{"id":5132,"date":"2001-10-23T06:53:00","date_gmt":"2001-10-23T04:53:00","guid":{"rendered":"https:\/\/eimuth.de\/?p=5132"},"modified":"2023-06-09T06:57:50","modified_gmt":"2023-06-09T04:57:50","slug":"religioese-erziehung-fuer-kinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=5132","title":{"rendered":"Religi\u00f6se Erziehung f\u00fcr Kinder"},"content":{"rendered":"\n<p>Vortrag zum Elternabend in Wiesbaden, Bergkirchengemeinde (23.10.2001)<\/p>\n\n\n\n<p>Marion Eimnuth, Pfarrerin und Dipl.-Religionsp\u00e4dagogin<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Religion geh\u00f6rt zum Menschen wie Essen und Trinken, Lachen und Weinen. Ob in der Werbung oder in der Popmusik, \u00fcberall werden religi\u00f6se Symbole verwandt. Die Sehnsucht des Menschen nach einer Antwort auf die existenzstiftenden Fragen ist nach wie vor aktuell.<\/h1>\n\n\n\n<p>Kinder haben ein Recht auf Religion. Diese These vertritt der T\u00fcbinger Theologe und P\u00e4dagoge Friedrich Schweitzer.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser These m\u00f6chte ich nachgehen. Was hei\u00dft dies f\u00fcr Eltern und Erzieherinnen und Erzieher?<\/p>\n\n\n\n<p>Vieles, was angeblich zum Schutz des Kindes geschieht, scheint in Wahrheit eher die Erwachsenen in Schutz zu nehmen \u2013 beispielsweise vor Fragen nach dam Tod, den die Erwachsenen am liebsten verschweigen und der den Kindern doch begegnet, oder vor Fragen nach Krankheit, nach Trennung von geliebten Menschen, nach Schmerz und Einsamkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann von <strong>f\u00fcnf gro\u00dfen Fragen<\/strong> der Kinder sprechen, die zum Aufwachsen der Kinder aufbrechen. Das sind Fragen, die entweder die Kinder an uns richten oder mit denen wir uns selbst bei der Erziehung konfrontiert sehen. Es sind gro\u00dfe Fragen, weil sie zumindest potentiell nach einer religi\u00f6sen Antwort verlangen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die erste Frage:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer bin ich und wer darf ich sein? Die Frage nach mir selbst<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heute wird der Selbstwerdung des Kindes einen hohen Stellenwert einger\u00e4umt. Es wird von einer \u201eIdentit\u00e4tsbildung\u201c als einer zentralen Entwicklungsaufgabe gesprochen. Dabei sind zwei Aspekte wichtig:<\/p>\n\n\n\n<p>Die eigene Aktivit\u00e4t des Kindes und die unterst\u00fctzende Anerkennung des Kindes durch andere. Die Selbstwerdung des Kindes ist eine Frage des Vertrauens und damit auch eine Frage der Verl\u00e4sslichkeit oder Vertrauensw\u00fcrdigkeit der Menschen und der Welt, in der das Kind aufw\u00e4chst.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn das Kind nicht ausdr\u00fccklich fragt \u201eWer bin ich?\u201c, bekommt es doch Antworten durch seine ganze Umwelt, den Eltern, den Erzieherinnen, den Freundinnen und Freunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch nicht alles, was das Kind sein will wird ihm zugesprochen. Trotzphasen und Wutanf\u00e4lle sind hier deutliche Zeichen daf\u00fcr, dass es nicht nur darum geht, wer ich bin, sondern eben auch darum, wer ich sein darf.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade eine Erziehung die an der Selbstverwirklichung interessiert ist, muss nach dem Grund fragen. Und genau an diesem Punkt greifen alle blo\u00df sozialen Betrachtungsweisen der kindlichen Selbstwerdung zu kurz. Sie stehen in der Gefahr, das Kind \u00fcberhaupt zu einem blo\u00dfen Produkt seiner Umwelt zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zugespitzt und provozierend formuliert: Wo die Eltern keine Instanz anerkennen, die \u00fcber ihnen steht und vor der sie sich selbst verantworten m\u00fcssen, wird die Erziehung unfrei.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich kann auf der anderen Seite aber auch eine falsch verstandene religi\u00f6se Erziehung h\u00f6chst unfrei machen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die zweite Frage:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum musst du sterben? Die Frage nach dem Sinn des Ganzen<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Frage nach Tod und Sterben stellen alle Kinder fr\u00fcher oder sp\u00e4ter.