{"id":1807,"date":"2011-06-24T09:33:38","date_gmt":"2011-06-24T09:33:38","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=1807"},"modified":"2011-06-24T09:33:38","modified_gmt":"2011-06-24T09:33:38","slug":"wir-brauchen-eine-erweiterung-des-horizonts-interview-mit-gebhardt-und-jung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=1807","title":{"rendered":"\u201eWir brauchen eine Erweiterung des Horizonts\u201c Interview mit Gebhardt und Jung"},"content":{"rendered":"<div id=\"eintrag-6096\">\n<h2>Evangelisches Frankfurt Juni 2011<\/h2>\n<div id=\"attachment_6135\"><a href=\"http:\/\/evangelischesfrankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/06-oes-Jung-Gebhardt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Esther Gebhardt und Dr. Volker Jung\" src=\"http:\/\/evangelischesfrankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/06-oes-Jung-Gebhardt-450x326.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"326\" \/><\/a>Esther Gebhardt und Dr. Volker Jung. Foto: Rolf Oeser&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p><strong>In den Gremien der Frankfurter evangelischen Kirche wird  derzeit eine neue parlamentarische Struktur erarbeitet. An die Stelle  von vier Dekanaten und dem Regionalverband soll ein gemeinsames  \u201eStadtdekanat\u201c treten. Ein guter Anlass f\u00fcr einige grunds\u00e4tzliche  \u00dcberlegungen: Was macht Kirche in der Gro\u00dfstadt heute aus? Die Redaktion  von \u201eEvangelisches Frankfurt\u201c lud dazu den hessen-nassauischen  Kirchenpr\u00e4sidenten, Volker Jung, und die Vorstandsvorsitzende des  Evangelischen Regionalverbandes, Esther Gebhardt, zu einem  Redaktionsgespr\u00e4ch ein.<\/strong><\/p>\n<p>Herr Jung, Sie haben k\u00fcrzlich einige Einrichtungen des Evangelischen  Regionalverbandes in Frankfurt besucht. Was war Ihr Eindruck?<\/p>\n<blockquote><p><strong>Jung:<\/strong> Die Situation in Frankfurt ist  nat\u00fcrlich ausgesprochen vielf\u00e4ltig. Mir lag sehr daran, die Sozialarbeit  kennen zu lernen. Zum Beispiel das Engagement in der Ausbildung von  Jugendlichen, die keinen Schulabschluss haben. Es ist ein  Charakteristikum der Kirche hier in Frankfurt, dass so eine Arbeit hier  \u00fcber Jahre hinweg ausgesprochen professionell weiter entwickelt wurde.  Das ist ein richtiges Markenzeichen, eine ganz gro\u00dfe St\u00e4rke.<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine Besonderheit ist sicher auch, dass in Frankfurt 90 oder 95  Prozent derer, die diese Angebote nutzen, gar nicht der evangelischen  Kirche angeh\u00f6ren.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Jung:<\/strong> Wir machen das eben nicht in  erster Linie um unserer selbst willen, sondern wir haben einen Auftrag,  der sich an alle Menschen richtet. Wir wollen helfen, dass das Leben  gelingt.<\/p><\/blockquote>\n<div id=\"attachment_6136\"><a href=\"http:\/\/evangelischesfrankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/07-oes-Gebhardt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Esther Gebhardt\" src=\"http:\/\/evangelischesfrankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/07-oes-Gebhardt-450x329.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"329\" \/><\/a>Pfarrerin  Esther Gebhardt ist die Vorstandsvorsitzende des Evangelischen  Regionalverbandes Frankfurt, in dem sich die Frankfurter Gemeinden und  Dekanate zusammengeschlossen haben. Foto: Rolf Oeser&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p>Viele dieser Einrichtungen sind \u00fcberwiegend aus \u00f6ffentlichen Geldern  finanziert. Bei den Kindertagesst\u00e4tten ist der Kirchensteueranteil  inzwischen von 30 auf 15 Prozent zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Gebhardt:<\/strong> Bei den neuen Krabbelstuben in  Frankfurt liegt er sogar bei null Prozent. Der Kirchensteueranteil am  Haushalt des Evangelischen Regionalverbandes insgesamt liegt zwischen 20  und 30 Prozent.<\/p>\n<p><strong>Jung:<\/strong> Bei den Kindertagesst\u00e4tten steuern wir in  Hessen und Nassau im Moment etwa 35 Millionen Euro im Jahr aus  Kirchensteuern bei. Ein hoher Betrag angesichts der Tatsache, dass  Kinderbetreuung eine kommunale Pflichtaufgabe ist.