{"id":4249,"date":"2004-12-24T08:50:00","date_gmt":"2004-12-24T06:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=4249"},"modified":"2021-02-14T08:51:30","modified_gmt":"2021-02-14T06:51:30","slug":"christvesper-obereisenhausen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=4249","title":{"rendered":"Christvesper, Obereisenhausen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Christvesper, Obereisenhausen 2004<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Marion Eimuth<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einzug Projektchor mit Kerzen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sanctus Dominus (Kanon auf Empore)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Begr\u00fc\u00dfung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesen Worten aus dem Johannesevangelium begr\u00fc\u00dfe ich Sie heute abend zur Christvesper.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir feiern miteinander, dass Jesus in die Welt gekommen ist, damit es heller werde auf dieser dunklen Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den Liedern, die wir heute singen, und der Musik, die wir h\u00f6ren, wollen wir Gott loben und wir wollen h\u00f6ren, was uns der Evangelist Lukas von der Geburt Jesu erz\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gemeindelied:<\/strong> 35, 1-4: Nun singet und seid froh<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Votum:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir beginnen diesen Weihnachtsgottesdienst im Namen Gottes. Gott ist Liebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus Christus lehrt uns an Weihnachten<\/p>\n\n\n\n<p>die Welt mit den Augen eines Kindes zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gottes Geist l\u00e4sst l\u00e4ngst abgestorbenes Leben neu sprie\u00dfen. Amen<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Psalm 2: im Wechsel<\/h1>\n\n\n\n<p>Chor: Maria durch ein Dornwald ging<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schriftlesung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lukas 2, 1-7<\/p>\n\n\n\n<p>Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt gesch\u00e4tzt w\u00fcrde. Und diese Sch\u00e4tzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich sch\u00e4tzen lie\u00dfe, ein jeder in seine Stadt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da machte sich auf auch Josef aus Galil\u00e4a, aus der Stadt Nazareth, in das j\u00fcdische Land zur Stadt Davids, die da hei\u00dft Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich sch\u00e4tzen lie\u00dfe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie geb\u00e4ren sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fl\u00f6ten:<\/strong> Corelli<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schriftlesung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lukas 2, 8 \u2013 14<\/p>\n\n\n\n<p>Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den H\u00fcrden, die h\u00fcteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie f\u00fcrchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: F\u00fcrchtet euch nicht! Siehe, ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der H\u00f6he und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gemeindelied<\/strong>: EG 49, 1-4 Der Heiland ist geboren<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schriftlesung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lukas 2, 15:<\/p>\n\n\n\n<p>Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Chor:<\/strong> Weil Gott in tiefster Nacht<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schriftlesung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lukas 2, 16 \u2013 17<\/p>\n\n\n\n<p>Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.<\/p>\n\n\n\n<p>Posaunenchor<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schriftlesung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lukas 2, 18 &#8211; 20<\/p>\n\n\n\n<p>Und alle, vor die es kam, wunderten sich \u00fcber das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um priesen und lobten Gott f\u00fcr alles, was sie geh\u00f6rt und gesehen hatt, wie denn zu ihnen gesagt war.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fl\u00f6ten: <\/strong>Marsch von H\u00e4ndel<\/p>\n\n\n\n<p>Meditation:<\/p>\n\n\n\n<p>Der Engel \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Geheimnisvolle Gestalt der Weihnachtsgeschichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Keiner hat ihn gesehen,<\/p>\n\n\n\n<p>aber \u2013 was w\u00e4re Weihnachten ohne ihn?