{"id":3711,"date":"2016-05-31T07:26:00","date_gmt":"2016-05-31T05:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=3711"},"modified":"2021-02-12T18:45:00","modified_gmt":"2021-02-12T16:45:00","slug":"kirchliches-fundraising-erreicht-nur-die-aeltere-generation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=3711","title":{"rendered":"Kirchliches Fundraising erreicht nur die \u00e4ltere Generation"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"article-headline\">9<strong>0 Prozent der Menschen, die&nbsp;f\u00fcr kirchliche Anliegen und Einrichtungen Geld spenden, sind \u00e4lter als 60 Jahre, sagt Spendenexperte Kai Fischer. Und r\u00e4t, sich schnellstens&nbsp;neue Strategien zu \u00fcberlegen.&nbsp;<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" srcset=\"http:\/\/www.evangelischesfrankfurtarchiv.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/klein001-200x191.jpg 200w, http:\/\/www.evangelischesfrankfurtarchiv.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/klein001-480x457.jpg 480w, http:\/\/www.evangelischesfrankfurtarchiv.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/klein001-768x732.jpg 768w, http:\/\/www.evangelischesfrankfurtarchiv.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/klein001-1024x976.jpg 1024w, http:\/\/www.evangelischesfrankfurtarchiv.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/klein001.jpg 1297w\" src=\"http:\/\/evangelischesfrankfurtarchiv.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/klein001-200x191.jpg\" alt=\"Spendenexperte kai Fischer von der Mission-Based Consulting Hamburg mahnte neue Kommunikationswege an. Foto: Kurt-Helmuth Eimuth\" width=\"200\" height=\"191\"><\/h2>\n\n\n\n<p>Spendenexperte Kai Fischer von der Mission-Based Consulting Hamburg mahnte neue Kommunikationswege an. Foto: Kurt-Helmuth Eimuth<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zahl der Spenderinnen und Spender nimmt seit gut einem Jahrzehnt kontinuierlich ab, auch wenn das Spendenaufkommen leicht steigt. Pro Kopf wird im Schnitt eben mehr gespendet. Hinzu kommt, dass 90 Prozent der Spendenden \u00fcber 60 Jahre alt sind. F\u00fcr den Spendenexperten Kai Fischer, Hamburg, ist dies kein Wunder. Trotz der Professionalisierung des Fundraising in den letzten 20 Jahren werbe man haupts\u00e4chlich mit Briefen Spenden ein. Die Lebenswelt der mittleren Generation sei andere. Fischer forderte vor dem Fundraising-Forum in Frankfurt: \u201eWir brauchen andere Formen der Kommunikation\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Fischer war einer der Referenten beim 14. Fundraising-Forum, veranstaltet von der Hessen-Diakonie und den beiden hessischen Landeskirchen. \u00dcber 150 Interessierte aus Kirche und Diakonie waren in die R\u00e4ume der Frnakfurter DZ-Bank gekommen, um sich \u00fcber Formen und Motive des Spendens zu informieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wissenschaftliche Untersuchungen best\u00e4tigen, dass Spenden gl\u00fccklich macht. Auch spenden gl\u00fcckliche Menschen h\u00e4ufiger. Allerdings wollen die Menschen angesprochen werden. Nach Aussage von Greenpeace kommen 90 Prozent der Spenden aufgrund einer Bitte. Eines der Motive ist die Solidarit\u00e4t. \u201eSolidarit\u00e4t ist eine starke soziale Norm\u201c, so Fischer. Das Motiv der Solidarit\u00e4t findet sich in allen Weltreligionen, im christlichen Kulturkreis wird es \u201eN\u00e4chstenliebe\u201c oder \u201eBarmherzigkeit\u201c genannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Besondere Ereignisse wie Naturkatastrophen emotionalisieren. So sei es kein Wunder, dass nach Naturkatastrophen mit Fernsehbildern die Spendenaufkommen besonders hoch seien. Allerdings werde mehr gespendet, wenn das Geschehen dem eigenen Kulturkreis n\u00e4her sei. So habe man in Amerika nach dem Wirbelsturm Katrina deutlich mehr gespendet als etwa zum Kampf gegen Malaria.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht immer steht das konkret zu unterst\u00fctzende Projekt im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Spenders. Oftmals wolle man einfach eine Organisation unterst\u00fctzen, \u201edie die Welt besser machen will\u201c. Man wolle mit dem Griff in die Geldb\u00f6rse \u201edie Mission der Organisation\u201c unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im kirchlichen Bereich machte Fischer auch als Motiv den Tausch von irdischen gegen himmlische G\u00fcter aus. Allerdings stie\u00df seine Analyse zumindest bei der Konkretion, man wolle sich damit einen Platz im Paradies sichern, auf evangelischen Widerspruch. Schlie\u00dflich hatte Luther solches Ansinnen schon vor 500 Jahren angeprangert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorgang des Spendens k\u00f6nne auch ein soziales Ereignis sein. Fischer nannte als Beispiel die Ice Bucket Challenge. Vor zwei Jahren sch\u00fcttete sich pl\u00f6tzlich alle Welt einen Eimer Eiswasser \u00fcber den Kopf und fimte dieses ereignis. F\u00fcr die Eingeladenen war es eine Ehre mitzumachen und zu spenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine besondere Form ist die Anlass-Spende. Ein Jubilar fordert dazu auf, anstelle von Geschenken einen guten Zweck zu unterst\u00fctzen. Hier besteht keine Beziehung zwischen der Organisation und den Spendenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich geht es beim Spenden um \u00f6ffentliche Reputation. Bei Unternehmen ebenso wie bei Privatleuten. Fischer: \u201eStiftungen sind eine M\u00f6glichkeit seinen Reichtum zu zeigen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Spendenexterte mahnte eindringlich: Bei jungen Menschen muss man mit Aktionen Geld sammeln. \u201eSo wie wir Fundraising betreiben, erreichen wir die Generation 70 plus\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Beitrag von <strong><a href=\"http:\/\/www.evangelischesfrankfurtarchiv.de\/people\/kurt-helmuth-eimuth\/\">Kurt-Helmuth Eimuth<\/a><\/strong>, ver\u00f6ffentlicht am 31. Mai 2016 in der Rubrik <a href=\"http:\/\/www.evangelischesfrankfurtarchiv.de\/category\/ethik\/\">Ethik<\/a>, erschienen in der Ausgabe <a href=\"http:\/\/www.evangelischesfrankfurtarchiv.de\/issue\/web\/\">Web<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>90 Prozent der Menschen, die&nbsp;f\u00fcr kirchliche Anliegen und Einrichtungen Geld spenden, sind \u00e4lter als 60 Jahre, sagt Spendenexperte Kai Fischer. 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