{"id":772,"date":"2001-08-06T20:05:06","date_gmt":"2001-08-06T20:05:06","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=772"},"modified":"2001-08-06T20:05:06","modified_gmt":"2001-08-06T20:05:06","slug":"mehr-profil-bitte-kommunikation-als-herausforderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=772","title":{"rendered":"Mehr Profil bitte: Kommunikation als Herausforderung"},"content":{"rendered":"<p><span><span style=\"font-family: arial;\"><\/p>\n<div id=\"attachment_780\" style=\"width: 100px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/eimuth.de\/wp-content\/uploads\/Zeichnung-khe.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-780\" class=\"size-full wp-image-780\" title=\"Zeichnung khe\" src=\"https:\/\/eimuth.de\/wp-content\/uploads\/Zeichnung-khe.gif\" alt=\"\" width=\"90\" height=\"124\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-780\" class=\"wp-caption-text\">Zeichnung Dittmann<\/p><\/div>\n<p>FAZ 6.8.2001<br \/>\n<span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><strong><\/strong><br \/>\nKurt-Helmuth Eimuth war vier Jahre Sprecher der evangelischen Kirche \/ Heute &#8222;erster Schultag&#8220; im Diakonissenhaus<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Die  200 k\u00fcnftigen Erzieherinnen und Sozialassistentinnen sowie deren Lehrer  im Diakonissenhaus haben seit heute, dem Schuljahresbeginn, einen neuen  Chef. Und es gibt kaum eine Stelle, f\u00fcr die Kurt-Helmuth Eimuth besser  geeignet w\u00e4re als f\u00fcr die des Leiters der &#8222;Evangelischen  Ausbildungsst\u00e4tte f\u00fcr sozialp\u00e4dagogische Berufe&#8220;. Weil er Diplomp\u00e4dagoge  ist und &#8211; vor allem &#8211; weil er praktische Erfahrungen aus vier Jahren  gelegentlich schwieriger Erziehungsarbeit im Evangelischen  Regionalverband, der Dachorganisation der Gemeinden und Dekanate,  mitbringt.<\/p>\n<p>Getrost kann man seine T\u00e4tigkeit als Verantwortlicher  f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit der evangelischen Kirche Frankfurts so  bezeichnen, denn Eimuth war mehr als ein Mann, der blo\u00df Werbeaktionen  organisieren und Pressemitteilungen schreiben konnte &#8211; und wollte. Er  hat einen innerkirchlichen Diskussionsproze\u00df \u00fcber das Profil der Kirche  in einer s\u00e4kularisierten und multireligi\u00f6sen Umwelt in Gang gesetzt und  Pfarrern wie Kirchenvorst\u00e4nden klargemacht, da\u00df die Kirche in Frankfurt  ein eindeutigeres Erscheinungsbild braucht und &#8222;ganz bei den Menschen  sein mu\u00df&#8220;, wenn sie wahrgenommen werden will. Wer wei\u00df, wie disparat die  evangelische Kirche ist und wie viele Eitelkeiten in ihr verletzt  werden k\u00f6nnen, ahnt, wie m\u00fchsam dieser Erziehungsproze\u00df war &#8211; und  bleiben wird.<\/p>\n<p>Doch Eimuth hat gemeinsam mit seinen Mitarbeitern  schon einiges erreicht: Beispielsweise pr\u00e4sentiert sich seine Kirche  inzwischen &#8211; fast durchweg &#8211; mit einem Logo, es gibt Layout-Vorgaben f\u00fcr  Brosch\u00fcren, f\u00fcr die 80 evangelischen Kindertagesst\u00e4tten in der Stadt  hat er eine Marketing-Strategie entwickelt. Der geb\u00fcrtige Frankfurter  steht f\u00fcr den Beginn eines &#8222;Corporate Design&#8220; seiner Kirche.<\/p>\n<p>Neben  der Arbeit f\u00fcr einen einheitlichen Auftritt, der f\u00fcr einen  Wiedererkennungseffekt sorgt, war Eimuth wichtig, da\u00df die Kirche dort  Gesicht zeigt, &#8222;wo die Menschen sind&#8220;, sei es auf den Stra\u00dfen der Stadt  oder im Internet: 1998 etwa entwarf Eimuth zusammen mit seinem  katholischen Kollegen Ulrich Fischer das Konzept f\u00fcr die Orgelmeile,  eine Konzertreihe beim Museumsuferfest; von beiden stammt auch die Idee,  Termine der Oster- und Weihnachtsgottesdienste aus ganz Deutschland im  Internet bekanntzumachen.