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Engel \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist der, der das Unsagbare benennt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der das Unerkl\u00e4rbare sagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der das Verh\u00fcllte aufdeckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne seine Stimme<\/p>\n\n\n\n<p>w\u00e4re das Kind in der Krippe<\/p>\n\n\n\n<p>nur ein Kind der Armut geblieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Stimme deutete;<\/p>\n\n\n\n<p>Euch ist heute der geboren, der Heilung bringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Geht hin und schaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Werden wir die Stimme der Engel h\u00f6ren,<\/p>\n\n\n\n<p>die heute erkl\u00e4ren, deuten, hinweisen?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Gibt es nicht nur damals.<\/p>\n\n\n\n<p>Gottes Engel haben gewi\u00df keine Fl\u00fcgel,<\/p>\n\n\n\n<p>aber sie haben Stimme.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann sie h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich nun einen Engel sehe \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>in welcher Form und Gestalt auch immer<\/p>\n\n\n\n<p>am Weihnachtsbaum oder \u00fcber einer Krippe,<\/p>\n\n\n\n<p>dann will ich daran denken:<\/p>\n\n\n\n<p>Gottes Engel haben Stimme.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann sie h\u00f6ren \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Bis zum heutigen Tage.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeindelied: EG 30, 1-4 Es ist ein Ros entsprungen<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Predigt:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n\n\n\n<p>Nun k\u00f6nnen wir zur Ruhe kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Das Fest kann beginnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinter uns liegen Wochen der Planung und hek\u00adtischen Betriebsamkeit. Geschenke mu\u00dften aus\u00adgesucht und besorgt, verpackt und verschickt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich lade Sie ein, auf das zu h\u00f6ren, was der Anla\u00df f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen Aktivit\u00e4ten der letzten Wochen war. Wie notwendig dieses ist, zeigte eine kurze Blitzumfrage in meiner Schule. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler konnten den Sinn des Weihnachtsfestes nicht benennen. Auferstehung sei da gewesen oder zumindest die Kreuzigung.<\/p>\n\n\n\n<p>Erinnerung und Vergewisserung ist die Grundvoraussetzung um sich in der Geschichte, in der eigenen Tradition zu verorten. Ohne Erinnerung wissen wir nicht wo wir her kommen, wo wir stehen und wo wir wom\u00f6glich hingehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich lade Sie ein, sich mit mir heute Abend der Urspr\u00fcnge des Weihnachtsfestes zu vergewissern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich lade Sie ein, sich mit mir auf die Suche nach den Wurzeln der Weihnachtsgeschichte zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die eben geh\u00f6rte Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas ist wohl eine der bekanntesten Erz\u00e4hlungen der Bibel. Von Anfang an waren die Christinnen und Christen eine Erz\u00e4hlgemeinschaft. Sie erz\u00e4hlten sich die Geschichten von Jesu Kreuzigung, von seiner Auferstehung, aber auch Geschichten aus dem Leben Jesu, wie er Kranke heilt und wie er Menschen am Rande der Gesellschaft, den Niedrigen, den Armen, den kleinen Leuten, neue Hoffnung und neuen Mut zum Leben gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Geschichten vermitteln den Gott, von dem Jesus erz\u00e4hlte. Sie tragen diesen Gott auch heute noch zu uns.<\/p>\n\n\n\n<p>Markus war der erste, der diese Geschichten von Jesus aufgeschrieben hat. Bis dahin wurden sie meistens m\u00fcndlich \u00fcberliefert. Nur weniges war schon schriftlich fixiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch in dem Evangelium des Markus fehlt die Weihnachtsgeschichte. Vermutlich wird er von Jesu Geburt noch nichts gewu\u00dft haben. Weihnachten wurde zur Zeit des Markus nicht gefeiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Zeit sp\u00e4ter kam dann die Frage auf: wie hat es eigentlich mit dem Leben Jesu angefangen? Denn \u00fcber sein Leben, sein Wirken und Predigen, sein Tod und seine Auferstehung war viel erz\u00e4hlt und weitergegeben worden. Doch von der Familie und der Kindheit des Mannes aus Galil\u00e4a wusste man nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann, irgendwann in der Zeit als Lukas sein Evangelium schrieb, war die Weihnachtsgeschichte da. Die Geschichte, die vom Stall erz\u00e4hlt, von der Krippe, von Hirten und Engeln und vom Frieden auf Erden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann gab es noch eine zweite Weihnachtsgeschichte. Sie hat der Evangelist Matth\u00e4us aufgeschrieben. Es ist die Geschichte vom Stern, der stehen blieb \u00fcber dem Haus in dem Jesus geboren wurde und die die Sterndeuter aus dem Zweistromland von Euphrat und Tigris zu Jesus kommen lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Beide Geschichten haben ihre eigene Vorgeschichte. Beide sind eigentlich miteinander nicht verein\u00adbar. Sie k\u00f6nnen nicht vermengt werden. Bei unseren Weihnachtsbildern bringen wir sie aber zusammen. Bei der Krippe sind die Sterndeuter inzwischen K\u00f6nige geworden, die neben den Hirten stehen, und der Stern steht \u00fcber dem Stall.