{"id":844,"date":"1999-08-25T05:12:13","date_gmt":"1999-08-25T05:12:13","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=844"},"modified":"1999-08-25T05:12:13","modified_gmt":"1999-08-25T05:12:13","slug":"stichwort-okkultismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=844","title":{"rendered":"Stichwort: Okkultismus"},"content":{"rendered":"<p><big><big><strong> <img decoding=\"async\" src=\"file:\/\/\/C:\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/KH.FFMBLECHKISTEC\/Desktop\/KHE\/homepage\/SIW\/bilder\/Gottjehova2.jpg\" alt=\"Gott Jehova Krishna oder was?\" \/><\/strong><\/big><\/big><\/p>\n<p>Die dreizehnj\u00e4hrige Laura kam sehr aufgeregt von der Klassenfahrt zur\u00fcck. Die Angst stand ihr noch im Gesicht. Weder mit Vater noch mit Mutter wollte sie reden. Erst ihrer \u00e4lteren Schwester vertraute sie sich an.<\/p>\n<p>Des Nachts, bei Kerzenschein, wurde im M\u00e4dchenzimmer gependelt. Das war zwar zun\u00e4chst ganz lustig. Einige M\u00e4dchen legten die Bilder ihres Freundes auf den Tisch und fragten das Pendel, ob er sie noch liebe. Sp\u00e4ter kam ein M\u00e4dchen auf die Idee, einen Geist mittels Gl\u00e4schen zu befragen. Die vier M\u00e4dchen setzten sich an einen Tisch, streckten ihren Arm aus, ber\u00fchrten das Glas nicht, und doch &#8211; es bewegte sich. Nacheinander sauste das Glas zu Buchstaben des im Halbkreis gelegten Alphabetes. Erst gab es banale Fragen nach dem eigenen Namen oder dem Namen des Haustieres. Sp\u00e4ter wurden Fragen zur Zukunft der M\u00e4dchen gestellt: &#8222;Wann heirate ich?&#8220; &#8222;Wie viele Kinder bekomme ich?&#8220;&#8230; Zum Schluss dann dieses: &#8222;Wann sterbe ich?&#8220; und die Angst vor der Antwort. Laura erstarrte noch beim Erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Laura ist kein Einzelfall. Okkulte Praktiken geh\u00f6ren heute &#8211; das zeigen Untersuchungen &#8211; zur Lebenswelt Jugendlicher. Fast die H\u00e4lfte aller Jugendlichen machen Erfahrungen mit Okkultpraktiken. Doch die meisten probieren sie nur ein- oder zweimal aus, um ihnen dann &#8211; entweder aus Desinteresse oder aus Angst &#8211; den R\u00fccken zu kehren.<\/p>\n<p>Besonders beliebt sind okkulte Praktiken, bei denen man Ratschl\u00e4ge von Wesen einer h\u00f6heren Welt&#8220; (Geistern) empfangen kann oder die einen Blick in die Zukunft erm\u00f6glichen. Hierzu geh\u00f6ren vor allen Dingen das Glasr\u00fccken, das automatische Schreiben, das Tischr\u00fccken oder auch das Pendeln \u00fcber einem Alphabet oder \u00fcber Gegenst\u00e4nde. An &#8222;Schwarzen Messen&#8220; beteiligen sich dagegen nur wenige Jugendliche.<\/p>\n<p>Das lateinische Wort &#8222;okkultus&#8220; bedeutet &#8222;geheim&#8220; oder &#8222;verborgen&#8220;. Und so wundert es nicht, dass dieses Verborgene f\u00fcr die junge Generation besonders interessant ist. Gew\u00f6hnlich wird auch niemand Schaden nehmen, wenn jemand das Bild des Freundes &#8222;auspendelt&#8220;. Problematisch ist es allerdings, wenn Fragen nach Krankheit oder Tod gestellt werden. Dieses kann bei dem Betroffenen zu Panik f\u00fchren. Aber selbst die &#8222;sanften&#8220; Okkultpraktiken k\u00f6nnen dazu verf\u00fchren, sich vom Leben abzuwenden. Die gesamte Entscheidung \u00fcberl\u00e4sst man dann scheinbar dem Pendel oder den Karten. Und dann wird eben ausgependelt, ob man an der Mathematikarbeit teilnehmen soll oder nicht. Dann diktiert ein Pendel selbst den Alltag. Das f\u00fchrt zur Entscheidungsunf\u00e4higkeit. Eine Gefahr, die anf\u00e4nglich leicht untersch\u00e4tzt wird.<\/p>\n<p>Kurt-Helmuth Eimuth<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><strong><span style=\"color: #ffffff;\"> \u00a9 Kurt-Helmuth Eimuth<\/p>\n<p><\/span><\/strong><\/span><\/span>Studie zu Okkultismus:<br \/>\n<strong>Neugier auf Au\u00dfergew\u00f6hnliches<\/strong><br \/>\nOkkulte Praktiken wie Gl\u00e4serr\u00fccken, Pendeln und &#8222;Schwarze Messen&#8220; sind inzwischen der gro\u00dfen Mehrheit der deutschen Jugendlichen bekannt. Nur zw\u00f6lf Prozent der 14- bis 18j\u00e4hrigen kennen diese Praktiken nicht, ergab eine 1995 in Frankfurt vorgelegte Untersuchung des Diplom-P\u00e4dagogen Burkhard Hansel. Der Wissenschaftler hatte knapp 700 Jugendliche an Frankfurter Schulen befragt. 44 Prozent von ihnen gaben an, mindestens eine der okkulten Praktiken selbst ausprobiert zu haben. Die meisten Sch\u00fcler (78 Prozent) probierten es allerdings nur einmal. Im einzelnen ergab die Befragung, da\u00df deutlich mehr M\u00e4dchen als Jungen solche Erfahrungen hatten. W\u00e4hrend jedes zweite M\u00e4dchen schon einmal eine okkulte Praktik ausprobiert hatte, waren es bei Jungen nur 37,4 Prozent. Evangelische Jugendliche waren nach der Untersuchung weitaus anf\u00e4lliger f\u00fcr solche Versuche als katholische oder muslimische Sch\u00fcler. Als mit Abstand wichtigstes Motiv wurde von den Jugendlichen &#8222;Neugier&#8220; und &#8222;lnteresse am Au\u00dfergew\u00f6hnlichen&#8220; genannt, w\u00e4hrend pers\u00f6nliche Motive (&#8222;Hilfe bei schwierigen Entscheidungen&#8220; oder &#8222;sich selbst besser kennen lernen&#8220;) einen geringen Stellenwert hatten.<br \/>\nepd\/gb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die dreizehnj\u00e4hrige Laura kam sehr aufgeregt von der Klassenfahrt zur\u00fcck. Die Angst stand ihr noch im Gesicht. Weder mit Vater noch mit Mutter wollte sie reden. 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