{"id":4168,"date":"2009-05-18T09:37:00","date_gmt":"2009-05-18T07:37:00","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=4168"},"modified":"2021-02-13T09:42:38","modified_gmt":"2021-02-13T07:42:38","slug":"mensch-wo-bist-du","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=4168","title":{"rendered":"Mensch wo bist du?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Andacht, Kirchentagsmotto:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mensch wo bist du?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>18. 5. 200<\/strong>9<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Orgel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lied: EG 455 (Solo)<\/p>\n\n\n\n<p>Votum:<\/p>\n\n\n\n<p>Im Namen Gottes kommen wir zusammen<\/p>\n\n\n\n<p>Gottes Hauch weckt uns zum Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus Christus hat unserem Leben die Richtung gegeben. In Gottes Geist w\u00e4chst unser Mut, als Gottes Ebenbilder zu leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Amen.<\/p>\n\n\n\n<p>Psalm: 8 Nr. 705<\/p>\n\n\n\n<p>Lied: Ich habe dich geschaffen<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ansprache:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir h\u00f6rten eben ein Lied zum Motto des 32. Deutschen Evangelischen Kirchentages, der am Mittwoch in Bremen er\u00f6ffnet wird. Mensch, wo bist Du? Der Kirchentag ist ein Fest des Glaubens und zugleich eine Plattform f\u00fcr kritische Debatten zu brennenden Themen unserer Zeit. Gottesdienste und Diskussionen, Nachdenken, Singen und Beten geh\u00f6ren hier zusammen. 2500 Veranstaltungen sind geplant. Unter dem Motto Mensch, wo bist Du? werden sich im Norden unserer Republik 300.000 Christinnen und Christen treffen, um zu diskutieren, nachzudenken und zu feiern. Das Lied \u201eIch habe dich geschaffen\u201c hat Eugen Eckert getextet und es hat Eingang in das Kirchentagsliederheft gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Lied nimmt das Motto des Kirchentages auf. Mensch, wo bist Du?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>So fragt Gott Adam und Eva, als diese sich vor ihm verstecken. Im Paradies. Nachdem sie die verbotene Frucht gekostet haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Urgeschichte der Bibel stellt die Grundfragen des menschlichen Seins: Woher kommt der Mensch? Was ist seine Bestimmung? Wo ist der Platz des Menschen in der Sch\u00f6pfung? Woher kommt die Freiheit? Warum gibt es das B\u00f6se?<br><br>In den Sch\u00f6pfungsberichten der Bibel ist der Mensch geschaffen nach dem Bild Gottes. Der Mensch ist gott\u00e4hnlich. Menschen verf\u00fcgen \u00fcber geistige F\u00e4higkeiten. Sie wirken mit an Gottes Sch\u00f6pfung, geben den Tieren Namen, sollen das Leben pflegen und bewahren.<br><br>Wenig niedriger als Gott. So sieht die Bibel den Menschen. Aber kann der Mensch der Versuchung widerstehen, Gott gleich zu werden? Gegen Gottes Verbot essen Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis. Sie erkennen ihre Sterblichkeit und es beginnt die Geschichte der Freiheit. Menschen sind in der Lage, sich frei zu entscheiden, f\u00fcr oder gegen Gott, f\u00fcr oder gegen das Gute. Freiheit und Verantwortung geh\u00f6ren zusammen.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch habe dich geschaffen nach meinem Bild und Plan ich gab dir einen Garten und gut fing alles an. Dann wolltest du entscheiden, was gut und b\u00f6se ist.\u201c textet Eugen Eckart. Der Mensch wollte seine Freiheit, wollte scheinbar mehr, als das, was er, so die Erz\u00e4hlung, im Paradies hatte. Im Lied hei\u00dft es in der 2. Strophe: Du lie\u00df&#8217;t dich verf\u00fchren von Machtanspruch und List.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die vorgebliche Macht, die Menschen haben m\u00f6chten, ist sicher auch heute ein ma\u00dfgeblicher Grund f\u00fcr unethisches Handeln. Die einen wollen einfach nur bestimmen wo es lang geht, die anderen wollen ihre Macht nutzen, um einen wirtschaftlichen Vorteil zu erzielen. Und die, die ihre List einsetzen nennt man dann besonders clever.<\/p>\n\n\n\n<p>In der dritten Strophe erinnert der Texter an die Sch\u00f6nheit und Vollkommenheit der Sch\u00f6pfung Gottes. \u201eIch habe dich geschaffen und deinen Lebensraum, von meinem Atem sch\u00f6pfen die Tiere, Strauch und Baum. Ich freue mich an Vielfalt, was du seit jeher vergisst.\u201c Die Sch\u00f6nheit und Vielfalt g\u00f6ttlicher Sch\u00f6pfung gilt es zu bewahren. Eine Welt, die dieses beherzigt muss anders aussehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch trotz aller Schuld, die wir Menschen im Umgang mit Gottes Sch\u00f6pfung auf uns laden, bleibt der Trost, dass Gott bei uns ist und bleibt. Es ist Gott nicht egal, wohin die Erde brandet, hei\u00dft es in dem Lied. \u201eMissachte nicht die Zeichen kehr um. Noch bleibt dir Frist! Mahnt uns der Liedtext und und mahnt im Refrain, dass es Gott ist, der fragt: Mensch wo bist du?