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings ist beiden \u00dcberlieferungen gemeinsam, da\u00df sie das Geheimnis von Jesu Geburt beschreiben. Seine N\u00e4he zu Gott, die auch uns ber\u00fchrt und uns Gott n\u00e4her bringen will.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwas genauer gehe ich auf den Evangelisten Lukas ein: Seine Worte haben wir in dieser Christvesper geh\u00f6rt. Sie sind etwa 60 Jahre nach Jesu Tod und Auferstehung aufgeschrieben worden. Die ersten Christinnen und Christen wu\u00dften nichts \u00fcber Jesu Geburt, aber sie kannten sein Ende. Sie wu\u00dften, da\u00df die Menschen f\u00fcr Jesus keinen Platz hatten. Sie wu\u00dften, dass Jesus aus unserer Welt herausgedr\u00e4ngt wurde; sie wu\u00dften vom Kreuz ebenso wie von Jesu Aufer\u00adstehung. Und f\u00fcr sie war klar: so wie das Ende so mu\u00df auch der Anfang gewesen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Jesus gab es keinen Platz in unserer Welt, damals nicht, am Kreuz und damals nicht als er geboren wurde. Kein Raum in der Herberge, keine Wiege, kein Bett. Im Abseits wird er geboren, in einem Stall oder in einer H\u00f6hle.<\/p>\n\n\n\n<p>So wird es wohl gewesen sein, dachten die ersten Christinnen und Christen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Kreuz am Ende &#8211; eine Krippe am Anfang. So wird Jesus in unsere Welt gekommen sein. Die Welt hatte f\u00fcr ihn keinen Platz. Damals wie heute. Die ersten Christinnen und Christen erz\u00e4hlten also den Anfang vom Ende<\/p>\n\n\n\n<p>her. Sie wu\u00dften von Ostern, von Kreuz und Auferstehung. Wer das wei\u00df, versteht, da\u00df die Krippe in unserer Weihnachtsgeschichte Jesu Kreuz vertritt. Aber zum Kreuz geh\u00f6rt die Auferstehung.<\/p>\n\n\n\n<p>So wie Gott sich am Ende, am Grab, durch einen Engel zu Wort gemeldet hat, so wird er sich auch am Anfang ge\u00admeldet haben. Engel sind erschienen und haben gesagt: der Heiland ist geboren, denn Gott liebt uns Menschen und Frieden soll sein auf Erden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer das wei\u00df, versteht, da\u00df die Engel in unserer Weihnachtsgeschichte <strong>den Gott<\/strong> vertreten, der dem Tod widersprochen hat, weil er will, da\u00df wir leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wem werden die Engel wohl erschienen sein, bei Jesu Geburt?<\/p>\n\n\n\n<p>Bekannt war, da\u00df Jesus zu den Ausgesto\u00dfenen und Au\u00dfenseitern gegangen ist und ihnen vom Reich Gottes erz\u00e4hlt hat. Eben solchen Leuten werden auch die Engel erschienen sein, wie z.B.den Hirten. Sie waren nachts bei ihren Schafen. Die Hirten galten als Diebesgesindel und L\u00fcgner. Vor Gericht waren sie als Zeugen nicht zuge\u00adlassen. F\u00fcr die ersten Christinnen und Christen war klar: diesen Menschen wurde die gute Nach\u00adricht von Jesu Geburt zuerst \u00fcbermittelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Frage, wo das Ereignis stattgefunden hat, war f\u00fcr die junge Christenheit keine offene Frage. Die ersten Christinnen und Christen glaubten und wu\u00dften, da\u00df Jesus der Christus, der Messias ist. Die alten Weissagungen \u00fcber Gottes Gesalbten, seinen Messias, be\u00adrichten, da\u00df er aus der Stadt Davids und aus seinem Geschlecht kommen soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadt Davids ist Bethlehem. Demnach mu\u00df Jesus in Bethlehem geboren sein. Obwohl die Geschichte von Jesus in Nazareth, seiner Vater\u00adstadt, und nicht in Bethlehem erz\u00e4hlt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Lukas wei\u00df, da\u00df damals diese Volksz\u00e4hlung stattfand, die soviel Unruhe ins Land brachte. Alle mu\u00dften sich in die r\u00f6mischen Listen ein\u00adschreiben lassen, und zwar an ihrem Geburtsort. Deshalb mu\u00dften sich auch die Eltern von Jesus in Bethlehem einschreiben. Und in Bethlehem wurde Jesus dann geboren. Gott f\u00fchrt die Menschen ja manchmal seltsame Wege.