{"id":4247,"date":"1997-09-28T08:44:00","date_gmt":"1997-09-28T06:44:00","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=4247"},"modified":"2021-02-14T08:47:50","modified_gmt":"2021-02-14T06:47:50","slug":"woche-der-auslaendischen-mitbuerger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=4247","title":{"rendered":"Woche der ausl\u00e4ndischen Mitb\u00fcrger"},"content":{"rendered":"\n<p>Kurt-Helmuth Eimuth<\/p>\n\n\n\n<p>28. 9. 1997<\/p>\n\n\n\n<p>Orgelvorspiel<\/p>\n\n\n\n<p>Begr\u00fc\u00dfung<\/p>\n\n\n\n<p>Lied: EG 262, 1;4+6 Sonne der Gerechtigkeit<\/p>\n\n\n\n<p>Votum:<\/p>\n\n\n\n<p>Im Namen Gottes feiern wir diesen Gottesdienst.<\/p>\n\n\n\n<p>Gott ist der Grund unseres Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus Christus l\u00e4dt alle Menschen in das Reich Gottes ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Gottes Geist st\u00e4rkt Liebe und Gerechtigkeit unter uns. Amen.<\/p>\n\n\n\n<p>Psalm: 31, Nr. 716<\/p>\n\n\n\n<p>Lied: EG 593, 1+2+5 Licht das in die Welt<\/p>\n\n\n\n<p>Predigt:<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,<\/p>\n\n\n\n<p>die Woche des ausl\u00e4ndischen Mitb\u00fcrgers ging gerade zu Ende. Aus diesem Anla\u00df habe ich Ihnen ein Kinderbuch mitgebracht. &#8222;Soham &#8211; Eine Geschichte vom Fremdsein&#8220; ist es betitelt. Es handelt vom Fl\u00fcchtlingskind Soham, von seinen Konflikten in der Schule, von sozialer Ausgrenzung aber auch vom Lernen das Fremde zu akzeptieren. Und weil es eine Geschichte ist, geht sie gut aus. Die Kinder lernen, ihre Vorurteile zu durchbrechen. Herr Becker, der Lehrer, sagt am Ende den von uns sogeliebten Satz: &#8222;Und verge\u00dft nicht, es gibt f\u00fcr jeden von uns nur ein einziges Land, in dem er kein Ausl\u00e4nder ist! Das ist f\u00fcr jeden das eigene Land&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir leben hier in dieser Stadt mit vielen Menschen aus ganz unterschiedlichen Nationen, Kulturen und Religionen zusammen. Gerade auch unsere Kinderg\u00e4rten und Horte sind Orte in denen dies deutlich und sichtbar wird. Die multikulturelle Situation hier kann als gegenseitige Bereicherung und Lernchance f\u00fcr alle Beteiligten erlebt werden. Wo anders als in der Kindertagesst\u00e4tte sind Kinder f\u00fcr eine so lange Zeit, so intensiv zusammen und erfahren wie es in anderen L\u00e4ndern aussieht, was dort gegessen wird, welche Lieder gesungen werden, welche Feste gefeiert werden. Diese Arbeit der Erzieherinnen tr\u00e4gt zum friedlichen Zusammenleben bei, zur Verst\u00e4ndigung der Kinder, die hier lernen in Toleranz dem Anderen, der Anderen zu begegnen. Und ich denke, dies wirkt sich auch auf das zu Hause aus, auf die Eltern, die in der Kindertagesst\u00e4tte die M\u00f6glichkeit der Begegnung haben.<\/p>\n\n\n\n<p>In Genesis 12, 1 &#8211; 3 stehen die Verse:<\/p>\n\n\n\n<p>Abraham, ein Mann, der seine Sachen packt und sich auf eine unbekannte Reise macht. Allein auf sich gestellt, so begegnet uns Abraham. Doch sein Gott ist mit ihm, er wandert mit.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Der erste Glaubende, der allein gegen alle steht und sich f\u00fcr frei erkl\u00e4rt.&#8220; So schildert Elie Wiesel, ein j\u00fcdischer Schriftsteller, den Mann, bei dem die Religionen des Judentums, des Christentums und des Islams ihren Anfang nahmen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Judentum ist Abraham der &#8218;gro\u00dfe Mann&#8216;, in den Gebeten Israels wird er zu einem Sinnbild der Gnade, des Mitleidens und der Liebe. Das Neue Testament der Christen nennt ihn den &#8218;Vater vieler V\u00f6lker&#8216;, und im Koran, dem heiligen Buch der Moslems, gibt Gott Abraham die Verhei\u00dfung: &#8218;Ich will dich zu einem Vorbild f\u00fcr die Menschen machen&#8216;.