriffs 16.02.2006.

© 2006 socialnet GmbH, Bonn

Jan 01

Kein Kinderkram! Bd 1

Anja Berkemeier, Dietmar Böhm, Stefanie Dreißen, Kurt-Helmuth Eimuth u.a.

Die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung in Lernfeldern
geeignet für: alle Bundesländer
Schulform: Berufsschule
Beruf: Erzieher

Als zweibändiges Kompendium deckt „Kein Kinderkram!“ die gesamten fachbezogenen Inhalte der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung ab. Dabei wurden die Lehrpläne der verschiedenen Bundesländer ebenso berücksichtigt wie die Lernfeldorientierung. In fünf Lernfeldern wird der Stoff in einem für die Zielgruppe ansprechenden Layout, unterstützt durch zahlreiche Farbfotos, aufbereitet. Eine Gruppe von Studierenden als „Musterklasse“ schafft in den jeweiligen Einstiegssituationen der Kapitel den Praxisbezug für die Auszubildenden. Die beiden Bücher sind chronologisch, analog dem Ausbildungsfortschritt, aufgebaut. In den jeweiligen Aufgabenkomplexen pro Kapitel wird der geforderten Handlungsorientierung besonders Rechnung getragen.

Vorwort

Erzieherinnen* bilden. Und wer bildet, muss selbst gebildet sein. Muss etwas wissen von dem, wie kleine und größere Menschen lernen. Muss die Zusammenhänge verstehen. Muss bereit sein sich lebenslang „weiter“zubilden. Und wer Bildungsprozesse selbst gestalten will, muss sein eigenes Wirken kennen.

Es ist keineswegs kinderleicht, sich mit diesem „Kinderkram“ auseinander zu setzen. Wie bedeutend die Bildungsprozesse von Anfang an sind, ist der Allgemeinheit in der Diskussion um die Ergebnisse der PISA-Studie bewusst geworden. Der Bildungsauftrag in Kindertagesstätten und Horten besteht schon lange. Schließlich ist die Erkenntnis sprichwörtlich: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“

Die Anforderungen an diejenigen, die solches umsetzen sollen, sind enorm. Anforderungen, denen sich nicht nur jede Erzieherin und jeder Erzieher stellen muss, sondern denen sich auch dieses vorliegende Lehrbuch stellt Es ist das erste Werk dieser Art, das als zweibändiges Kompendium die wesentlichsten Inhalte der Erzieherausbildung abbildet Dabei wurden die Lehrpläne der einzelnen Bundesländer ebenso wie die Lernfeldorientierung berücksichtigt. Eine Gruppe von Studierenden beschreibt eingangs eine Situation in einer Tageseinrichtung für Kinder, die im anschließenden Kapitel theoretisch aufgearbeitet wird. Fragen zur Vertiefung und der Hinweis auf weiterführende Literatur runden die einzelnen Kapitel ab.

„Kein Kinderkram!“ hat den Anspruch, die wesentlichsten Inhalte für den Beruf der Erzieherin übersichtlich zusammengestellt zu haben. Es stellt eine Sammlung dessen dar, was eine Erzieherin heute in der Ausbildung mindestens gelernt haben sollte. Nicht mehr und nicht weniger. Insofern kann sich jede Studierende am Ende der Ausbildung selbst prüfen, ob sie fit für den Beruf ist Und sicher eignet sich dieses Werk auch als Nachschlagewerk für die Einrichtungen. Hier kann man eben mal schnell nachschlagen, was bei der Projektarbeit zu beachten ist wie ein Beobachtungsbogen aussehen könnte oder ob denn offene Planung auch in der eigenen Einrichtung machbar ist.

„Kein Kinderkram!“ wurde von einem Autorenteam aus Fachschulen der verschiedenen Bundesländer erarbeitet Es ist ein Buch aus der Praxis für die Praxis. Deshalb würde sich das Autorenteam auch über Rückmeldungen aus der Praxis freuen.