<\/p>\n\n\n\n<p>So k\u00f6nnte die Weihnachtsgeschichte entstanden sein, die Lukas aufgeschrieben hat. Diese Ge\u00adschichte will keine niedliche Idylle schildern, sondern zeigen, wie in scheinbarer Armut und Ausweglosigkeit Gottes Liebe hineinspricht. Sie zeigt etwas von Gottes Liebe, die leuchtet.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Weihnachtsgeschichte, die uns Lukas \u00fcberliefert hat, k\u00f6nnen alle erfahren, da\u00df Gott<\/p>\n\n\n\n<p>zu uns gekommen ist. Er ist zu den Hirten eben\u00adso gekommen, wie zu denen, die heute einsam in ihren Wohnungen sitzen. Er ist zu denen gekommen, die diesen Tag im Krankenhaus ver\u00adbringen m\u00fcssen, ebenso wie zu denen, die den Verlust eines lieben Menschen beklagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Uns allen begleitet das Licht, das vom Kind in der Krippe ausgeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hoffe, da\u00df dieses Leuchten die dunklen Orte unserer Erde und die dunklen Orte unseres Lebens erhellt, tagt\u00e4glich und eben auch heute, an diesem Heiligen Abend 2004 hier in Steffenberg.<\/p>\n\n\n\n<p>Amen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gemeindelied: <\/strong>EG 45, 1-4 Herbei, o ihr Gl\u00e4ubigen<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pfarrerin: F\u00fcrbittengebet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Guter Gott,<\/p>\n\n\n\n<p>schenke uns dein Weihnachten:<\/p>\n\n\n\n<p>dass wir Dir vertrauen wie die Kinder<\/p>\n\n\n\n<p>und darauf hoffen, dass Du bei uns bist,<\/p>\n\n\n\n<p>als Mensch unter Menschen,<\/p>\n\n\n\n<p>als unser Bruder.<\/p>\n\n\n\n<p>Schenke uns Zuversicht, wenn alle Hoffnung uns verl\u00e4sst;<\/p>\n\n\n\n<p>Lass den Zauber deines Festes unter uns sein,<\/p>\n\n\n\n<p>dass wir uns miteinander freuen<\/p>\n\n\n\n<p>und im Vertrauen auf Dich leben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sei Du bei allen,<\/p>\n\n\n\n<p>die heute nicht mit Menschen zusammen sind:<\/p>\n\n\n\n<p>bei den Einsamen<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"0\"><li>die ihre Einsamkeit besonders bedr\u00fcckend erleben; bei den Gefangenen<\/li><li>dass sie Zuversicht und Hoffnung gewinnen auf einen neuen Anfang; bei den Kranken<\/li><li>dass sie wissen: Du bist bei ihnen. Sei Du bei allen, die im Streit leben:<\/li><li>dass sie es neu miteinander versuchen;<\/li><li>dass sie Wege finden, miteinander zu leben.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Hilf denen, deren Wege sich trennen, Abschied zu nehmen. Hilf ihnen \u00fcber den Trennungsschmerz hinweg.<\/p>\n\n\n\n<p>Sei Du bei allen, die sich um ihren Arbeitsplatz sorgen oder die so notwendig einen suchen. Schenke ihnen Mut und Zuversicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Schenke allen Vertrauen auf Dich,<\/p>\n\n\n\n<p>dass sie Dich finden und suchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schenke Frieden auf Erden,<\/p>\n\n\n\n<p>im Nahen wie im Fernen,<\/p>\n\n\n\n<p>in unserer Familie, in unserem Land, in unserem Kontinent und in der ganzen Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und was uns pers\u00f6nlich bewegt, tragen wir in der Stille vor Dich<\/p>\n\n\n\n<p>Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.<\/p>\n\n\n\n<p>Dein Reich komme.<\/p>\n\n\n\n<p>Dein Wille geschehe,<\/p>\n\n\n\n<p>wie im Himmel so auf Erden.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser t\u00e4gliches Brot gib uns heute.<\/p>\n\n\n\n<p>Und vergib uns unsere Schuld,<\/p>\n\n\n\n<p>wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.<\/p>\n\n\n\n<p>Und f\u00fchre uns nicht in Versuchung,<\/p>\n\n\n\n<p>sondern erl\u00f6se uns von dem B\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn dein ist das Reich und die Kraft<\/p>\n\n\n\n<p>und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gemeindelied:<\/strong> EG 44, 1-3 O du fr\u00f6hliche<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Segen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Geht in diesen Abend unter dem Segen unseres Gottes:<\/p>\n\n\n\n<p>Gott segne dich und beh\u00fcte dich,<\/p>\n\n\n\n<p>Gott lasse sein Angesicht leuchten \u00fcber dir<\/p>\n\n\n\n<p>und sei dir gn\u00e4dig.<\/p>\n\n\n\n<p>Gott hebe sein Angesicht auf dich und<\/p>\n\n\n\n<p>gebe dir Frieden. Amen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Posaunen<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christvesper, Obereisenhausen 2004 Marion Eimuth Einzug Projektchor mit Kerzen: Sanctus Dominus (Kanon auf Empore) Begr\u00fc\u00dfung: Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. Mit diesen Worten aus dem Johannesevangelium begr\u00fc\u00dfe ich Sie heute abend zur Christvesper. 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