<\/p>\n\n\n\n<p>Was bedeutet der Tod f\u00fcr unser Leben? \u2013 Wie auch immer wir diese Frage beantworten, und selbst wenn wir sie nicht beantworten und beiseite schieben, ganz unvermeidlich geben wir damit zu erkennen, wo f\u00fcr uns der Sinn dieses Lebens liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Umgang mit dem Tod entscheidet mit dar\u00fcber, wie wir leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dem polnisch-j\u00fcdische P\u00e4dagogen Janusz Korczak findet sich das Recht des Kindes auf seinen Tod. \u2013 was ist damit gemeint? Korczak erl\u00e4utert es so: \u201eAus Furcht, der Tod k\u00f6nnte uns das Kind entrei\u00dfen, entziehen wir es dem Leben; um seinen Tod zu verhindern, lassen wir es nicht leben\u201c. Tod und Leben des Kindes geh\u00f6ren demnach zusammen. F\u00fcr heute w\u00fcrde dies bedeuten, dass ein Kind nur wirklich leben kann, wenn die Erwachsenen auch seine Wahrnehmung des Todes und seine Erfahrungen mit Tod und Sterben mit begleiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sinnfragen der Kinder beziehen sich auf das, was nach dem Tod kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht-religi\u00f6se Antworten auf die Frage nach dem Tod und Sterben sind sicher m\u00f6glich, aber ob sie dem Kind wirklich weiterhelfen, bleibt offen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sicher kann man sagen, dass die Antwortend der Religionen hier eine wichtige Hilfe sein k\u00f6nnen und dass sie den Fragen des Kindes weit n\u00e4her kommen, als dies beispielsweise f\u00fcr naturwissenschaftliche Erkl\u00e4rungen behauptet werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Christliche Antworten auf diese Fragen sind sicherlich, die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod, dass mit dem Tod nicht alles zu Ende ist. Wer tot ist kann sich geborgen bei Gott f\u00fchlen. Dies gibt Hoffnung. Dies kann ein Kind tr\u00f6sten, wenn z.B. das Meerschwein gestorben ist, stellt sich eben diese Frage genauso, wie wenn der Opa stirbt. Sind dann beide bei Gott?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die dritte Frage:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wo finde ich Schutz und Geborgenheit? Die Frage nach Gott<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kinder in unserem Kulturkreis sto\u00dfen fast zwangsl\u00e4ufig auf das Wort Gott, selbst wenn sie nicht religi\u00f6s erzogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>In Kunst und Architektur, in Musik und Literatur, in Geschichte und Politik \u2013 in allen diesen Bereichen ist immer wieder von Gott die Rede. Aber brauchen Kinder auch eine religi\u00f6se Antwort?<\/p>\n\n\n\n<p>Kinder erfahren ihre Eltern und Bezugspersonen als allm\u00e4chtige Quellen von Zuwendung und Versorgung. Bei ihnen finden sie W\u00e4rme, Schutz und Geborgenheit. Solche Erfahrungen sind mehr als das, was einfach von au\u00dfen zu sehen ist:<\/p>\n\n\n\n<p>Dadurch machen Kinder schon in der fr\u00fchesten Zeit ihres Lebens Erfahrungen, die eine religi\u00f6se Dimension besitzen und die als Anf\u00e4nge des Gottesbildes angesehen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kind erf\u00e4hrt hier nicht nur einzelne Gef\u00fchle oder gar Stimmungen, sondern es geht vielmehr um Gef\u00fchle, die die gesamte Existenz des Kindes ber\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erfahrungen, die Kinder machen, die Beziehungen zu ihren Eltern \u00fcbertragen sie unbewusst auf ihre Beziehung und ihre Vorstellung von Gott.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fchlen sie sich von ihren Eltern angenommen, k\u00f6nnen sie auch glauben, dass Gott sie annimmt. Gottes Liebe erh\u00e4lt ihren Ausdruck durch die streichelnde Mutter oder den streichelnden Vater, die das Kind auf den Arm nehmen und auf Fragen eingehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Kinder also nach Gott fragen, m\u00fcssen wir zuerst versuchen zu verstehen, warum es ihnen geht und welche Vorstellungen sie selber mit ihrer Frage verbinden. Wenn wir dabei Bilder f\u00fcr Gott brauchen ist es wichtig, dass Kinder nicht auf ein Bild festgelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Gott ist wie die Sonne, hell, w\u00e4rmend, sch\u00f6n. Oder: Gott ist wie der Wind \u2013 man sieht ihn selber nicht, man sieht nur, was er in Bewegung bringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da fragt ein Kind z.B. was Gott denn zum Abendbrot gegessen hat. Die Eltern antworten, dass Gott nicht isst, weil er keinen K\u00f6rper hat. \u201eWas?