Im Januar 2005

Kurt-Helmuth Eimuth
im Namen des Autorenteams

Sep 08

Untitled

Neues Taschenbuch des Gemeinschaftswerks Ev. Publizistik„Terror – um Gottes Willen? Weltreligionen und Gewalt.“
Von Kurt-Helmuth Eimuth (Herausgeber), Lutz Lemhöfer (Herausgeber)

Was geht in einem islamischen Selbstmordattentäter vor, was lässt einen israelischen Siedler zur Waffe greifen, was treibt Christen in Irland zur Gewalt? Die Fragen sind aktuell und drängen auf Antworten. Seit dem 11. September 2001 wird die Frage religiös begründeter Gewalt mit zunehmender Schärfe diskutiert: Ist Religion schlechthin oder sind einzelne Religionen ihrem Wesen nach gewalttätig? Oder wird die ursprüngliche Friedensethik der Religionen pervertiert?

Der katholische Weltanschauungsbeauftragte Lutz Lemhöfer und der evangelische Publizist Kurt-Helmuth Eimuth untersuchen in diesem gerade erschienenen Buch das Verhältnis der Weltreligionen zur Gewalt. Herausgeberduo und Autorenteam  – wie Bischof Franz Kamphaus und sein evangelischer Kollege Wolfgang Huber  – sind ökumenisch. Das Thema ohnehin weltumgreifend. Spannend und spannungsreich.

Eine Publikation aus der Reihe „Forum – Streifzüge durch die Welt der Religionen“.

Preis: EUR 6, 90
Broschiert – 96 Seiten –
GEP/Gemeinschaftswerk Ev. Publizistik, Ffm.
August 2002
ISBN: 3932194632

Aug 15

Terror – um Gottes Willen

Kurt-Helmuth Eimuth/Lutz Lemhöfer (Hrsg.)

Terror – um Gottes Willen

Weltreligionen und Gewalt

Frankfurt 2002 GEP, 112 S. mit Abb., kart.
6,90 €, ISBN 3-932194-63-2

Der Schock der Attentate vom 11. September 2001 in New York und Washington hat die Diskussion über das Verhältnis von Religion zur Gewalt neu entfacht. Schließlich begriffen sich die Attentäter als muslimische „Gotteskrieger“. Die Diskussion greift aber zu kurz, wenn nur das Verhältnis des Islam zur Gewalt thematisiert wird. Alle Religionen kennen sowohl latente Gewaltbereitschaft als auch eine Friedensbotschaft.

Was davon zum Tragen kommt, hängt nicht nur, aber auch von den jeweiligen historischen Rahmenbedingungen ab. Um so mehr gilt es, die Motivationskraft der Religionen zu nutzen, damit wirklich „Friede und Gerechtigkeit sich küssen“ (Psalm 85,11).

Das GEP-Taschenbuch, soeben unter dem Titel „Terror um Gottes Willen?“ erschienen, greift das Thema auf und zeigt, dass die angesprochene Problematik auch eine sehr direkte Bedeutung für das alltägliche Leben von Menschen besitzt, ähnlich wie auch für das Selbstverständnis christlicher Gemeinden.

Seit dem 11. September 2001 wird die Frage religiös begründeter Gewalt mit zunehmender Schärfe diskutiert: Ist Religion schlechthin oder sind einzelne Religionen ihrem Wesen nach gewalttätig? Oder wird die ursprüngliche Friedensethik der Religionen pervertiert?

Der vorliegende Band untersucht die Haltung der Weltreligionen zur Anwendung oder Rechtfertigung von Gewalt. Ein besonderer Augenmerk gilt der offenen oder latenten Gewaltsamkeit in sektenhaften oder fundamentalistischen Verengungen von Religion.

Mit Beiträgen von Pablo Díaz Díaz, Kurt-Helmuth Eimuth, Josef Estermann, Günther Bernd Ginzel, Lutz Lemhöfer, Katja Sindemann, Luise Thuß sowie zwei Texten der Bischöfe Wolfgang Huber (evangelisch) und Franz Kamphaus (katholisch).

