{"id":4275,"date":"2003-04-02T18:29:00","date_gmt":"2003-04-02T16:29:00","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=4275"},"modified":"2021-02-15T12:52:27","modified_gmt":"2021-02-15T10:52:27","slug":"in-jedem-tod-liegt-ein-anfang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=4275","title":{"rendered":"In jedem Tod liegt ein Anfang"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Andacht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>2.4.2003<\/p>\n\n\n\n<p><em>L: Lasst uns von Gottes Macht singen und des Morgens r\u00fchmen seine G\u00fcte<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>G: Amen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Lied 445, 1-5<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>L: Herr, tue meine Lippen auf,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>G: Dass mein Mund deinen Ruhm verk\u00fcndige.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>L: Gott, gedenke mein nach deiner Gnade,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>G: Herr, erh\u00f6re mich mit deiner treuen Hilfe.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Psalm 122<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Lesung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Wochenspruch steht im Johannesevangelium Vers 12, Kapitel 24:<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde f\u00e4llt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ansprache<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde f\u00e4llt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die sieben Wochen vor dem Osterfest nennen wir wie selbstverst\u00e4ndlich \u201ePassionszeit\u201c. F\u00fcr die J\u00fcnger und J\u00fcngerinnen, die Jesus auf dem Weg nach Jerusalem begleiteten, war der Gedanke an das Leiden und Sterben ihres Lehrers und Meisters sicherlich fern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ank\u00fcndigung Jesu, dass sich bei seiner Reise nach Jerusalem die Weissagungen der Propheten \u00fcber ihn, den Menschensohn, erf\u00fcllen sollten, werden die J\u00fcnger und J\u00fcngerinnen sicherlich ganz anders verstanden haben, als sie es an Karfreitag miterlebten und miterleiden mussten. Die gro\u00dfartigen Hoffnungen, die sie in Jesus gesetzt haben, waren damit zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vollendung des g\u00f6ttlichen Willens an Jesus von Nazareth ist nicht die Verherrlichung, wie sie einem siegreichem Feldherrn zuteil wird., sondern der Tod am Kreuz. Nicht der Sieg \u00fcber die anderen zugunsten der eigenen \u201ePartei\u201c, sondern die Hingabe und der Verlust des eigenen Lebens um den Erhalt des Lebens aller anderen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist die Vollendung, die die Menschen nicht in Sieger und Verlierer teilt, sondern es am Ende mit allen gut macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Macht der Tod einen Sinn? Der Tod ist grausam. Dies wird uns in diesen Tagen bewusst. Ein Krieg tobt und wir sind live via Fernsehen dabei. Ein v\u00f6lkerrechtlich nicht legitimierter Angriffskrieg m\u00f6chte man hinzuf\u00fcgen. Aber es ist keineswegs der einzige Krieg auf Erden. Die Menschheit hat immer noch nicht gelernt ihre Konflikte gewaltfrei zu l\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tod \u2013 f\u00fcr uns Menschen ist er unbegreifbar und oft genug eine Anfechtung. Dies war auch f\u00fcr Paulus so. Doch die ersten Gemeinden und Paulus hatten ein wie wir heute sagen w\u00fcrden Aha-Erlebnis: Jesus starb, damit wir leben. So sagt es die Wochenlosung: Erst wenn das Weizenkorn stirbt bringt es viel Frucht. In jedem Tod liegt ein Anfang. Der Dichter Johann Jakob Rambach hat es so ausgedr\u00fcckt:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDu hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erkl\u00e4rt, du hast die Frucht von deinem Sterben, mein lieber Heiland, mir gew\u00e4hrt&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>und er endet mit den Worten:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDu willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tr\u00f6ster sein\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Amen. Lassen Sie uns nun diesen Text gemeinsam singen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Lied: 200, 2, 4 und 6<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Lasst uns beten:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jesus Christus,<\/p>\n\n\n\n<p>du hast den Widerspruch<\/p>\n\n\n\n<p>zwischen Jubel und Ablehnung,<\/p>\n\n\n\n<p>zwischen Glanz und Elend<\/p>\n\n\n\n<p>in deinem Leben und Leiden durchgehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch in uns herrscht Zerrissenheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir f\u00fcrchten das Leiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir versuchen ihm auszuweichen<\/p>\n\n\n\n<p>Und passen uns lieber herrschenden Meinungen an.<\/p>\n\n\n\n<p>Du aber bist dir<\/p>\n\n\n\n<p>In deiner Liebe zu uns treu geblieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Darum bitten wir dich f\u00fcr alle,<\/p>\n\n\n\n<p>die fasziniert sind von den Versprechungen der Macht, dass sie sich nicht verf\u00fchren lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bitten dich f\u00fcr alle,<\/p>\n\n\n\n<p>die durch Vorurteile und Schwarzmalerei verh\u00e4rtet sind,<\/p>\n\n\n\n<p>dass ihre Herzen von deiner Liebe aufgetaut werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bitten dich f\u00fcr die Einflussreichen und M\u00e4chtigen,<\/p>\n\n\n\n<p>dass sie von deiner Ohnmacht lernen,<\/p>\n\n\n\n<p>und f\u00fcr die Ohnm\u00e4chtigen,<\/p>\n\n\n\n<p>dass sie deine Macht erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bitten dich f\u00fcr alle Kriegsparteien,<\/p>\n\n\n\n<p>besch\u00fctze sie und gib ihnen und den verantwortlichen Einsicht in ihr kriegerisches Tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Schenke uns deinen Geist,<\/p>\n\n\n\n<p>den Geist deiner unwiderstehlichen Liebe,<\/p>\n\n\n\n<p>dass wir im Blick auf dich leben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsam beten wir, wie Jesus uns gelehrt hat:<\/p>\n\n\n\n<p>Vater unser im Himmel<\/p>\n\n\n\n<p>geheiligt werde dein Name,<\/p>\n\n\n\n<p>dein Reich komme,<\/p>\n\n\n\n<p>dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden<\/p>\n\n\n\n<p>Unser t\u00e4gliches Brot gib uns heute.<\/p>\n\n\n\n<p>Und vergib uns unsere Schuld,<\/p>\n\n\n\n<p>wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.<\/p>\n\n\n\n<p>Und f\u00fchre uns nicht in Versuchung,<\/p>\n\n\n\n<p>sondern erl\u00f6se uns von dem B\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>L: Lasst uns preisen den Herrn.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>G: Gott sei ewig Dank<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>L:Es segne und beh\u00fcte uns Gott,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>der Allm\u00e4chtige und Barmherzige,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Vater, Sohn und Heiliger Geist.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>G: Amen<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andacht 2.4.2003 L: Lasst uns von Gottes Macht singen und des Morgens r\u00fchmen seine G\u00fcte G: Amen Lied 445, 1-5 L: Herr, tue meine Lippen auf, G: Dass mein Mund deinen Ruhm verk\u00fcndige. 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