\u201c ruft das Kind \u00fcberrascht: \u201eGehen seine Beine denn bis zum Hals?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Kinder wachsen schnell. Ebenso schnell ver\u00e4ndern sich ihre Gedanken und Fragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir mit ihnen zusammen nach Gott suchen, dann sollten wir darauf achten, dass ihr Gott mit ihnen wachsen kann. Wir sollten uns davor h\u00fcten, sie festzulegen auf ihre Vorstellungen von gestern. Wir sollten uns davor h\u00fcten, ihnen unsere Vorstellungen \u00fcberzust\u00fclpen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist besser, wenn Kinder zu viele Bilder \u2013 statt zu wenig haben. Ein Kind kann gar nicht zu viele Bilder von Gott haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Kindern keine religi\u00f6se Sprache angeboten bekommen, verbinden sie dann ihre Erfahrungen mit anderen Gestalten aus der Welt der Medien \u2013 etwa wie He-Man? Oder bleiben solche Erfahrungen als unkontrollierte Stimmung zwischen Weltschmerz und Euphorie?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die vierte Frage:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Warum soll ich andere gerecht behandeln? Die Frage nach dem Grund ethischen Handelns<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Frage ist eng mit dem Aufwachsen der Kinder verbunden. Denn Kinder stellen uns Erwachsene vor diese Frage: Warum eigentlich erwarten wir von ihnen, dass sie andere nicht verletzen, dass sie sich fair verhalten und niemand benachteiligen, vielleicht sogar f\u00fcr Schwache eintreten usw.?<\/p>\n\n\n\n<p>Wer Kindern zu erkl\u00e4ren versucht, warum dies besser sei, st\u00f6\u00dft bald auf Grenzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es sind eher die Erwachsenen, die den Kindern ihr Weltbild, ihre Lebenseinstellung, ihre ethische Einstellung nahe legen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil andere Menschen, Tiere oder auch die Dinge in bestimmter Weise wahrgenommen werden, sind sie auch r\u00fccksichtsvoll zu behandeln. Weil sie geachtet werden, soll ihnen auch achtsam begegnet werden usw. Hier sind die Motive f\u00fcr ethische Erziehung: Lebenseinstellungen und Lebenshaltungen, Bilder und Deutungen der Welt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ethisches Handeln im christlichen Sinne beinhaltet Diakonie. Sozial Ausgegrenzte, behinderte und arme Menschen sollen integriert werden. So wie Jesus immer f\u00fcr die Ausgegrenzten da war, zu ihnen ging, sie als Menschen achtete, als Gesch\u00f6pfe Gottes, so eben sollen auch wir unser Handeln danach ausrichten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die f\u00fcnfte Frage:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Warum glauben manche Kinder an Allah? Die Frage nach der Religion der anderen<\/p>\n\n\n\n<p>Schon im Kindergarten kommt es zu ersten Begegnungen mit anderen Religionen und Konfessionen. Auch hier m\u00fcssen Kinder mit ihren Fragen begleitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Begleitung der Kinder bei interreligi\u00f6sen Begegnungen wird dann aber nicht nur die Einsicht in die religi\u00f6se Vorstellungen der anderen einschlie\u00dfen \u2013 sie wird auch auf die Fragen achten m\u00fcssen, die dabei f\u00fcr das Kind selbst aufbrechen k\u00f6nnen. Wenn Kinder wissen sollen, warum manche Kinder an Allah glauben, so schlie\u00dft dies auch die Frage nach dem Glauben der eigenen Familie ein: \u201eUnd was sind wir? Was glauben wir?