{"id":293,"date":"2010-06-01T23:23:43","date_gmt":"2010-06-01T23:23:43","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=293"},"modified":"2010-06-01T23:23:43","modified_gmt":"2010-06-01T23:23:43","slug":"die-grose-sehnsucht-nach-der-stille","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=293","title":{"rendered":"Die gro\u00dfe Sehnsucht nach der Stille"},"content":{"rendered":"<h6>Evangelisches Frankfurt Juni 2010<br \/>\n<a href=\"http:\/\/evangelischesfrankfurt.de\/audio\/seite11_sehnsucht.mp3\">Meditation<\/a><\/h6>\n<h2>Meditation und Kontemplation sind l\u00e4ngst in christlichen  Kirchen angekommen<\/h2>\n<p>Der \u201e\u00d6kumenische Arbeitskreis Meditation\u201c hat sich aufgel\u00f6st. Er wurde in den  1980er Jahren als Alternative zu esoterischen Angeboten von den  Weltanschaungsbeauftragten Lutz Lemh\u00f6fer und <strong>Kurt-Helmuth Eimuth<\/strong> initiiert. Sein  Ziel war, niedrigschwellig auf christliche Traditionen der Kontemplation  aufmerksam zu machen. Der Kreis habe 18 lange Jahre intensive Lobbyarbeit  geleistet und das Thema ins Bewusstsein ger\u00fcckt, erkl\u00e4rte der katholische  Pastoralreferent Franz-Karl Klug im evangelischen Zentrum Verk\u00fcndigung, wo man  sich zuletzt regelm\u00e4\u00dfig traf. Der Erfolg habe den Arbeitskreis nun \u00fcberfl\u00fcssig  gemacht. Mittlerweile finde man Angebote zu christlicher Spiritualit\u00e4t in vielen  Kirchengemeinden Frankfurts, im katholischen Zent\u00adrum Heilig Kreuz und eben im  Zentrum Verk\u00fcndigung. \u201eWir sind also zuversichtlich, dass unsere Arbeit  fortgesetzt wird und weiter Fr\u00fcchte bringt\u201c, versicherte Klug.<\/p>\n<p>Bei der letzten Veranstaltung des Arbeitskreises machte Pfarrer Sven Joachim  Haack noch einmal auf das christliche Schatzk\u00e4stchen mit den Perlen  Kontemplation und Mystik aufmerksam. Der in der Psychiatrie und  Suchtrehabilitation t\u00e4tige Klinikseelsorger sch\u00e4tzt die \u201eheilsame Kraft\u201c dieser  Erfahrungswege. Die Lebenskultur aus der Stille wirke einem verbreiteten  Ph\u00e4nomen entgegen: der Entfremdung vom eigenen Leben. Wie Haack beobachtet, sind  \u201eviele Seelen verhungert\u201c, die \u201e\u00e4u\u00dferen Formen der Religion so verholzt, dass  niemand mehr andocken kann\u201c.<\/p>\n<p>Bei seinem Vortrag in Frankfurt gew\u00e4hrte der Sch\u00fcler des Benediktinerm\u00f6nchs  und Zen-Meisters Willigis J\u00e4ger Einblick in die Praxis. Sich in die Stille zu  versenken sei zwar eine schlichte, aber ganz und gar nicht einfache \u00dcbung. Um  durchl\u00e4ssig f\u00fcr die Erfahrung der Verbundenheit zu werden und den Mist seines  Lebens in Kompost zu verwandeln, brauche es Ausdauer und Geduld. In diesem  Zusammenhang warnte Haack, der seit mehr als einem Jahrzehnt an der W\u00fcrzburger  Schule der Kontemplation unterrichtet, namentlich die Protestanten davor, Krieg  gegen sich zu f\u00fchren. Kontemplation lasse sich nicht erzwingen, sie verlange  vielmehr Herzensw\u00e4rme und Freundlichkeit sich selbst gegen\u00fcber. Es sei ein Weg,  der Zeit ben\u00f6tige und nie ende. Im Sinne des Benedikt von Nursia, der dazu  anhielt, mit allen Dingen so umzugehen als seien sie heiliges Altarger\u00e4t, solle  Kontemplation in eine ver\u00e4nderte Haltung im Alltag m\u00fcnden. Angesichts der  globalen Katastrophen misst Haack diesem Aspekt wachsenden Stellenwert bei. \u00dcber  den \u00f6kologischen Umweg h\u00e4tten viele Menschen ihre Sehnsucht nach Stille  entdeckt. Haack glaubt, dass sich diese Entwicklung verst\u00e4rken wird, und h\u00e4lt  eine Aussage des katholischen Theologen Karl Rahner f\u00fcr prophetisch: \u201eDer Christ  der Zukunft wird Mystiker sein\u2026 oder er wird nicht mehr sein\u201c.<\/p>\n<p>Doris Stickler<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Evangelisches Frankfurt Juni 2010 Meditation Meditation und Kontemplation sind l\u00e4ngst in christlichen Kirchen angekommen Der \u201e\u00d6kumenische Arbeitskreis Meditation\u201c hat sich aufgel\u00f6st. Er wurde in den 1980er Jahren als Alternative zu esoterischen Angeboten von den Weltanschaungsbeauftragten Lutz Lemh\u00f6fer und Kurt-Helmuth Eimuth initiiert. 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