<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kirchentagsmotto fordert uns auf. Gehen wir hin: sagen wir: Hier bin ich. Daf\u00fcr machen wir Kirche, daf\u00fcr arbeiten wir. Sagen wir: es ist uns egal, was die anderen denken: wir fangen an. Wir fangen an mit dem anderen, dem guten Leben: f\u00fcr uns, f\u00fcr die, die am Rande der Gesellschaft stehen, f\u00fcr die, die an Ungerechtigkeit leiden, f\u00fcr die, die am anderen Ende der Welt leben, f\u00fcr die, die nach uns kommen. Gehen wir los!<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gute ist: wir sind selbst verantwortlich \u2013 aber wir sind nicht allein und das wissen wir. Wir sind unvollkommen, wir wissen darum und m\u00f6chten diese Bl\u00f6\u00dfe allzu gern mit einem Schurz aus Feigenbl\u00e4ttern verdecken. Aber auch Klage, Anklage und Schw\u00e4che geh\u00f6ren dazu. Es ist auch einmal die R\u00fcckfrage erlaubt: Gott, wo bist du denn? ER ist bei uns und der, an den wir glauben, wartet. ER geht den Weg mit uns. Und wenn er zu schwer, zu steinig, zu glitschig wird, dann wissen wir: tr\u00e4gt ER uns auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum ersten Mal ist die Losung eines Kirchentags eine Frage. Und das ausgerechnet in einer Zeit, wo wir schon sowieso mehr Fragen haben als Antworten. &nbsp;Mensch, wo bist du? Es ist aber eben auch eine Bitte, ein Ruf; Mensch, sei da! Du kannst das. Fang an. Jetzt gleich.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir h\u00f6ren nochmals das Lied Ich habe dich geschaffen, gesungen von Julia Rother, begleitet von Frank Hoffmann.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied: Ich habe dich geschaffen<\/p>\n\n\n\n<p>Mitteilungen:<\/p>\n\n\n\n<p>Gebet:<\/p>\n\n\n\n<p>Gott, schenke uns gesundes, beh\u00fctetes Leben gib gute Zeit und Tage mit klaren Zielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bitten dich darum f\u00fcr uns und alle, die du uns zu unseren N\u00e4chsten gemacht hast.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bitten dich um Augen,<\/p>\n\n\n\n<p>die hellsichtig sind f\u00fcr Zeichen der Not,<\/p>\n\n\n\n<p>f\u00fcr Winke zum Helfen;<\/p>\n\n\n\n<p>um offene Ohren,<\/p>\n\n\n\n<p>die uns auch die halblauten Bitten anderer h\u00f6ren lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bitten dich um Fingerspitzengef\u00fchl<\/p>\n\n\n\n<p>im Umgang mit schwierigen Menschen;<\/p>\n\n\n\n<p>um ein gutes Ged\u00e4chtnis f\u00fcr die Sorgen,<\/p>\n\n\n\n<p>die jemand uns anvertraut hat,<\/p>\n\n\n\n<p>und f\u00fcr die Dinge, die wir zu tun versprochen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bitten dich um gute Nerven,<\/p>\n\n\n\n<p>damit wir uns nicht an Kleinigkeiten gegenseitig zerreiben,<\/p>\n\n\n\n<p>denn du willst keine ver\u00e4rgerten Leute.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bitten dich um ein fr\u00f6hliches Gesicht<\/p>\n\n\n\n<p>und um ein L\u00e4cheln, das aus dem Herzen kommt, denn andere sollen sich an uns freuen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Du bist uns zugetan, wie eine Freundin, wie ein Freund;<\/p>\n\n\n\n<p>Lass uns freundlich zu den Menschen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Lass uns in allem so gesinnt sein, wie Jesus Christus gesinnt war.<\/p>\n\n\n\n<p>Und gemeinsam beten wir<\/p>\n\n\n\n<p>mit den Worten die Christus uns gelehrt hat:<\/p>\n\n\n\n<p>Vater unser im Himmel,<\/p>\n\n\n\n<p>geheiligt werde dein Name.<\/p>\n\n\n\n<p>Dein Reich komme.<\/p>\n\n\n\n<p>Dein Wille geschehe,<\/p>\n\n\n\n<p>wie im Himmel so auf Erden.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser t\u00e4gliches Brot gib uns heute.<\/p>\n\n\n\n<p>Und vergib uns unsere Schuld,<\/p>\n\n\n\n<p>wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.<\/p>\n\n\n\n<p>Und f\u00fchre uns nicht in Versuchung,<\/p>\n\n\n\n<p>sondern erl\u00f6se uns von dem B\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn dein ist das Reich und die Kraft<\/p>\n\n\n\n<p>und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Segen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Geht in diesen Tag, in diese Woche mit dem Frieden<\/p>\n\n\n\n<p>unseres Gottes:<\/p>\n\n\n\n<p>Der Herr segne dich und beh\u00fcte dich,<\/p>\n\n\n\n<p>Der Herr lasse sein Angesicht leuchten \u00fcber dir<\/p>\n\n\n\n<p>und sei dir gn\u00e4dig.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Herr hebe sein Angesicht auf dich und<\/p>\n\n\n\n<p>gebe dir Frieden. Amen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied: EG 171<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andacht, Kirchentagsmotto: Mensch wo bist du? 18. 5. 2009 Orgel Lied: EG 455 (Solo) Votum: Im Namen Gottes kommen wir zusammen Gottes Hauch weckt uns zum Leben. Jesus Christus hat unserem Leben die Richtung gegeben. 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