{"id":4259,"date":"2003-07-02T14:39:00","date_gmt":"2003-07-02T12:39:00","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=4259"},"modified":"2021-02-14T14:43:07","modified_gmt":"2021-02-14T12:43:07","slug":"kreuz-als-segenszeichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=4259","title":{"rendered":"Kreuz als Segenszeichen"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">2.7.03<\/h1>\n\n\n\n<p>Fachschule f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogik<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Orgelvorspiel<\/h1>\n\n\n\n<p>Wir feiern die Andacht<\/p>\n\n\n\n<p>im Namen Gottes<\/p>\n\n\n\n<p>Gott ist uns nahe &#8211; immer und \u00fcberall,<\/p>\n\n\n\n<p>im Namen Jesu Christi<\/p>\n\n\n\n<p>So sind wir geliebt,<\/p>\n\n\n\n<p>und im Namen des Heiligen Geistes<\/p>\n\n\n\n<p>So sind wir verbunden als Schwestern und Br\u00fcder.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lied 599<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Unruhe unserer Tage kommen wir zu dir<\/p>\n\n\n\n<p>Um bei dir Ruhe zu finden. Wir sind unruhig um das Leben,<\/p>\n\n\n\n<p>dass es gelingt und dass es recht wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Gib uns die Ruhe zum Leben,<\/p>\n\n\n\n<p>dass wir heimkehren k\u00f6nnen zu dir und zu uns selbst. \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Unruhe unserer Herzen kommen wir zu dir,<\/p>\n\n\n\n<p>um bei dir Ruhe zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser sehns\u00fcchtiges Herz treibt uns vorw\u00e4rts,<\/p>\n\n\n\n<p>hierhin und dorthin, um ja nicht zu verpassen, was wichtig ist,<\/p>\n\n\n\n<p>und das Wesentliche zu ergreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lass uns deine Barmherzigkeit f\u00fchlen,<\/p>\n\n\n\n<p>dass wir mit uns selbst barmherzig werden. \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Unruhe unserer Zeit kommen wir zu dir,<\/p>\n\n\n\n<p>um bei dir Ruhe zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Welt st\u00fcrzt nach vorne,<\/p>\n\n\n\n<p>das macht uns unsicher \u00fcber unseren Weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Und die vielen Informationen helfen uns nicht zur Orientierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Sei du selbst unsere Mitte,<\/p>\n\n\n\n<p>und durch dein Wort erleuchte uns unsere Welt. Amen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Solo<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ansprache<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler,<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Eltern,<\/p>\n\n\n\n<p>verehrte G\u00e4ste<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Pater Anselm Gr\u00fcn ein Kind tauft, l\u00e4dt er Eltern und Paten ein, als Zeichen des Schutzes ein Kreuz auf die Stirn des T\u00e4uflings zu zeichnen. Wenn der brasilianische Fu\u00dfballprofi Giovanne Elber vom FC Bayern M\u00fcnchen eine starke Szene hat oder ein Tor erzielt, schl\u00e4gt er wie im Reflex ein Kreuz vor dem Trikot und auch Erik Zabel sah man beim Zeitfahren der Tour de France das Kreuz schlagen. Es ist dasselbe Ritual in sehr unterschiedlichen Szenarien. Ein Ritual als Zustimmung zum Sein.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6gen manche und mancher den Verlust von Religion in der Welt empfinden, das Kreuz behauptet sich, nicht nur auf Kirchent\u00fcrmen und Alt\u00e4ren, sondern, diesem und jenem Gerichtsurteil zum Trotz, in den Schulen und in den Herrgottswinkeln der Kneipen, in der Kunst, in der Mode wie in der Sprache. Menschen sind kreuzanst\u00e4ndig oder kreuzbrav, kreuzungl\u00fccklich oder kreuzvergn\u00fcgt. Sie tragen ihr Kreuz, kriechen zu Kreuze oder machen drei Kreuze hinter jemandem her, den sie f\u00fcrchten wie der Teufel das Weihwasser.<\/p>\n\n\n\n<p>Als modischer Schnickschnack sind Kreuze allgegenw\u00e4rtig: als Halskette oder auf lederbekleideter M\u00e4nnerbrust, in Bronze, Silber, Gold, mit Steinen oder auch mal in die Haut geritzt: Kreuz ist in, Mann und Frau tragen es wie einen Talisman, gedanken- und vielleicht auch ahnungslos. Sie w\u00fcrden dies weniger unbek\u00fcmmert tun, fiele ihnen wieder ein, dass an einem Pfahl mit Querbalken im Altertum Schwerverbrecher und Aufst\u00e4ndische durch Aufh\u00e4ngen oder Annageln grausam hingerichtet wurden und dass der Tod oft erst nach langem Leiden durch Ersch\u00f6pfung oder den Zusammenbruch des Kreislaufs eintrat.