{"id":3343,"date":"2018-03-20T23:16:46","date_gmt":"2018-03-20T21:16:46","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=3343"},"modified":"2020-12-12T01:04:06","modified_gmt":"2020-12-11T23:04:06","slug":"frankfurt-wird-immer-voller-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=3343","title":{"rendered":"Frankfurt wird immer voller"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frankfurt w\u00e4chst und w\u00e4chst, und alle finden es super. Schon 2030 sollen hier 800.000 Menschen wohnen. Und doch ist es h\u00f6chste Zeit, auch nach den Grenzen des Wachstums zu f<\/strong>ragen.<\/p>\n<div id=\"attachment_3342\" style=\"width: 806px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/eimuth.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/eimuth.width-1200.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3342\" src=\"https:\/\/eimuth.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/eimuth.width-1200.jpg\" alt=\"\" class=\"size-full wp-image-3342\" width=\"796\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/eimuth.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/eimuth.width-1200.jpg 796w, https:\/\/eimuth.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/eimuth.width-1200-300x181.jpg 300w, https:\/\/eimuth.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/eimuth.width-1200-768x463.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 796px) 100vw, 796px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3342\" class=\"wp-caption-text\">Kurt-Helmuth Eimuth ist Redakteur von Evangelisches Frankfurt. | Foto: Tamara Jung<\/p><\/div>\n<p>Man muss nicht samstags auf die Zeil gehen, um es zu sp\u00fcren: Die Stadt ist voller geworden. \u00dcberall wird es eng, ob in Caf\u00e9s oder auf dem Markt, auf der Stra\u00dfe oder im S-Bahn-Tunnel. Neue Stadtteile sollen entstehen, viele Baul\u00fccken sind bereits geschlossen, die Verdichtung schreitet voran.<\/p>\n<p>Frankfurt ist attraktiv. Bis zum Jahr 2030, so die Prognose, sollen hier 800 000 Menschen wohnen. Aber schon jetzt stapeln sich auf den Schulh\u00f6fen die Klassenzimmer-Container und wird die Suche nach Standorten f\u00fcr neue Kitas und Horte immer schwieriger. Der \u00f6ffentliche Nahverkehr, der eigentlich die St\u00e4dte vom Feinstaub der Autos befreien soll, ist \u00fcberlastet. Zus\u00e4tzliche U-Bahn-Wagen, neue Tramlinien und Gelenkbusse sind geplant. Aber so viel Wachstum ist nicht zum Nulltarif zu bekommen.<\/p>\n<p>Der K\u00e4mmerer hat f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre tiefrote Zahlen prognostiziert. Trotzdem scheinen sich alle Fraktionen im R\u00f6mer \u00fcber das Wachstum zu freuen: Frankfurt, eine der Metropolregionen Deutschlands, wenn nicht der Welt!<\/p>\n<p>Kaum jemand fragt aber, ob es auch Grenzen des Wachstums gibt. Wie die gesch\u00e4tzt 5000 Bankangestellten aus London die Gentrifizierung im Westend, in Sachsenhausen und im Nordend beschleunigen werden. Was diese Entwicklung f\u00fcr die soziale Durchmischung Frankfurts bedeutet, auf die man einst so stolz war.<\/p>\n<p>Eine Vision davon, wie Frankfurt in zehn oder zwanzig Jahren aussehen soll, hat im Oberb\u00fcrgermeister-Wahlkampf gefehlt. Dabei zeichnen sich die Konturen l\u00e4ngst ab: Es wird mehr Hochh\u00e4user, mehr Neubaugebiete, mehr Verdr\u00e4ngung der nicht so reichen Bev\u00f6lkerung geben. Wer das nicht will, muss eine st\u00e4dtebauliche Ausrichtung hin zu einer Stadt f\u00fcr alle vornehmen. Es braucht Parks und Wiesen, Schulen mit Platz und Sonne, einen \u00f6ffentlichen Nahverkehr, den man gerne nutzt. Und vor allem braucht es bezahlbaren Wohnraum auch in attraktiven Lagen.<\/p>\n<p>Kann sein, dass man daf\u00fcr auf die eine oder andere Arbeitsplatzansiedlung am Main verzichten muss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt w\u00e4chst und w\u00e4chst, und alle finden es super. Schon 2030 sollen hier 800.000 Menschen wohnen. Und doch ist es h\u00f6chste Zeit, auch nach den Grenzen des Wachstums zu fragen. 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