{"id":485,"date":"2008-12-01T21:04:26","date_gmt":"2008-12-01T21:04:26","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=485"},"modified":"2008-12-01T21:04:26","modified_gmt":"2008-12-01T21:04:26","slug":"vom-sinn-des-schenkens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=485","title":{"rendered":"Vom Sinn des Schenkens"},"content":{"rendered":"<h6>Evangelisches Frankfurt Dezember 2008<\/h6>\n<h2>Vom Sinn des Schenkens<\/h2>\n<p>Bis zum Weihnachtsfest sind es nur noch  wenige Wochen. Der Endspurt hat begonnen. Jedes Jahr die gleiche  bohrende Frage: Was bekommt wer zu Weihnachten geschenkt? Besonders  sch\u00f6n ist Selbstgebasteltes. Doch vor allem soll das Schenken \u2013 ebenso  wie das Beschenktwerden \u2013 Spa\u00df machen.<\/p>\n<p>Warum will man Tante Erna und Onkel Willi etwas schenken, wenn diese  doch selbst sagen, sie h\u00e4tten schon alles? Da landet man dann schnell  wieder mal bei der Seidenkrawatte und dem sch\u00f6nen Seifenpr\u00e4sent in  Geschenkpackung. Verzweiflung pur.<\/p>\n<p>Oder es geht um Gegengeschenke: Haben wir nicht im letzten Jahr von  den Nachbarn etwas vor die T\u00fcr gelegt bekommen? Da m\u00fcssen wir dieses  Jahr auch im gleichen Wert etwas schenken. Denn einseitiges  Beschenktwerden besch\u00e4mt. Wirklich? Das Schenken sollte doch eigentlich  ein selbstloser Akt sein. Sicher hofft man, dass der Beschenkte sich  freut. Aber eine gegenseitige Aufrechnung des Warenwertes geh\u00f6rt nicht  dazu.<\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/evangelischesfrankfurt.de\/images\/2008\/12\/seite04_oben.jpg\" alt=\"Auch in Kirchengemeinden kann man zusammen mit anderen Adventsschmuck basteln \u2013 so wie die siebenj\u00e4hrige Lara, die im Kinder- und Jugendtreff Nieder-Eschbach einen Button mit einem Weihnachtsbaum verziert hat. | Foto: Rolf Oeser\" \/><\/p>\n<div>\n<div>Auch  in Kirchengemeinden kann man zusammen mit anderen Adventsschmuck  basteln \u2013 so wie die siebenj\u00e4hrige Lara, die im Kinder- und Jugendtreff  Nieder-Eschbach einen Button mit einem Weihnachtsbaum verziert hat.<\/div>\n<div>Foto: Rolf Oeser<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Menschen schenken anderen etwas, um ihnen eine Freude zu machen oder  auch um ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden. So gibt es in  allen Religionen den Brauch des Schenkens an Bed\u00fcrftige. Seit ungef\u00e4hr  600 Jahren gibt es im Christentum die Bescherung an Weihnachten. Bis  dahin brachte der Nikolaus am 6. Dezember die Gaben. Mandarinen, N\u00fcsse,  \u00c4pfel und S\u00fc\u00dfigkeiten finden sich auch heute noch am Nikolaustag im  Stiefel. Die gro\u00dfen Geschenke aber gibt es erst am Heiligen Abend. Das  f\u00fchrt man auf einen r\u00f6mischen Brauch zur\u00fcck: Vor 2000 Jahren feierten  die R\u00f6mer am Ende des Jahres die so genannten Saturnalien zu Ehren des  Gottes Saturn. W\u00e4hrend dieser Feiern machten die reicheren Leute denen,  die nicht so viel Geld hatten, Geschenke. Damit wollten sie auch zeigen,  wie wohlhabend sie waren.<\/p>\n<p>Den eigenen Reichtum zur Schau stellen zu wollen, ist sicher kein  edles Motiv. Anderen eine Freude zu bereiten, so wie die Geburt Jesu  nach christlichem Glauben ein Geschenk an die Menschen ist, ist dagegen  aller Ehren wert. Dabei kommt es oftmals viel mehr auf das Signal \u201eIch  habe an dich gedacht\u201c als auf den materiellen Wert an. Es hat seinen  Grund, dass kleine Basteleien zu Weihnachten nach wie vor hoch im Kurs  stehen. Eine andere M\u00f6glichkeit ist, einfach etwas Zeit zu verschenken \u2013  f\u00fcr einen Kino- oder Theaterbesuch oder f\u00fcr ein Wochenende in der Rh\u00f6n.  F\u00fcr die, die beim traditionellen Hantieren mit Goldfolie und  Walnussh\u00e4lften so ihre Schwierigkeiten haben, bietet die neue Technik  der Digitalfotografie zahlreiche M\u00f6glichkeiten, kreativ gemeinsame  Erinnerungen in Fotob\u00fcchern oder eigenen Collagen festzuhalten.<\/p>\n<p>Und auch sozial verantwortliche Geschenke k\u00f6nnen Freude bereiten.  Warum nicht ein Los der ARD-Fernsehlotterie? Gewinnchance inklusive.<\/p>\n<p>Kurt-Helmuth Eimuth<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Evangelisches Frankfurt Dezember 2008 Vom Sinn des Schenkens Bis zum Weihnachtsfest sind es nur noch wenige Wochen. Der Endspurt hat begonnen. Jedes Jahr die gleiche bohrende Frage: Was bekommt wer zu Weihnachten geschenkt? Besonders sch\u00f6n ist Selbstgebasteltes. 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