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Jesus aus Nazareth endet so. Ein Schild nennt als Grund der Strafe, dass er der K\u00f6nig der Juden sein wollte. Genug f\u00fcr die j\u00fcdische Geistlichkeit und f\u00fcr die r\u00f6mischen Herrscher, ihn als politischen Terroristen abzuurteilen. Schon da\u00df Jesus sagt, er sei Gottes Sohn, bringt sie gegen ihn auf. Er wird geschlagen, bespuckt, verh\u00f6hnt und stirbt einen qualvollen Tod. Er wird um Tr\u00e4ume f\u00fcr alle, die gehofft hatten, Jesus werde Israel erl\u00f6sen, sie vom Joch der Besatzer befreien und vielleicht auch vom wirtschaftlichen Elend. Die J\u00fcnger stieben in Panik auseinander, mit Jesus endet alle Hoffnung am Kreuz. Zur\u00fcck bleiben Hilflosigkeit, Ratlosigkeit und Entt\u00e4uschung.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch das kann nicht alles gewesen sein. Was h\u00e4tte dies mit Segen zu tun? Und was mit Zuversicht? Warum also ist das Kreuz zum Markenzeichen f\u00fcr die Kirche und f\u00fcr den christlichen Glauben geworden? &#8222;Die ersten Christen&#8220;, schreibt der Theologe G\u00fcnter Hegele, &#8222;glaubten, da im Sterben Jesu mehr geschehen ist als das Scheitern eines Idealisten. Er hatte ein neues Verh\u00e4ltnis zu Gott und der Menschen untereinander gepredigt und gelebt: Jeder ist von Gott geliebt. Keine Schuld, keine Vorschriften sollen dem mehr entgegenstehen. Es ist eine einmalige, im Grunde unerkl\u00e4rbare und unvergleichbare Tatsache der Geschichte, da\u00df nach dem Tod Jesu am Kreuz der Glaube an ihn zu einer weltweiten und Jahrtausende dauernden Bewegung wurde. Die alles ver\u00e4ndernde Grunderfahrung, da\u00df Jesus lebt, wurde den Vorstellungen der damaligen Zeit entsprechend als Auferstehung oder Auferweckung bezeichnet.&#8220; Tod wandelt sich in Leben, Scheitern in Durchbruch und Anfang.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch am Leben sein hei\u00dft noch nicht leben. Dazu braucht es der vielen, die sich den zahllosen physischen und psychischen M\u00f6glichkeiten Menschen auch heute noch zu &#8222;kreuzigen&#8220; entgegenstellen. Dazu braucht es den langen Atem der Hoffnung und die kr\u00e4ftigen Arme der Liebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort, wo wir zu unterscheiden lernen, welche Kreuze wir zerbrechen k\u00f6nnen und welche wir tragen m\u00fcssen, wird das Kreuzsymbol zum Segenszeichen. Ich hoffe und w\u00fcnsche uns allen, dass wir alle in diesem Sinne, ein Segen f\u00fcr unsere Mitmenschen, f\u00fcr die Umwelt, ja f\u00fcr die Welt zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Solo<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Irischer Segen von 1642<\/p>\n\n\n\n<p>Und alles was uns noch bewegt, bringen wir vor dich mit den Worten, die Christus uns gelehrt hat:<\/p>\n\n\n\n<p>Vater unser im Himmel,<\/p>\n\n\n\n<p>geheiligt werde dein Name.<\/p>\n\n\n\n<p>Dein Reich komme.<\/p>\n\n\n\n<p>Dein Wille geschehe,<\/p>\n\n\n\n<p>wie im Himmel so auf Erden.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser t\u00e4gliches Brot gib uns heute.<\/p>\n\n\n\n<p>Und vergib uns unsere Schuld,<\/p>\n\n\n\n<p>wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.<\/p>\n\n\n\n<p>Und f\u00fchre uns nicht in Versuchung,<\/p>\n\n\n\n<p>sondern erl\u00f6se uns von dem B\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lied 170<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2.7.03 Fachschule f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogik Orgelvorspiel Wir feiern die Andacht im Namen Gottes Gott ist uns nahe &#8211; immer und \u00fcberall, im Namen Jesu Christi So sind wir geliebt, und im Namen des Heiligen Geistes So sind wir verbunden als Schwestern und Br\u00fcder. 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