<\/p>\n<p><strong>Gebhardt:<\/strong> Der Punkt, den ich daran spannend finde,  ist: Wie gelingt es, die eigentliche Botschaft von Kirche zu leben in  Arbeitsfeldern, die mit \u00f6ffentlichen Geldern finanziert werden? Dazu  braucht man vor allem die entsprechenden Mitarbeiterinnen und  Mitarbeiter, und es wird immer schwieriger, sie zu finden. Vor allem,  wenn wir\u00ad erwarten, dass sie schon christlich sozialisiert sind, wenn  sie zu uns kommen. Hier sollten wir uns \u00f6ffnen und \u00fcberlegen, wie wir  sie f\u00f6rdern oder entwickeln k\u00f6nnen. Dann kann man aber auch mit fremdem  Geld eine richtig gute, kirchliche Arbeit machen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Haben Sie ein Beispiel?<\/p>\n<blockquote><p><strong>Gebhardt:<\/strong> Nehmen Sie den  T\u00e4ter-Opfer-Ausgleich, bei dem au\u00dfergerichtliche Einigungen zwischen  Straft\u00e4tern und Opfern gesucht werden. Es ist von der Grundidee her  origin\u00e4r christlich, auf der Grundlage von Bu\u00dfe, Vergebung und Neuanfang  L\u00f6sungen zu finden. Obwohl wir f\u00fcr diese Einrichtung kaum eigenes Geld  in die Hand nehmen.<\/p>\n<p><strong>Jung:<\/strong> Wir sind herausgefordert dar\u00fcber nachzudenken,  wie wir mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern evangelisch arbeiten  k\u00f6nnen, die einer anderen Kirche oder auch gar keiner Kirche angeh\u00f6ren.  \u201eKirche mit anderen\u201c muss dabei nicht bedeuten, evangelische Identit\u00e4t  aufzugeben, sondern es kann bewusst Teil des evangelischen Profils sein.  Diese Herausforderung stellt sich nat\u00fcrlich insbesondere in so einer  Stadt wie Frankfurt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zumal hier auch der atheistische Gegenwind st\u00e4rker weht. Viele Leute  fragen, warum die Kirche \u00fcberhaupt staatliche Gelder bekommt.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Jung:<\/strong> Die bekommt sie, wie andere  \u00fcbrigens auch, weil sie Dienstleistungen f\u00fcr den Staat erbringt. Wir  leisten einen Dienst an der Gesellschaft, weil wir sehen, da gibt es  Menschen, denen diese Arbeit gut tut.<\/p><\/blockquote>\n<p>Reicht das, um die Kritiker zu \u00fcberzeugen?<\/p>\n<blockquote><p><strong>Jung:<\/strong> Ich glaube, die bekenntnism\u00e4\u00dfigen  Atheisten sind gar nicht so sehr viele. Viele, die in der Statistik als  nichtkonfessionell gef\u00fchrt werden, sind zum Beispiel Christinnen und  Christen aus anderen L\u00e4ndern, die nicht der Landeskirche angeh\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>Gebhardt:<\/strong> Hier in Frankfurt treten die Atheisten  nicht stark als politisch formierte Organisation in Erscheinung. Sie  machen mir viel weniger zu schaffen als die freundlich  Desinteressierten, die es leider auch unter unseren Mitgliedern gibt.<\/p>\n<p><strong>Jung:<\/strong> In Studien wurde seit den 70er Jahren  prognostiziert, dass die Kirchenmitgliedschaft immer weiter abbr\u00f6ckeln  wird. Wenn es so gewesen w\u00e4re, dann w\u00e4ren wir als Kirche schon weg. Also  muss die Frage eigentlich eher umgekehrt lauten: Warum ist die  Kirchenmitgliedschaft so stabil, wie sie ist? Ich denke, es gibt vieles,  was nach wie vor an unserer Kirche gesch\u00e4tzt wird, und zwar auch von  denen, die nach unserem Urteil eher zu den weniger Verbundenen z\u00e4hlen.  Und dazu geh\u00f6rt ganz wesentlich, dass die Kirche sozial-diakonisch  engagierte Arbeit leistet.<\/p>\n<p><strong>Gebhardt:<\/strong> Da kommen wir zu einem Punkt, \u00fcber den ich  gerne sprechen w\u00fcrde. Unsere Kirchenstruktur geht von der  traditionellen Form der Parochie, der Ortsgemeinde aus. Daf\u00fcr gibt es  einen Rahmen, Mitgliedschaft, Kirchenvorst\u00e4nde, Wahlgesetze. Und dann  gibt es dieses gro\u00dfe, breite andere Feld der \u00fcbergemeindlichen Arbeit.  