{"id":660,"date":"2007-07-01T17:58:42","date_gmt":"2007-07-01T17:58:42","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=660"},"modified":"2007-07-01T17:58:42","modified_gmt":"2007-07-01T17:58:42","slug":"minarette-in-der-skyline","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=660","title":{"rendered":"Minarette in der Skyline"},"content":{"rendered":"<h2><\/h2>\n<p><strong>Frankfurt braucht sch\u00f6ne Moscheen<\/strong> \u2013 davon  ist der Dezernent f\u00fcr multikulturelle Angelegenheiten, Jean Claude  Diallo, \u00fcberzeugt. Diallos \u00dcberlegung sorgte am Main f\u00fcr Aufregung.<\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/evangelischesfrankfurt.de\/images\/2007\/07\/seite04_oben.jpg\" alt=\"Die meisten Moscheen in Frankfurt sind klein und unauff\u00e4llig \u2013 hier die Al Falah-Moschee in Ginnheim. | Foto: Rolf Oeser\" \/><\/p>\n<div>\n<div>Die meisten Moscheen in Frankfurt sind klein und unauff\u00e4llig \u2013 hier die Al Falah-Moschee in Ginnheim.<\/div>\n<div>Foto: Rolf Oeser<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Noch h\u00f6her schlagen zur Zeit die Wogen am Rhein. In K\u00f6ln wird eine  gro\u00dfe repr\u00e4sentative Moschee f\u00fcr 2000 Gl\u00e4ubige gebaut. Die Vorstellung,  dass auch Frankfurts Skyline bald nicht nur von Hochhausriesen und den  sich darunter duckenden Kircht\u00fcrmen gepr\u00e4gt sein k\u00f6nnte, sondern sich  auch das ein oder andere Minarett zum Himmel streckt, ist noch  gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig \u2013 aber konsequent. Denn der Islam ist l\u00e4ngst in der  Mitte der deutschen Gesellschaft angekommen, auch wenn das weitgehend  unbemerkt geblieben ist. So unbemerkt wie die ein oder andere Moschee im  Industriegebiet oder im ehemaligen Edeka-Markt. Mit einem Moschee-Bau  wie dem in K\u00f6ln w\u00fcrde sichtbar, dass es eine Vielzahl von Religionen in  der Stadt gibt. Und so wie die Synagoge zum Stadtbild geh\u00f6rt, so geh\u00f6rt  auch die Moschee dazu. Schlie\u00dflich garantiert das Grundgesetz die freie  Religionsaus\u00fcbung.<\/p>\n<p>Die kritische Auseinandersetzung mit dem Islam muss nach Auffassung  der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an anderer Stelle gef\u00fchrt  werden: Kulturelle Ph\u00e4nomene wie Zwangsheirat, Ehrenmorde oder  Genitalverst\u00fcmmelung m\u00fcssten im Dialog \u201enachhaltig\u201c benannt werden, so  eine Stellungnahme. Ebenso sei die grundgesetzlich garantierte  Gleichstellung von Mann und Frau nicht verhandelbar. Und eines ist der  evangelischen Kirche noch wichtig: die freie Wahl der Religion. Der  christliche Missionsauftrag sei grunds\u00e4tzlich an alle Menschen  gerichtet, auch an Muslime. Wenn sich Muslime, die zum Christentum  \u00fcbertreten, dadurch Anfeindungen oder gar Gefahren aussetzen,  widerspreche das der freien Religionsaus\u00fcbung.<\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/evangelischesfrankfurt.de\/images\/2007\/07\/seite01_oben.jpg\" alt=\"Eine Moschee mit Kuppel und Minarett \u2013 hier die Abu Bakr Moschee in Hausen, wie man sie von der A 66 aus sieht \u2013 ist im Frankfurter Stadtbild bisher eine Seltenheit. Die meisten der rund 35 Frankfurter Moscheen sind eher unscheinbar in Hinterh\u00f6fen oder Industriegebieten untergebracht. | Foto: Rolf Oeser\" \/><\/p>\n<div>\n<div>Eine  Moschee mit Kuppel und Minarett \u2013 hier die Abu Bakr Moschee in Hausen,  wie man sie von der A 66 aus sieht \u2013 ist im Frankfurter Stadtbild bisher  eine Seltenheit. Die meisten der rund 35 Frankfurter Moscheen sind eher  unscheinbar in Hinterh\u00f6fen oder Industriegebieten untergebracht.<\/div>\n<div>Foto: Rolf Oeser<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Auch die These, dass der Islam von seinem Wesen her keine Religion,  sondern eine religi\u00f6s begr\u00fcndete Gesellschaftsordnung mit Anspruch auf  universale Geltung sei, m\u00fcsse ausgesprochen werden k\u00f6nnen, \u201eohne  beschuldigt zu werden, Angst machen zu wollen\u201c, so die EKD. Doch am  Dialog f\u00fchre kein Weg vorbei. \u201eDas Sachgespr\u00e4ch ist entscheidend. In  alle Begegnungen sollte mit einem Vertrauensvorschuss hineingegangen  werden, den wir selbst auch von dem Gegen\u00fcber erwarten.\u201c<\/p>\n<p>Kurt-Helmuth Eimuth<\/p>\n<h6>Evangelisches Frankfurt Juli 2007<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt braucht sch\u00f6ne Moscheen \u2013 davon ist der Dezernent f\u00fcr multikulturelle Angelegenheiten, Jean Claude Diallo, \u00fcberzeugt. 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