{"id":1824,"date":"2011-08-13T19:50:24","date_gmt":"2011-08-13T19:50:24","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=1824"},"modified":"2011-08-13T19:50:24","modified_gmt":"2011-08-13T19:50:24","slug":"finanzkrise-gefahrdet-die-demokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=1824","title":{"rendered":"Finanzkrise gef\u00e4hrdet die Demokratie"},"content":{"rendered":"<p>Finanzkrise gef\u00e4hrdet die Demokratie<br \/>\n<a href=\"https:\/\/eimuth.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/02-oes-EImuth-200x128.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/eimuth.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/02-oes-EImuth-200x128.jpg\" alt=\"\" title=\"02-oes-EImuth-200x128\" width=\"200\" height=\"128\" class=\"alignleft size-full wp-image-1825\" \/><\/a><br \/>\nFoto: Rolf Oeser<\/p>\n<p>Geahnt haben wir es schon immer. Es gibt gen\u00fcgend Lebensmittel f\u00fcr alle. Nur die Verteilung ist zutiefst ungerecht. Der Film \u201eTaste the waste\u201c h\u00e4lt es uns drastisch vor Augen. Doch wir sorgen uns um Aktienm\u00e4rkte und Staatsverschuldung, retten eben mal mit dreistelligen Milliardenbetr\u00e4gen Banken oder st\u00fctzen die eigene W\u00e4hrung. Die Welt scheint aus den Fugen.<\/p>\n<p>Hier zu Lande bereiten die hohen Staatsschulden den Bundesb\u00fcrgern enormes Kopfzerbrechen. Laut dem \u201eSorgenbarometer\u201c des \u201eStern\u201c rangiert die Furcht, die Verschuldung k\u00f6nnte ins Immense steigen, auf Platz eins. Auf die Frage, was sie im Augenblick am meisten beunruhigt, nannten danach 63 Prozent die Angst davor, dass die Staatsschulden weiter steigen.<\/p>\n<p>Die Furcht ist durchaus berechtigt. Um die Staatsverschuldung einordnen zu k\u00f6nnen, wird sie ins Verh\u00e4ltnis zum Bruttoinlandsprodukt, also zu allen Waren und Dienstleistungen, die in einem Jahr geschaffen und geleistet werden, gesetzt. In der Eurozone soll diese Quote 60 Prozent nicht \u00fcbertreffen. Tats\u00e4chlich liegt Deutschland bei 83, Belgien und Irland bei 96 Italien bei 119 und Griechenland bei 142 Prozent. Getrieben von der Krise steigt die Verschuldung Deutschlands in diesem Jahr deutlich. Eine Schuldenbremse soll die Neuverschuldung deckeln. Ein erster Schritt. Denn ein Staat, der sein Budget nur durch immer mehr Schulden ausgleichen kann, treibt auf den Konkurs zu. Ratingagenturen haben die schlechte Botschaft \u00fcberbracht. Doch es hilft nicht, den \u00dcberbringer der Botschaft zu k\u00f6pfen.<\/p>\n<p>Volkswirtschaftlich wird diese Situation zu einer steigenden Inflation f\u00fchren. Die Flucht der Anleger in Gold und Immobilien sind ein Symptom f\u00fcr die Angst vor der Geldentwertung. Doch Inflation ist die Gei\u00dfel des viel zitierten kleinen Mannes (und der weniger oft zitierten kleinen Frau). Denn ihr Erspartes, zum Beispiel die Lebensversicherung, leidet. Und alle die Transferleistungen erhalten, etwa die Rentner, werden \u00fcberproportional betroffen sein.<\/p>\n<p>Die politischen Folgen eines sparsamen Staates sind unkalkulierbar. Die Unruhen in Griechenland und in Gro\u00dfbritannien zeigen, welche Gefahren f\u00fcr die Demokratie in der Finanzkrise stecken. Aber auch \u00dcberbev\u00f6lkerung und Unterern\u00e4hrung lassen viele den Glauben an ein gerechtes Wirtschaftssystem verlieren. So gesehen ist nicht nur die W\u00e4hrung in Gefahr. Die globalen Turbulenzen gef\u00e4hrden den gesellschaftlichen Konsens.<\/p>\n<p>Kurt-Helmuth Eimuth<br \/>\nEvangelisches Frankfurt August 2011<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Finanzkrise gef\u00e4hrdet die Demokratie Foto: Rolf Oeser Geahnt haben wir es schon immer. Es gibt gen\u00fcgend Lebensmittel f\u00fcr alle. Nur die Verteilung ist zutiefst ungerecht. Der Film \u201eTaste the waste\u201c h\u00e4lt es uns drastisch vor Augen. 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