{"id":719,"date":"2005-05-01T18:56:43","date_gmt":"2005-05-01T18:56:43","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=719"},"modified":"2005-05-01T18:56:43","modified_gmt":"2005-05-01T18:56:43","slug":"geschichte-und-geschichtchen-aus-schwanheim-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=719","title":{"rendered":"Geschichte und Geschichtchen aus Schwanheim"},"content":{"rendered":"<div id=\"eintrag-494\">\n<p><strong>Traditionsbewusst ist man im Westen Frankfurts. Die  evangelische Martinusgemeinde im ehemals katholischen Dorf Schwanheim,  direkt am Main gelegen, hat ihre Geschichte und ihre Geschichtchen. <\/strong>Es  geht die Sage, dass der (katholische) F\u00e4hrmann den evangelischen Pfarrer  vom gegen\u00fcberliegenden Griesheim des \u00f6fteren etwas langsamer \u00fcber den  Main schipperte, damit dieser sich beim sonnt\u00e4glichen Gottesdienst in  Schwanheim versp\u00e4te. Doch l\u00e4ngst sind die Zeiten des konfessionellen  Behakelns vorbei. Pfarrer Burkhard Sulimma bleibt v\u00f6llig gelassen, als  ihm ein Bauarbeiter in der Kirche erkl\u00e4rt, dass es mit der Konfirmation  Mitte Mai ja wohl nichts w\u00fcrde. Der Termin sei nicht zu halten. \u201eDann  gehen wir halt in die katholische Kirche.\u201c \u00d6kumene ist heute  selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/evangelischesfrankfurt.de\/images\/2005\/05\/archiv_09_36.gif\" alt=\"So einen L\u00f6wen zu restaurieren kostet 3000 Euro: Silke Wedekind-Hirschberger und Burkhard Sulimma werben um Spenden f\u00fcr die Martinuskirche. | Foto: Eimuth\" \/><\/p>\n<div>\n<div>So  einen L\u00f6wen zu restaurieren kostet 3000 Euro: Silke  Wedekind-Hirschberger und Burkhard Sulimma werben um Spenden f\u00fcr die  Martinuskirche.<\/div>\n<div>Foto: Eimuth<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Genauso selbstverst\u00e4ndlich ist der kreative Umgang mit  Ver\u00e4nderungsprozessen. Vor bald einhundert Jahren baute man die  Martinuskirche. In die alte Kapelle zog der Kindergarten ein. Schon 1907  er\u00f6ffnete er seine Pforten. Inzwischen verf\u00fcgt die Gemeinde au\u00dferdem  noch \u00fcber einen integrativen Kindergarten und \u00fcber einen Hort. Eine  Krabbelstube, in Regie des Diakonischen Werks f\u00fcr Frankfurt, wird  demn\u00e4chst das Angebot komplettieren. \u201eEin Schwerpunkt ist die Arbeit mit  Kindern\u201c, stellt denn auch Sulimma fest. Krabbelgruppen, Miniclubs,  Kindergruppen am Nachmittag und Kochgruppen \u2013 auch f\u00fcr Jungen! \u2013 und die  Kindergottesdienstarbeit belegen dies.<\/p>\n<p>Als die Kirchenmusikerstelle k\u00fcrzlich dem Rotstift zum Opfer fiel,  lie\u00df man sich etwas einfallen. Es gelang, die Dekanatskantorin f\u00fcr  Gemeinde-, Senioren-, Kinder- und \u201eSpatzenchor\u201c zu gewinnen. Auch als  immer deutlicher der Zahn der Zeit nicht nur am Putz der Kirche im  romanischen Stil nagte, ging man das Problem offensiv an. Flugs gr\u00fcndete  die Gemeinde einen F\u00f6rderverein, der inzwischen die stolze Summe von 30  000 Euro f\u00fcr die Restaurierungsarbeiten gesammelt hat. Insgesamt  belaufen sich die Kosten auf 220 000 Euro. Silke Wedekind-Hirschberger,  Vorsitzende des Kirchenvorstandes, berichtet, dass sich die Gemeinde  nicht leicht tat mit der Entscheidung, soviel Geld in den Bau zu  stecken: \u201eAber letztlich gab das Votum der Denkmalpflege den Ausschlag.\u201c  Und so entsteht wieder der urspr\u00fcngliche blaue Sternenhimmel in der  Apsis. F\u00fcr nur 50 Euro kann man \u201ePate\u201c eines Sternes werden. Bei den  Portall\u00f6wen wird\u2019s allerdings richtig happig: 3000 Euro kostet die  Restauration und die Patenschaft.<\/p>\n<p>Das ehemals katholische Dorf Schwanheim hat l\u00e4ngst, so der  Gemeindeprospekt, ein \u201ekleinst\u00e4dtisches und mittelst\u00e4ndiges Gesicht\u201c und  wird zunehmend multikulturell. Im alten Pfarrhaus ist ein  therapeutisches Wohn\u00ad heim f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge untergebracht. Obgleich es  vom Evangelischen Regionalverband getragen wird, ist es doch Teil der  Gemeinde. \u201eWir sind eben\u201c, so Pfarrer Sulimma, \u201eeine typische Gemeinde  im Umbruch.\u201c<\/p>\n<p>Kurt-Helmuth Eimuth<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Traditionsbewusst ist man im Westen Frankfurts. Die evangelische Martinusgemeinde im ehemals katholischen Dorf Schwanheim, direkt am Main gelegen, hat ihre Geschichte und ihre Geschichtchen. 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