<\/p>\n<p>Der Umgang mit den neuen Medien ist  f\u00fcr Eimuth selbstverst\u00e4ndlich &#8211; so ist die kirchliche Mitgliederzeitung,  deren Redaktionsleiter Eimuth war, nat\u00fcrlich auch unter der  Internet-Adresse www.evangelischesfrankfurt.de zu lesen, Informationen  \u00fcber die Kirche lassen sich auf der j\u00fcngst produzierten, aufwendig  gestalteten CD-ROM &#8222;Hallo Frankfurt&#8220; finden. Bei aller Vielfalt und  allen Angeboten f\u00fcr eine breite \u00d6ffentlichkeit: Eimuths Arbeit f\u00fcr die  Kirche war kein oberfl\u00e4chlicher Aktionismus, der sich in vielen,  schlecht vorbereiteten &#8222;Events&#8220; verloren h\u00e4tte. Der \u00fcberzeugte Christ  verstand seine Arbeit stets als &#8222;moderne Form der Mission&#8220;. In dieser  Hinsicht w\u00fcnscht sich Eimuth von seiner Kirche mehr Mut, sich auf die  Menschen einzustellen: &#8222;HitRadio FFH und HR 3 pr\u00e4gen das H\u00f6rempfinden  vieler Menschen. Da\u00df diese sich in Gottesdienste mit Wortbeitr\u00e4gen von  zehn bis 20 Minuten kaum einfinden, darf nicht verwundern.&#8220; Weit davon  entfernt, seiner Kirche zu raten, sich an alle m\u00f6glichen Trends  anzubiedern, empfiehlt er ihr dennoch, Teil der Gesellschaft bleiben zu  wollen und sich nicht von ihr abzukoppeln. Da\u00df Eimuth in den vergangenen  vier Jahren &#8222;bisweilen zwischen allen St\u00fchlen sa\u00df&#8220;, hat ihn, den  Kreativen, nicht entmutigt. Mit der \u00dcberzeugungskraft und Ausdauer eines  guten Erziehers hat der Sechsundvierzigj\u00e4hrige f\u00fcr seine Projekte  genauso geworben wie f\u00fcr den n\u00f6tigen Dialog unter Pfarrern und  Mitarbeitern des Regionalverbands \u00fcber die Identit\u00e4t der Kirche in der  heutigen Zeit. Denn der Fachmann wei\u00df: &#8222;Externe Kommunikationsprobleme  sind zuerst interne Kommunikationsprobleme.&#8220;<\/p>\n<p>K\u00fcnftig wird der  Schulleiter f\u00fcr den Austausch unter Lehrern und Sch\u00fclerinnen  verantwortlich sein und f\u00fcr deren F\u00e4higkeit, angemessen mit Kindern und  Jugendlichen zu kommunizieren. Er selbst wird Politik, Kinder- und  Jugendliteratur sowie P\u00e4dagogik unterrichten. &#8222;Ich wollte vor meinem 50.  Geburtstag noch eine andere Aufgabe \u00fcbernehmen&#8220;, begr\u00fcndet Eimuth  seinen Schritt. Auf die Idee, sich um die Schulleiter- Stelle zu  bewerben, hatte ihn seine Frau, Pfarrerin f\u00fcr religionsp\u00e4dagogische  Fortbildung, gebracht. Eimuth reizt die Herausforderung, noch st\u00e4rker  als bisher konzeptionell arbeiten zu d\u00fcrfen und wieder engeren Kontakt  zu mehr Menschen haben zu k\u00f6nnen &#8211; so wie bei seiner T\u00e4tigkeit als  Weltanschauungsbeauftragter der evangelischen Kirche Frankfurts. Schon  damals, von 1988 bis 1997, hatte Eimuth sich in etlichen Gespr\u00e4chen,  Buchver\u00f6ffentlichungen und Filmen einen Namen als Ratgeber gemacht und  dabei &#8222;viel f\u00fcr den eigenen Glauben und eine pers\u00f6nliche Spiritualit\u00e4t  gelernt&#8220;.<\/p>\n<p>Seine Lieblingsfigur in der Bibel ist Mirjam, die nach  der Rettung der Israeliten aus der \u00e4gyptischen Sklaverei laut  musizierte und sang. &#8222;Sie hat auf die Pauke gehauen&#8220;, sagt er lachend &#8211;  und es ist wie ein Versprechen: Auch als Schulleiter wird Kurt-Helmuth  Eimuth f\u00fcr Aufmerksamkeit sorgen.<\/p>\n<p>STEFAN TOEPFER<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FAZ 6.8.2001 Kurt-Helmuth Eimuth war vier Jahre Sprecher der evangelischen Kirche \/ Heute &#8222;erster Schultag&#8220; im Diakonissenhaus Die 200 k\u00fcnftigen Erzieherinnen und Sozialassistentinnen sowie deren Lehrer im Diakonissenhaus haben seit heute, dem Schuljahresbeginn, einen neuen Chef. 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