{"id":1673,"date":"2010-10-22T10:07:47","date_gmt":"2010-10-22T08:07:47","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=1673"},"modified":"2020-12-30T18:33:24","modified_gmt":"2020-12-30T16:33:24","slug":"das-netzwerk-familie-stutzen-sonst-reist-es","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=1673","title":{"rendered":"Das Netzwerk Familie st\u00fctzen \u2013 sonst rei\u00dft es"},"content":{"rendered":"<div id=\"eintrag-2720\">\n<h5>Evangelisches Frankfurt Oktober 2010<\/h5>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/evangelischesfrankfurt.de\/images\/2010\/10\/seite02_links.jpg\" alt=\"Foto\"><\/div>\n<p>Familie haben alle \u2013 auch wer selbst keine Kinder hat, ist doch  zumindest selber als Kind auf die Welt gekommen. Diese scheinbar  lapidare Feststellung des ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen  Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, hat Folgen. Familienpolitik ist  kein \u201eGed\u00f6ns\u201c, wie Alt-Kanzler Gerhard Schr\u00f6der einst meinte, sondern  betrifft alle. Ob es um die Versorgung der betagten Eltern geht oder um  die Kinderbetreuung: Trotz Altenheim und Kindergarten ist es die  Familie, die zusammenh\u00e4lt und die die besonderen Belastungen stemmt.<\/p>\n<p>Die Familie gibt den allermeisten Menschen Sicherheit und  Geborgenheit. Gerade hat es eine neue Shell-Jugendstudie best\u00e4tigt: Die  Bedeutung der Familie f\u00fcr Jugendliche ist ein weiteres Mal angestiegen.  Mehr als drei Viertel der Jugendlichen (76 Prozent) stellen f\u00fcr sich  fest, dass man eine Familie braucht, um wirklich gl\u00fccklich leben zu  k\u00f6nnen. Das bezieht sich nicht nur auf die Gr\u00fcndung einer eigenen  Familie, sondern auch auf die Herkunftsfamilie.<\/p>\n<p>Die Familie leistet unglaublich viel. Sie ist die erste  Bildungsinstitution, sie unterst\u00fctzt in Not geratene Mitglieder, nicht  nur materiell. Es ist das \u201eNetzwerk Familie\u201c, das seinen Mitgliedern  Halt gibt. Die Gesellschaft ist gefordert, dieses Netzwerk nicht zu  stark zu belasten. Sonst rei\u00dft es.<\/p>\n<p>Deshalb ist der Ausbau der Kinderbetreuung richtig und zentral.  Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen die zwanzig Prozent Kinder gef\u00f6rdert werden, die  in bildungsfernen Milieus aufwachsen. Eine Wissensgesellschaft kann es  sich nicht leisten, jedes f\u00fcnfte Kind auszugrenzen. Und eine  solidarische Gesellschaft sollte alles tun, um der sich abzeichnenden  Klassengesellschaft entgegenzuwirken.<\/p>\n<p>Der von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen vorgeschlagene Weg,  Kindern eher Sachleistungen statt Bares zukommen zu lassen, geht in die  richtige Richtung. Doch mit kleinlichen F\u00f6rderschecks wird man nicht  weiterkommen. Derzeit stimmen die einfachsten Rahmenbedingungen nicht:  Die wenigsten Schulen k\u00f6nnen ein Mittagessen anbieten, weil die K\u00fcche  fehlt. In Frankfurt wird \u2013 dank des Engagements der Stadt \u2013 f\u00fcr gut die  H\u00e4lfte aller Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ein Hortplatz angeboten. Doch von  dem Ziel der Einf\u00fchrung einer fl\u00e4chendeckenden Ganztagsschule ist man in  Hessen weit entfernt. Nur wenn es ein verl\u00e4ssliches  Kinderbetreuungsangebot vom ersten Lebensjahr an gibt, k\u00f6nnen alle  Kinder gef\u00f6rdert werden und ihre M\u00fctter beruhigt berufst\u00e4tig sein \u2013 was  in einer alternden Gesellschaft unumg\u00e4nglich ist.<\/p>\n<p>Kurt-Helmuth Eimuth<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Evangelisches Frankfurt Oktober 2010 Familie haben alle \u2013 auch wer selbst keine Kinder hat, ist doch zumindest selber als Kind auf die Welt gekommen. Diese scheinbar lapidare Feststellung des ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, hat Folgen. 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