Jun 15

Auf der Suche nach einem Gottesbild; Was Erwachsenen Schwierigkeiten macht

Marion Eimuth

Auf der Suche nach einem Gottesbild

Was Erwachsenen Schwierigkeiten macht

in: Wie sieht Gott eigentlich aus?
Wenn Kinder nach Gott fragen.
Christoph Th. Scheilke und Friedrich Schweitzer
erschienen in der Reihe: Kinder brauchen Hoffnung
Religion im Alltag des Kindergartens
Gütersloh 2002
ISBN 3-579-03093-0

Umschlagtext
Kinder suchen nach Orientierung und dem Sinn des Lebens. Zugleich hat sich ihre Welt erheblich verändert. Dadurch stehen Erzieherinnen und Erzieher vor grundlegenden Herausforderungen. Kindertagesstätten und Kindergärten müssen sich weiterentwickeln.
Das vorliegende religionspädagogische Werk greift diese Anforderungen auf. Es stellt ein praxisorientiedes Konzept vor, das mit konkreten Beispielen Anregungen und Impulse gibt:
für die religiöse Erziehung
für Aus- und Weiterbildung
für konzeptionelle Eigenarbeit
für die gesamte Arbeit in kirchlichen und kommunalen Einrichtungen für Kinder. Im grundlegenden ersten Band wurde das Konzept des Werkes an dem Thema »Mit Geheimnissen leben« verdeutlicht.
Der vorliegende Band 3 zeigt, wie Erziehende und Kinder mit dem Thema Tod und Sterben im Kindergarten und in der Welt der Kinder konkret umgehen können.

Aug 15

"Evangelisch" – ein Wettbewerbsvorteil

Marion Eimuth

„Evangelisch“ – ein Wettbewerbsvorteil


Im Wettstreit der Kindertagesstätten ist die fundierte religionspädagogische Praxis und die evnagelische Verortung ein Wettbewerbsvorteil.
in: Kirchenvorstand konkret hrsg. Ernst-Georg Gäde Frankfurt 2001
Spener-Verlag ISBN 3-930206-63-3

Aug 15

Pfarrer, Rabbis, Detektive …

Lutz Lemhöfer / Kurt-Helmuth Eimuth (Hrsg.)

Pfarrer, Rabbis, Detektive …

Forum – Streifzüge durch die Welt der Religionen

Bd. 17. Frankfurt a.M.: Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik 2001, 75 S., 9,80 DM, ISBN 3-932194-37-3
Ueber Religion im Kriminalroman informiert ein neues Taschenbuch der Reihe „Forum – Streifzuege durch die Welt der Religionen“, das vom Leiter der Evangelischen Oeffentlichkeitsarbeit, Kurt-Helmuth Eimuth, und dem Weltanschauungsbeauftragten des katholischen Bistums Limburg, Lutz Lemhöfer, herausgegeben wird. Unter dem Titel „Pfarrer, Rabbis, Detektive“ sind auf 75 Seiten Informationen, Analysen und Lesetipps gesammelt. Lutz
Lemhöfer porträtiert die Frankfurter Krimi-Buchhandlung „Die Wendeltreppe“ und analysiert religioese Protagonisten und religioese Fragestellungen in Romanen vom Katholiken Gilbert K.Chesterton bis zur Juedin Faye Kellerman. Insbesondere neue Autorinnen, die religiöse Themen verarbeiten, stellt die bayerische Oberkirchenrätin (demnächst Regionalbischoefin) Susanne Breit-Kessler vor. Im Interview mit Lutz Lemhoefer gibt die Pfarrfrau und
Krimi-Autorin Annette Doebrich Einblick in ihre Arbeit. Rezensionen unter dem verheissungsvollen Titel „Elfmal lesenswert“ runden den Band ab.
Kriminalromane, so meint Lutz Lemhoefer, hätten nicht selten eine theologische Struktur. Schliesslich gehe es um Schuld und Sühne, Recht und Unrecht. Solche untergründig religiösen Fragen interessierten Menschen völlig unabhängig von kirchlicher Bindung.