Jun 24

Bibelhaus: Neues Foyer und neue Exponate

Evangelisches Frankfurt Juni 2011

Das Erlebnismuseum „Bibelhaus“ am Sachsenhäuser Ufer ist Ende Mai nach elfmonatigem Umbau wieder eröffnet worden. Das seit 2003 bestehende Haus lässt mit seinen Exponaten die Lebenswelt und Sozialgeschichte Israels zur Zeit Jesu lebendig werden. Nun erhielt es ein neues Foyer mit Glasvorbau. Neue Technik setzt die Ausstellungsstücke in das rechte Licht, eine Klimaanlage unterstützt den Erhalt der teils einzigartigen Gegenstände.

Besonders stolz ist man auf die 270 Exponate, die die „Israel Antiquities Authority“ dem Bibelhaus als Dauerleihgabe überlassen hat – die erste derartige Überlassung nach Europa, so Museumsdirektor Jürgen Schefzyk. Weil die Herkunft der Stücke bekannt sei, wisse man genau, wie sie in der antiken Lebenswelt zur Zeit Jesu verwendet wurden. Neu in der Ausstellung ist auch ein Modell des im 1. Jahrhundert zerstörten jüdischen Tempels in Jerusalem, der auch in einer filmischen Animation sichtbar wird. Andere Stücke zeigen, wie Jugendliche damals lebten.

Der Frankfurter Kulturdezernent Felix Semmelroth würdigte anlässlich der Wiedereröffnung das Bibelhaus als einen Ort der Bildung, des Dialogs und des Vertrauens der verschiedenen Religionen. Die Umbaukosten betrugen 1,4 Millionen Euro.

Kurt-Helmuth Eimuth

Feb 01

Bibelmuseum: Vom Alltag in Judäa

Evangelisches Frankfurt Februar 2010

Bibelmuseum: Vom Alltag in Judäa

Für die Armen im Lande ging es zur Zeit Jesu um das tägliche Überleben. In Tongefäßen bewahrten sie ihre Lebensmittel auf. Sie mahlten ihr Korn, mit der Spindel fertigten sie Wolle an. Im Herrscherhaus des Herodes gab es aber auch Parfümflakons, Kosmetik und Schmuck. Solche Objekte sind jetzt im Bibelmuseum, Metzlerstraße 19, in der Sonderausstellung „Judäa und Jerusalem – Leben in römischer Zeit“ zu sehen. Ein Silberschatz erinnert an die Tempelsteuer, und eine antike Kno­ chenkiste, ein Ossuar, gibt Einblick in die Bestattungskultur. Die rund 2000 Jahre alten archäologischen Funde kommen vor allem von der israelischen Antikenverwaltung und sind das erste Mal außer Landes ausgestellt.

Maße und Gewichte, Münzen und Arbeitsmittel zu kennen, hilft auch, die Welt der Bibel zu verstehen. „Judäa und Jerusalem“ beleuchtet das Leben und Den­ ken von religiösen Gruppen, römischen Besatzern, von Pilgern, Händlern und Handwerkern.

Die Besucher und Besucherinnen können in der Ausstellung selbst aktiv werden. Außerdem vermitteln Führungen Alltag und Religion im Heiligen Land, sechs Vorträge vertiefen die Themen. Der Katalog ist mit seinen übersichtlichen und verständlichen Grafiken und Beiträgen auch eine Fundgrube für den Religions- und Konfirmandenunterricht. Gruppenführungen sind nach Anmeldung möglich, Infos unter www.judaeaundjerusalem.de oder Telefon 069 66426525.

Kurt-Helmuth Eimuth