Momentan arbeiten wir ja an einer neuen Struktur f\u00fcr Frankfurt, und was  mich dabei sehr besch\u00e4ftigt ist: Woraus speist sich diese Struktur? Wenn  weiterhin das Nadel\u00f6hr f\u00fcr demokratische Beteiligung an Gremien die  \u201eOchsentour\u201c durch die Gemeinde ist, dann f\u00fchrt das meines Erachtens in  eine Verengung. Weil man dieses gro\u00dfe Feld an Engagement in den  F\u00f6rdervereinen, diakonischen Ehrenamtsgruppen, der Hospizarbeit und so  weiter nicht einbindet. Diese Menschen bringen uns ganz viele Gedanken  und Ideen, die wir aus rein gemeindlicher Perspektive so vielleicht gar  nicht sehen.<\/p>\n<p><strong>Jung:<\/strong> Im Moment gehen wir davon aus, dass  diejenigen, die in den Gemeinden die Kirchenvorst\u00e4nde w\u00e4hlen, diese  Felder im Blick haben. Zurzeit \u00fcberarbeiten wir unsere  Kirchengemeindeordnung. Dies ist eine Gelegenheit, auch andere  Gemeindeformen zu erm\u00f6glichen, die es ja zum Teil schon gibt, etwa  Anstalts- und Personalkirchengemeinden. Doch wenn man Beteiligungsformen  zu thematisch und interessenbezogen ausrichtet, besteht die Gefahr  einer Zersplitterung. Das ist eine sehr schwere Systemfrage.<\/p><\/blockquote>\n<div id=\"attachment_6134\"><a href=\"http:\/\/evangelischesfrankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/06-oes-Jung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Volker Jung\" src=\"http:\/\/evangelischesfrankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/06-oes-Jung-450x303.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"303\" \/><\/a>Volker  Jung ist Kirchenpr\u00e4sident der Evangelischen Kirche in Hessen und  Nassau, zu der auch Frankfurt geh\u00f6rt. Das Kirchengebiet reicht von  Oberhessen bis zum Odenwald, vom Westerwald bis in den Rodgau und  umfasst gro\u00dfe Teile Hessens, aber auch Gebiete von Rheinland-Pfalz.  Foto: Rolf Oeser&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p>Aber ist nicht der moderne Mensch eher projektbezogen engagiert? Es  kann doch zum Beispiel sein, dass eine Frau, die in Bad Homburg wohnt,  sich hier in Frankfurt im Hospiz engagiert und dort sehr aktiv ist.  Warum sollen nur diejenigen, die in einer klassischen Gemeinde aktiv  sind, eine demokratische Stimme haben?<\/p>\n<blockquote><p><strong>Jung:<\/strong> In der momentanen Struktur gibt es  daf\u00fcr die Berufungspl\u00e4tze, sowohl in den Kirchenvorst\u00e4nden als auch in  den Synoden. Die Gegenfrage w\u00e4re aber: Wenn die Menschen sich nur  projektbezogen engagieren, brauchen wir nicht zugleich verl\u00e4ssliche  Strukturen?<\/p>\n<p><strong>Gebhardt:<\/strong> Ja, das ist genau die entscheidende Frage.  Viele engagierte Leute wollen sich bewusst nicht in strukturelle  Verbindlichkeiten hineinbegeben, sondern konkret etwas f\u00fcr andere  Menschen tun. Aber trotzdem k\u00f6nnte ich mir vorstellen, dass man zum  Beispiel sagt: Alle Ehrenamtlichen aus dem Bereich der Diakonie k\u00f6nnen  eine Anzahl von Delegierten w\u00e4hlen und in das Kirchenparlament  entsenden.<\/p>\n<p><strong>Jung:<\/strong> Ich will das \u00fcberhaupt nicht ausschlie\u00dfen. Es  kann aber nicht nur ein spontanes Zusammenkommen sein. Es wird immer  viel \u00fcber Milieuverengung in den Gemeinden geredet, also dass sich dort  nur eine bestimmte Gruppe von Menschen trifft. Und das mag hier und da  auch der Fall sein. Aber man darf nicht untersch\u00e4tzen, welche breite  Repr\u00e4sentanz es auch in den Kirchenvorst\u00e4nden gibt. Wo haben Sie sonst  ein Gremium, wo eine Managerin neben einem Rentner sitzt, oder die  18-J\u00e4hrige neben dem 70-J\u00e4hrigen? Da muss man lange suchen.<\/p>\n<p><strong>Gebhardt: <\/strong>Ich erlebe durchaus Kirchenvorst\u00e4nde, wie  Sie sie beschreiben, die wirklich einen weiten Blick haben. Ich erlebe  aber leider auch Kirchenvorst\u00e4nde, in denen kleine, sehr auf sich selbst  bezogene Gruppen mit viel Kraft versuchen, Prozesse aufzuhalten. Einer  der markantesten S\u00e4tze, der mir begegnete, als wir in einer Gemeinde  dar\u00fcber sprachen, dass es doch l\u00e4ngst Zeit sei, mit der Nachbargemeinde  zu kooperieren, war: \u201eAber warum denn jetzt, das kann man doch auch in  zehn Jahren noch machen!