Von Kurt-Helmuth Eimuth – 3. November 2013
Beeindruckend ist der An- und Umbau der Kindertagesstätte „Nicolino“ der Nicolaigemeinde im Ostend. Dieses „Haus der Kinder“ bietet Platz für 140 Kinder im Alter von 4 Monaten bis 12 Jahren.

Neu hinzugekommen sind drei Krabbelgruppen für 30 Kinder, ein lang gehegter Wunsch wie die Leiterin Ruth Woody bei der heutigen (3. November) Eröffnung berichtete. Ein besonderer architektonischer Akzent stellt das neongrüne Treppenhaus dar. Die Räume sind sonst eher mit Naturmaterialien ausgestattet und lichtdurchflutet. „Für Frankfurter Verhältnisse verfügt die Einrichtung über ein großzügiges Außengelände“, so Woody.

Hier zeige sich, welche Entwicklung die Gesellschaft genommen habe, so die Vorsitzende des Vorstandes des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt, Pfarrerin Esther Gebhardt. Sie erinnerte daran, dass der Kindergarten vor sechszig Jahren mit einer Gruppe in des Pfarrers Wohnung begonnen habe. „Heute haben wir zum Glück ganz andere Standards“, so Gebhardt. Der Evangelische Regionalverband als Bauherr helfe der Stadt bei ihrem Ausbauprogramm für Unter-Dreijährige. Auch wenn man hierfür erhebliche Mittel von Stadt und Bund bekommen habe, so habe die Kirche doch auch Kirchensteuermittel aufgewandt, um die alte Einrichtung zu sanieren. Gebhardt bezifferte die Baukosten auf 3 Millionen Euro.
Der Vorstandsvorsitzende der St. Nicolaigemeinde, Jochen Kerler, betonte, dass alleine die Gemeinde nochmals 100.000 Euro für zusätzliche Ausstattung ausgegeben habe. Angesichts des Ergebnisses könne man nur sagen: „Hier möchte ich auch nochmals Kind sein“. Dekanin Ursula Schoen konnte dem nur beipflichten. Sie, einst selbst hier Kindergartenmutter, empfinde die Einrichtung als kleines Paradies. Auf den Punkt brachte es ein Kind vor der Kirche. Mit Blick auf den nun wieder freien Platz rief es voller Freude aus: „Die bösen Container sind weg!“
Beitrag von Kurt-Helmuth Eimuth, veröffentlicht am 3. November 2013 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe Web.