<\/p>\n\n\n\n<p>Abraham hat einen Ruf geh\u00f6rt und diesem Ruf ist er gefolgt. Abraham hat auch uns heute noch Wesentliches zu sagen: Es kommt nicht darauf an, durch das Besondere, das Auff\u00e4llige, aus der Masse herauszuragen. Es kommt darauf an seinem Leben ein Ziel, einen Inhalt zu geben. Gott hat jede und jeden bei seinem Namen gerufen, das ist die eigentliche W\u00fcrde des Menschen, eines jeden Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unabh\u00e4ngig von der Religion hat Gott alle Menschen bei ihren Namen gerufen. Die Gnade Gottes ist ebenso unteilbar wie die Menschenw\u00fcrde. Auch deshalb k\u00f6nnen und m\u00fcssen Christinnen und Christen Toleranz \u00fcben.<\/p>\n\n\n\n<p>Amen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied: 594, Der Himmel geht \u00fcber allen auf (3 x)<\/p>\n\n\n\n<p>Mitteilungen: Geburtstage<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcrbitten:<\/p>\n\n\n\n<p>Gott, du liebst uns wie ein Vater,<\/p>\n\n\n\n<p>du k\u00fcmmerst dich um uns wie eine Mutter.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb bringen wir unsere Bitten und W\u00fcnsche vor dich:<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben in diesem Gottesdienst unsere Klage ebenso vor Dich gebracht wie unsere Bitten und Hoffnungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gott, lehre uns, genauer hinzusehen,<\/p>\n\n\n\n<p>die Angst der Menschen, die bei uns eine Heimat suchen &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p>und Feindschaft erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>La\u00df uns dein Mund sein, der sagt,<\/p>\n\n\n\n<p>was keiner h\u00f6ren will.<\/p>\n\n\n\n<p>Und deine F\u00fc\u00dfe la\u00df uns sein, o Gott,<\/p>\n\n\n\n<p>die hingehen zu unseren ausl\u00e4ndischen Nachbarn.<\/p>\n\n\n\n<p>Und deine Hand, die nicht Ber\u00fchrung<\/p>\n\n\n\n<p>mit dem Fremden scheut.<\/p>\n\n\n\n<p>Rufe du uns immer wieder bei unserem Namen,<\/p>\n\n\n\n<p>damit wir uns umwenden<\/p>\n\n\n\n<p>und deinem Weg des Lebens folgen,<\/p>\n\n\n\n<p>dem Weg der Gerechtigkeit und der Liebe<\/p>\n\n\n\n<p>f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner, Schwestern und Br\u00fcder<\/p>\n\n\n\n<p>bei uns und in aller Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und in der Stille bringen wir vor dich was uns noch bewegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsam beten wir:<\/p>\n\n\n\n<p>Vater unser im Himmel,<\/p>\n\n\n\n<p>geheiligt werde dein Name.<\/p>\n\n\n\n<p>Dein Reich komme.<\/p>\n\n\n\n<p>Dein Wille geschehe,<\/p>\n\n\n\n<p>wie im Himmel so auf Erden.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser t\u00e4gliches Brot gib uns heute.<\/p>\n\n\n\n<p>Und vergib uns unsere Schuld,<\/p>\n\n\n\n<p>wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.<\/p>\n\n\n\n<p>Und f\u00fchre uns nicht in Versuchung,<\/p>\n\n\n\n<p>sondern erl\u00f6se uns von dem B\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn dein ist das Reich<\/p>\n\n\n\n<p>und die Kraft<\/p>\n\n\n\n<p>und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.<\/p>\n\n\n\n<p>Segen:<\/p>\n\n\n\n<p>Geht in diesen Tag, in diese Woche mit dem Frieden unseres Gottes:<\/p>\n\n\n\n<p>Der Herr segne dich und beh\u00fcte dich,<\/p>\n\n\n\n<p>der Herr lasse sein Angesicht leuchten \u00fcber dir und sei dir gn\u00e4dig,<\/p>\n\n\n\n<p>Der Herr hebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. Amen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied: 171, Bewahre uns Gott<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurt-Helmuth Eimuth 28. 9. 1997 Orgelvorspiel Begr\u00fc\u00dfung Lied: EG 262, 1;4+6 Sonne der Gerechtigkeit Votum: Im Namen Gottes feiern wir diesen Gottesdienst. Gott ist der Grund unseres Lebens. Jesus Christus l\u00e4dt alle Menschen in das Reich Gottes ein. 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