\u201c<\/p>\n<p><strong>Jung:<\/strong> Ja, die gibt es, das ist unbestritten. Und ich  w\u00fcnsche mir nat\u00fcrlich, dass wir offener werden und bereit sind,  Strukturen zu ver\u00e4ndern. Sie haben das ja bei der Einweihung des neuen  Kirchenhauses auf dem Riedberg so sch\u00f6n beschrieben: Etwas Neues kann  nur entstehen, wenn wir an anderer Stelle bereit sind, auch Dinge  aufzugeben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Herr Jung, sie haben vorhin auf die Gefahr der Zersplitterung  hingewiesen. Es gibt ja tats\u00e4chlich inhaltliche Konflikte zwischen den  verschiedenen Milieus. Etwa die Haltung zur Homosexualit\u00e4t.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Jung:<\/strong> Die Kirche ist immer auch  Spiegelbild der Gesellschaft, und dass wir darin die unterschiedlichsten  Positionen vertreten haben, geh\u00f6rt dazu. Ein Thema wie Homosexualit\u00e4t  ist wahrscheinlich nie ausdiskutiert. Ich bin aber sehr froh, dass die  evangelische Kirche in dieser Sache eine sehr offene Haltung hat, die  meiner Ansicht nach auch eine Mehrheitsauffassung ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Haltung ist innerhalb des interreligi\u00f6sen Dialogs ja auch ein echtes evangelisches Alleinstellungsmerkmal.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Gebhardt:<\/strong> Und es ist die Frage, die uns  von den anderen Kirchen am meisten trennt. Auch das muss man sehen. Eine  andere innerkirchlich umstrittene Frage ist, wie viel Offenheit im  Dialog mit dem Islam wir brauchen und uns aus evangelischem Verst\u00e4ndnis  leisten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Bei solchen Themen gibt es auch deutliche Unterschiede zwischen Stadt  und Land. Der fr\u00fchere Limburger Bischof Kamphaus hat bei der Einweihung  des katholischen Hauses am Dom gesagt, dass das Wort Gottes immer auch  \u00fcber die St\u00e4dte weiter getragen wurde. Welche Bedeutung hat f\u00fcr die EKHN  eine Stadt wie Frankfurt?<\/p>\n<blockquote><p><strong>Jung:<\/strong> Wenn ich die EKHN vorstelle,  stelle ich sie gern immer genau mit diesen zwei Seiten vor: Sie ist ganz  stark gepr\u00e4gt durch das Rhein-Main-Gebiet, wo sich Entwicklungen viel  schneller zeigen als anderswo, hat auf der anderen Seite aber auch diese  starke l\u00e4ndliche Pr\u00e4gung. Schwierig wird es, wenn das zu einem  Gegensatz wird, der dann in Verteilungsk\u00e4mpfen gegeneinander ausgespielt  wird.<\/p>\n<p><strong>Gebhardt:<\/strong> Ich h\u00e4tte mir in der Vergangenheit  manchmal schon gew\u00fcnscht, dass die EKHN mehr Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr  aufbringt, dass Frankfurt einen eigenen Raum braucht, um Dinge  auszuprobieren. Wir verstehen ja, dass wir sparen m\u00fcssen wie alle  anderen auch, aber wie wir sparen, das w\u00fcrden wir doch gerne vor Ort  nach unseren eigenen Ma\u00dfst\u00e4ben und Bedingungen entscheiden, die sich aus  der besonderen Situation ergeben. Da muss man auch mal etwas  ausprobieren d\u00fcrfen und nicht immer h\u00f6ren, dass endlich alle Frankfurter  Sonderwege beendet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Jung:<\/strong> Ich habe ja schon signalisiert, dass ich das  gerne unterst\u00fctze. Ich w\u00fcnsche mir, dass es gelingt, daf\u00fcr eine gute  Struktur zu finden. Da muss es dann unter Umst\u00e4nden so etwas wie ein  \u201eFrankfurt-Gesetz\u201c geben. Es gibt ja auch in anderen gro\u00dfen St\u00e4dten den  Versuch, die Dinge etwas anders zu regeln. Mein Wunsch ist, dass das von  l\u00e4ndlicher Seite gesehen und mitgetragen wird.<\/p>\n<p>Kurt-Helmuth Eimuth, Antje Schrupp<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Evangelisches Frankfurt Juni 2011 Esther Gebhardt und Dr. Volker Jung. Foto: Rolf Oeser&nbsp; In den Gremien der Frankfurter evangelischen Kirche wird derzeit eine neue parlamentarische Struktur erarbeitet. An die Stelle von vier Dekanaten und dem Regionalverband soll ein gemeinsames \u201eStadtdekanat\u201c treten. 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