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zum christlichen Umgang geh\u00f6rt Toleranz. Deshalb ist es nicht nur eine rechtliche Vorschrift, dass in der evangelischen Kindertagesst\u00e4tte Kinder aller Religionen aufgenommen werden. Es ist vielmehr ein Gebot christlicher N\u00e4chstenliebe und Gastfreundschaft,&nbsp; auf die Bed\u00fcrfnisse anderer Religionen einzugehen. Als besonderer Teil der Gemeinde ist der Kindergarten der Ort, an dem sich viele Nationen, Religionen und Konfessionen treffen und miteinander leben. Hier praktizieren Kinder Toleranz, lernen andere religi\u00f6se Traditionen und Riten kennen und \u00fcben den verst\u00e4ndnisvollen Umgang mit dem \u201eFremden\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Aufwachsen der Kinder geh\u00f6ren diese f\u00fcnf Fragen und sie verlangen nach einer religi\u00f6sen Antwort. Religi\u00f6se Erziehung ist nicht blo\u00df ein Interesse von Kirche, sondern eine wichtige Dimension aller Erziehung..<\/p>\n\n\n\n<p>Die Angst, dass religi\u00f6se Erziehung zur \u201eGottesvergiftung\u201c f\u00fchren k\u00f6nne, ist weit verbreitet. In aller Regel geht es um eine unfreie Erziehung, die sich auf Gott beruft, um das Kind in subtiler Weise zu kontrollieren und zu manipulieren. Am bekanntesten ist die Vermittlung von Straf\u00e4ngsten (Der liebe Gott sieht alles!). \u201eGottesvergiftung\u201c steht symbolisch f\u00fcr eine religi\u00f6se Erziehung mit Gott als allm\u00e4chtiger \u00dcberwachungs- und Beurteilungsinstanz, die von Erwachsenen mehr oder weniger bewusst eingesetzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gesunde Entwicklung des Kindes ist offenbar auch dann bedroht, wenn nicht zuviel, sondern zuwenig religi\u00f6s erzogen wird und wenn religi\u00f6se Erfahrungen sprachlos bleiben und nicht mehr mit anderen geteilt werden k\u00f6nnen. Neben die \u201eGottesvergiftung\u201c stellen wir deshalb als Zweites die nicht weniger ernst zu nehmende Warnung vor einem religi\u00f6sen \u201eKaspar Hauser\u201c-Syndrom.&nbsp; Kaspar Hauser steht auch hier f\u00fcr das Kind, dem die elementare Unterst\u00fctzung und Begleitung seines Aufwachsens vorenthalten bleibt. Es steht f\u00fcr das Kind, das nicht zur Sprache findet, weil andere nicht zu ihm und nicht mit ihm sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Kinder kommt es darauf an, was sie bei uns kennen lernen, weniger in den Antworten auf ihre Fragen, als vielmehr in der Weise, wie wir selber und mit ihnen zusammen leben. Es kommt darauf an, ob sie uns als Fragende, Suchende, f\u00fcr das unsichtbar \u201eG\u00f6ttliche\u201c um uns und in uns offene Frauen und M\u00e4nner erleben. Es kommt darauf an, ob wir unsere Kinder sogar erfahren lassen, dass ihre Fragen uns selber wieder in Bewegung setzen und Anst\u00f6\u00dfe geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Biblische Geschichten sind Hoffnungsgeschichten, die f\u00fcr die Selbstwerdung des Kindes eine elementare Bedeutung gewinnen k\u00f6nnen, weil sie eine hoffnungsvolle Zukunft er\u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Christliche Feste, Beten und Singen, kleine Rituale und besondere Gottesdienste f\u00fcr Kinder und ihre Familien lassen etwas von christlicher Spiritualit\u00e4t erleben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eHallo, Mister Gott&#8230;\u201c ist der Titel eines Buches, der die Geschichte von Anna erz\u00e4hlt, einer f\u00fcnfj\u00e4hrigen, die Fynn, ein Mathematikstudent in den Londoner Docks aufgelesen hat und nun bei ihm und seiner Mutter lebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei ihren Gespr\u00e4chen kommen sie immer wieder auf Mister Gott. Anna hat oft die richtigen Einf\u00e4lle, so auch hier zu Gottes Liebe.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eFynn, du hast mich lieber als irgendwer sonst, und ich hab dich auch lieber als irgendwer sonst. Aber mit Mister Gott ist das anders. Siehst du Fynn, Leute lieben von au\u00dfen rein, aber Mister Gott liebt dich innen drin und kann dich von innen k\u00fcssen, darum ist es anders. Mister Gott ist nicht wie wir. Wir sind blo\u00df ein bisschen wie er. Aber nicht sehr viel.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie sehen, Anna, braucht keine weisen Definitionen zum Gottesbegriff. Gnade, Liebe, Gerechtigkeit sind doch nur schwache St\u00fctzen das Unbeschreibbare zu beschreiben. Anna brauchte solche St\u00fctzen nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vortrag zum Elternabend in Wiesbaden, Bergkirchengemeinde (23.10.2001) Marion Eimnuth, Pfarrerin und Dipl.-Religionsp\u00e4dagogin Religion geh\u00f6rt zum Menschen wie Essen und Trinken, Lachen und Weinen. 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