{"id":1957,"date":"2012-02-14T03:22:51","date_gmt":"2012-02-14T01:22:51","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=1957"},"modified":"2020-12-30T16:56:58","modified_gmt":"2020-12-30T14:56:58","slug":"gott-und-engel-fast-gleichauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=1957","title":{"rendered":"Gott und Engel fast gleichauf"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kontroverse Stimmen zur Studie \u201eWas glauben die Hessen?\u201c<\/strong><br \/>\nEvangelisches Franfurt, Februar 2012<\/p>\n<p>Zur tausendsten Sendung des Fernsehmagazins \u201eHorizonte\u201c spendierte der Hessische Rundfunk eine religionssoziologische Studie zum Thema \u201eWas glauben die Hessen?\u201c Die Ergebnisse werden kontrovers diskutiert. W\u00e4hrend die Kirchen gelassen feststellen, dass die Studie keine neuen Erkenntnisse bringe, sprechen andere vom Br\u00f6ckeln des religi\u00f6sen Sockels und beschw\u00f6ren den Niedergang der Kirchen oder zumindest des Glaubens.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall ist Hessen noch immer \u00fcberwiegend christlich gepr\u00e4gt: Von den sechs Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern des Bundeslandes geh\u00f6ren 40 Prozent der evangelischen und 25 Prozent der katholischen Kirche an, weitere 3 Prozent sind Mitglieder anderer christlicher Gemeinden. 20 Prozent geh\u00f6ren keiner Religion und 5 Prozent dem Islam an.<\/p>\n<p>Nach wie vor haben die Kirchen auch einen gro\u00dfen Vertrauensbonus. 76 Prozent der Hessen finden es gut, dass es die Kirchen als Institutionen gibt, sei es als \u201ekulturelle Anreger\u201c oder als Arbeitgeber. Allerdings werden die Kirchen weniger als sinnstiftend wahrgenommen: 80 Prozent der Befragten glauben, dass das Leben \u201enur dann einen Sinn hat, wenn man ihm selber einen Sinn gibt\u201c. Sie glauben etwa an Wunder (70 Prozent), an Engel (40 Prozent) und teilweise auch daran, dass Menschen Gedanken lesen k\u00f6nnen (37 Prozent). Hingegen glauben nur 49 Prozent der Befragten an einen Gott als Person.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Leiter der Studie, Michael Ebertz, ist der Befund eindeutig. Die Kirchen h\u00e4tten nach wie vor starken R\u00fcckhalt in der Bev\u00f6lkerung, aber in Sachen Religion wolle jeder \u201esein eigener Chef\u201c sein. Diese Tendenz ist aber keineswegs neu, sondern eine Folge des modernen Ideals der Selbstbestimmung. Man w\u00e4chst heute nicht mehr einfach in einem bestimmten Milieu auf, sondern muss begr\u00fcnden k\u00f6nnen, warum man Protestant und nicht Hindu oder Muslim ist. Der Pressesprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Stephan Krebs, wies darauf hin, dass fr\u00fcher die Menschen auch nicht glaubensfester gewesen seien. \u201eVielmehr war die Mitgliedschaft in der Kirche weitgehend vorgeschrieben oder zumindest durch sozialen Druck sicher gestellt.\u201c<\/p>\n<p>Es gibt aber durchaus zu denken, dass auch viele Kirchenmitglieder wichtige christliche Lehrmeinungen nicht teilen, etwa die zentrale Bedeutung von Jesus Christus. Hier muss die Kirche eine Sprache finden, die wenigstens f\u00fcr ihre eigenen Mitglieder verst\u00e4ndlich ist.<\/p>\n<p>Kurt-Helmuth Eimuth<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kontroverse Stimmen zur Studie \u201eWas glauben die Hessen?\u201c Evangelisches Franfurt, Februar 2012 Zur tausendsten Sendung des Fernsehmagazins \u201eHorizonte\u201c spendierte der Hessische Rundfunk eine religionssoziologische Studie zum Thema \u201eWas glauben die Hessen?\u201c Die Ergebnisse werden kontrovers diskutiert. 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