{"id":757,"date":"2001-12-01T19:53:53","date_gmt":"2001-12-01T19:53:53","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=757"},"modified":"2020-12-30T19:16:43","modified_gmt":"2020-12-30T17:16:43","slug":"von-wegen-kaffetante","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=757","title":{"rendered":"Von wegen Kaffetante"},"content":{"rendered":"<p><strong>Evangelische Fachschule bietet Erzieherinnen eine Ausbildung mit guten Perspektiven<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\">\/\/ <![CDATA[\nschreibebild('left','archiv','03_13','Selbstbewusstsein und Gelassenheit - auch das lernen die angehenden Erzieherinnen in der Evangelischen Ausbildungsst&auml;tte. - Foto: Diehl');\n\/\/ ]]><\/script><\/p>\n<table border=\"0\" width=\"10\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" align=\"left\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" title=\"Selbstbewusstsein und Gelassenheit - auch das lernen die angehenden Erzieherinnen in der Evangelischen Ausbildungsst\u00e4tte. - Foto: Diehl\" src=\"file:\/\/\/C:\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Kurt\/Eigene%20Dateien\/homepage\/eimuth\/bilder\/Diakonissenschule.gif\" alt=\"Bild\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Selbstbewusstsein und Gelassenheit &#8211; auch das lernen die angehenden Erzieherinen in der Evangelischen Ausbildungsst\u00e4tte. &#8211; Foto: Diehl<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Begeisterung steckt an. F\u00fcr die offene und freundliche Atmosph\u00e4re hier, f\u00fcr die praxisbezogene Ausbildung, f\u00fcr die Toleranz, f\u00fcr die Lehrerinnen und Lehrer, die hinh\u00f6ren k\u00f6nnen und nachfragen, ob alles in Ordnung ist. &#8222;Hier ist alles total menschlich&#8220;, sagt Katrin. Sie ist Klassensprecherin der Oberstufe und lacht heute \u00fcber die Vorurteile, die sie hatte, als sie an der so genannten &#8222;Diakonissenschule&#8220; ihre Ausbildung zur Erzieherin begann. &#8222;Am Anfang habe ich gedacht, man muss hier erst einmal auf die Knie fallen und den Boden k\u00fcssen.&#8220;<br \/>\nSp\u00e4testens nach dem Bewerbungsgespr\u00e4ch war aber auch f\u00fcr Diana, Internatssprecherin der Schule, klar: &#8222;Hier k\u00f6nnen auch Leute hin, die keine Ahnung von Gemeindearbeit haben.&#8220; Pers\u00f6nlichkeit sei gefragt und die F\u00e4higkeit, mit vielen verschiedenen Menschen zusammenzuarbeiten, denn das fordere schlie\u00dflich auch der sp\u00e4tere Beruf als Erzieherin. &#8222;Der Schule kommt es darauf an, dass die Leute unterschiedlich sind&#8220;, sagt Internatssprecherin Anne, &#8222;und ihre eigene Meinung vertreten&#8220;, erg\u00e4nzt Monika, die Schulsprecherin. Dass Katrin, Diane, Monika und Anne nun hier sitzen, in den R\u00e4umen der Evangelischen Ausbildungsst\u00e4tte f\u00fcr sozialp\u00e4dagogische Berufe, wie diese gr\u00fcne Oase mitten in Frankfurt richtig hei\u00dft, das ist wie bei den meisten Studierenden Zufall &#8211; und bezeichnend f\u00fcr den guten Ruf der Fachschule. Durchs H\u00f6rensagen, durch Empfehlungen anderer sind sie hierher gekommen und haben es bis heute nicht bereut. &#8222;Hier haben wir auch viel \u00fcber uns selbst erfahren&#8220;, sagt Monika.<br \/>\nDrei Jahre dauert die Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher an der Fachsschule f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogik, zwei Jahre die zur Sozialassistentin oder zum Sozialassistenten an der Berufsfachschule, Voraussetzung f\u00fcr die Erzieherausbildung. Rund 200 Pl\u00e4tze gibt es an den beiden Schulzweigen, 110 Mark kostet die Ausbildung im Monat, im Internat k\u00f6nnen 28 Sch\u00fclerinnen wohnen. 17 F\u00e4cher und viele Praxisstunden f\u00fcllen den Stundenplan, von Deutsch und Soziologie \u00fcber sozialp\u00e4dagogische Grundlagen und \u00d6kologie bis hin zu Kinder- und Jugendliteratur, Gestaltung und Verwaltung. Zwei Stunden werden die Studierenden zus\u00e4tzlich in Religionsp\u00e4dagogik unterrichtet und am Ende auch gepr\u00fcft. Das unterscheidet die &#8222;Diakonissenschule&#8220; von staatlichen Einrichtungen und, versichert Schulleiter Kurt-Helmuth Eimuth, erh\u00f6ht die Chancen der Berufseinsteigerinnen, vor allem bei kirchlichen Einrichtungen ihren ersten Arbeitsplatz zu finden. Schlie\u00dflich haben sie dann f\u00fcnf Jahre teilgenommen am spirituellen Leben der Diakonissen, die im Nachbarhaus leben und zum Teil auch unterrichten, haben Andachten vorbereitet und, so Eimuth, &#8222;eine bestimmte Form gemeinschaftlichen christlichen Lebens&#8220; kennen gelernt.<br \/>\nVor allem aber sind die Absolventinnen und Absolventen vorbereitet auf die sich wandelnden Anforderungen und die vielen Arbeitsbereiche, die der Erzieherinnenberuf heute bietet. Aus Kinderg\u00e4rten f\u00fcr Drei- bis Sechsj\u00e4hrige werden zunehmend Kindertagesst\u00e4tten f\u00fcr Kinder von null bis 12 Jahren, und hochspezialisierte Heime brauchen hochspezialisierte Mitarbeitende. Ob Heim, Hort, Kindertagesst\u00e4tte oder Psychiatrie &#8211; &#8222;der Beruf der Erzieherin&#8220;, sagt Eimuth, &#8222;hat immer Konjunktur&#8220;. Und von wegen &#8222;Kaffeetante mit lockerem Beruf&#8220;, das Vorurteil \u00e4rgert die Sch\u00fclerinnen. Geh\u00f6rt zum Berufsbild heute doch sehr viel mehr: Rechtliches und Psychologisches zum Beispiel, Kreatives und P\u00e4dagogisches. &#8222;Kinder m\u00f6gen reicht nicht&#8220;, sagt Monika.<br \/>\nSelbstsicherer seien sie w\u00e4hrend der Ausbildung geworden, gelassener. Vor allem aber: &#8222;Die Wertsch\u00e4tzung des eigenen Berufs ist mit dieser Schule erst gewachsen&#8220;, sagt Monika, und Anne erg\u00e4nzt: &#8222;Der Beruf der Erzieherin, der ist schon eher eine Berufung.&#8220;<\/p>\n<p>Carla Diehl<\/p>\n<p><small>Evangelisches Frankfurt Dezember 2001<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Evangelische Fachschule bietet Erzieherinnen eine Ausbildung mit guten Perspektiven Selbstbewusstsein und Gelassenheit &#8211; auch das lernen die angehenden Erzieherinen in der Evangelischen Ausbildungsst\u00e4tte. &#8211; Foto: Diehl Die Begeisterung steckt an. 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