{"id":693,"date":"2007-02-01T18:29:44","date_gmt":"2007-02-01T18:29:44","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=693"},"modified":"2007-02-01T18:29:44","modified_gmt":"2007-02-01T18:29:44","slug":"kinder-mussen-selbst-aktiv-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=693","title":{"rendered":"&quot;Kinder m\u00fcssen selbst aktiv werden\u201c"},"content":{"rendered":"<h3>Fachtag f\u00fcr Erzieherinnen \u00fcber neue fr\u00fchp\u00e4dagogische Erkenntnisse<\/h3>\n<p>Die Fr\u00fchp\u00e4dagogik ist im Umbruch. Erzieherinnen in den  Kindertagesst\u00e4tten sollen die Kinder nicht nur beaufsichtigen, sondern  f\u00f6rdern und bilden. Unter dem Motto \u201eBildung bewegt\u201c stand daher ein  Fachtag f\u00fcr die Erzieherinnen und Erzieher in den 78 evangelischen  Kindertagesst\u00e4tten in Frankfurt, die t\u00e4glich von fast 5000 Kindern  besucht werden.<\/p>\n<p>Erstmals waren auch die Grundschullehrerinnen und -lehrer  eingeladen. Damit setzten die beiden Veranstalter, das  Religionsp\u00e4dagogische Amt und das Diakonische Werk f\u00fcr Frankfurt,  die  Forderung des Hessischen Bildungsplans nach verst\u00e4rkter Kooperation von  Schule und Kindergarten um.<\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/evangelischesfrankfurt.de\/images\/2007\/02\/seite12_unten.jpg\" alt=\"Die Freude an B\u00fcchern ist ganz wichtig f\u00fcr die fr\u00fchkindliche Bildung. Bei den \u201eKinderlesetagen\u201c der Christuskirchengemeide in Nied konnten Kinder aller Altersstufen sich spannende Geschichten vorlesen lassen und in B\u00fcchern schm\u00f6kern. | Foto: Oeser\" \/><\/p>\n<div>\n<div>Die  Freude an B\u00fcchern ist ganz wichtig f\u00fcr die fr\u00fchkindliche Bildung. Bei  den \u201eKinderlesetagen\u201c der Christuskirchengemeide in Nied konnten Kinder  aller Altersstufen sich spannende Geschichten vorlesen lassen und in  B\u00fcchern schm\u00f6kern.<\/div>\n<div>Foto: Oeser<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Die Bedeutung der fr\u00fchen kindlichen Bildung hob Bernhard Kalicki vom  Staatsinstitut f\u00fcr Fr\u00fchp\u00e4dagogik in M\u00fcnchen hervor. Die neuere  Hirnforschung zeige, so der Hochschullehrer, dass die strukturelle  Reifung des Gehirns bei der Geburt noch lange nicht abgeschlossen sei,  sondern sich bis zur Pubert\u00e4t fortsetze. Be\u00ad einflusst von  Sinnessignalen vollziehe sich ein stetiger Umbau von Nerven\u00ad  verbindungen, wobei nur ein Drittel der Verbindungen erhalten blieben.  Deshalb gelte es, einen aktiven Konstruktionsprozess zu f\u00f6rdern. Die  Kinder m\u00fcssten selbst aktiv werden. Dies gelte f\u00fcr alle Bereiche des  Lernens, f\u00fcr den Spracherwerb ebenso wie f\u00fcr motorische F\u00e4higkeiten.  Erzieherinnen m\u00fcssten sich deshalb als \u201eModeratorinnen von aktiven  Bildungsprozessen\u201c verstehen, so Kalicki.<\/p>\n<p>Wie dies konkret umgesetzt werden kann, erfuhren die \u00fcber 200  Teilnehmerinnen des Fachtages in zahlreichen Seminaren. So ist etwa die  Hinf\u00fchrung zu den Naturwissenschaften und zur Mathematik in den  Kinderg\u00e4rten keineswegs mehr exotisch. Allerdings staunten die  Erzieherinnen, als der Hochschullehrer die Kindergruppengr\u00f6\u00dfe im  internationalen Vergleich pr\u00e4sentierte: In Amerika sind 18 Kinder, in  der Europ\u00e4ischen Union 12 bis 15 Kinder in einer Gruppe untergebracht;  in Frankfurt dagegen sind es 21, in Hessen sogar 25 Kinder.<\/p>\n<p>Als \u201eureigenste Aufgabe von Kirche\u201c bezeichnete Kurt-Helmuth Eimuth  vom Diakonischen Werk f\u00fcr Frankfurt die Arbeit der Kindertagesst\u00e4tten.  Bildung geh\u00f6re zum Kerngesch\u00e4ft der Kirche, denn mit der Geburt trete  der Mensch in den Raum der Bildung ein. Der P\u00e4dagoge betonte, dass schon  am Anfang der kirchlichen Kinderbetreuung im 17. Jahrhundert den  Kindern eben nicht nur eine warme Suppe, sondern auch schon Bildung  vermittelt wurde. Die damalige Bezeichnung \u201eKleinkinderschule\u201c weise  darauf hin. Eimuth: \u201eBildung ist ein Markenzeichen des Protestantismus.  Schon immer geh\u00f6rten Diakonie und Bildung zusammen.\u201c<\/p>\n<p>truk<\/p>\n<p>Evangelisches Frankfurt Feb 2007<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fachtag f\u00fcr Erzieherinnen \u00fcber neue fr\u00fchp\u00e4dagogische Erkenntnisse Die Fr\u00fchp\u00e4dagogik ist im Umbruch. Erzieherinnen in den Kindertagesst\u00e4tten sollen die Kinder nicht nur beaufsichtigen, sondern f\u00f6rdern und bilden. 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