{"id":145,"date":"2005-05-01T14:48:23","date_gmt":"2005-05-01T14:48:23","guid":{"rendered":"http:\/\/eimuth.de\/?p=145"},"modified":"2005-05-01T14:48:23","modified_gmt":"2005-05-01T14:48:23","slug":"geschichte-und-geschichtchen-aus-schwanheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eimuth.de\/?p=145","title":{"rendered":"Geschichte und Geschichtchen aus Schwanheim"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_146\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/eimuth.de\/wp-content\/uploads\/Schwanheim.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-146\" class=\"size-thumbnail wp-image-146\" title=\"Schwanheim\" src=\"https:\/\/eimuth.de\/wp-content\/uploads\/Schwanheim-150x150.gif\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-146\" class=\"wp-caption-text\">So einen L\u00f6wen zu restaurieren kostet 3000 Euro: Silke Wedekind-Hirschberger und Burkhard Sulimma werben um Spenden f\u00fcr die Martinuskirche. - (Foto: Eimuth)<\/p><\/div>\n<h6>Evangelisches Frankfurt: Mai\/Juni 2005 \u00b7 29. Jahrgang \u00b7 Nr. 3<\/h6>\n<h3>Geschichte und Geschichtchen aus Schwanheim<\/h3>\n<p>Traditionsbewusst ist man im Westen Frankfurts. Die evangelische Martinusgemeinde im ehemals katholischen Dorf Schwanheim, direkt am Main gelegen, hat ihre Geschichte und ihre Geschichtchen. Es geht die Sage, dass der (katholische) F\u00e4hrmann den evangelischen Pfarrer vom gegen\u00fcberliegenden Griesheim des \u00f6fteren etwas langsamer \u00fcber den Main schipperte, damit dieser sich beim sonnt\u00e4glichen Gottesdienst in Schwanheim versp\u00e4te. Doch l\u00e4ngst sind die Zeiten des konfessionellen Behakelns vorbei. Pfarrer Burkhard Sulimma bleibt v\u00f6llig gelassen, als ihm ein Bauarbeiter in der Kirche erkl\u00e4rt, dass es mit der Konfirmation Mitte Mai ja wohl nichts w\u00fcrde. Der Termin sei nicht zu halten. \u201eDann gehen wir halt in die katholische Kirche.\u201c \u00d6kumene ist heute selbstverst\u00e4ndlich.<br \/>\nGenauso selbstverst\u00e4ndlich ist der kreative Umgang mit Ver\u00e4nderungsprozessen. Vor bald einhundert Jahren baute man die Martinuskirche. In die alte Kapelle zog der Kindergarten ein. Schon 1907 er\u00f6ffnete er seine Pforten. Inzwischen verf\u00fcgt die Gemeinde au\u00dferdem noch \u00fcber einen integrativen Kindergarten und \u00fcber einen Hort. Eine Krabbelstube, in Regie des Diakonischen Werks f\u00fcr Frankfurt, wird demn\u00e4chst das Angebot komplettieren. \u201eEin Schwerpunkt ist die Arbeit mit Kindern\u201c, stellt denn auch Sulimma fest. Krabbelgruppen, Miniclubs, Kindergruppen am Nachmittag und Kochgruppen \u2013 auch f\u00fcr Jungen! \u2013 und die Kindergottesdienstarbeit belegen dies.<br \/>\nAls die Kirchenmusikerstelle k\u00fcrzlich dem Rotstift zum Opfer fiel, lie\u00df man sich etwas einfallen. Es gelang, die Dekanatskantorin f\u00fcr Gemeinde-, Senioren-, Kinder- und \u201eSpatzenchor\u201c zu gewinnen. Auch als immer deutlicher der Zahn der Zeit nicht nur am Putz der Kirche im romanischen Stil nagte, ging man das Problem offensiv an. Flugs gr\u00fcndete die Gemeinde einen F\u00f6rderverein, der inzwischen die stolze Summe von 30 000 Euro f\u00fcr die Restaurierungsarbeiten gesammelt hat. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 220 000 Euro. Silke Wedekind-Hirschberger, Vorsitzende des Kirchenvorstandes, berichtet, dass sich die Gemeinde nicht leicht tat mit der Entscheidung, soviel Geld in den Bau zu stecken: \u201eAber letztlich gab das Votum der Denkmalpflege den Ausschlag.\u201c Und so entsteht wieder der urspr\u00fcngliche blaue Sternenhimmel in der Apsis. F\u00fcr nur 50 Euro kann man \u201ePate\u201c eines Sternes werden. Bei den Portall\u00f6wen wird\u2019s allerdings richtig happig: 3000 Euro kostet die Restauration und die Patenschaft.<br \/>\nDas ehemals katholische Dorf Schwanheim hat l\u00e4ngst, so der Gemeindeprospekt, ein \u201ekleinst\u00e4dtisches und mittelst\u00e4ndiges Gesicht\u201c und wird zunehmend multikulturell. Im altenPfarr-haus ist ein therapeutisches Wohn heim f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge untergebracht. Obgleich es vom Evangelischen Regionalverband getragen wird, ist es doch Teil der Gemeinde. \u201eWir sind eben\u201c, so Pfarrer Sulimma, \u201eeine typische Gemeinde im Umbruch.\u201c<br \/>\nKurt-Helmuth Eimuth<\/p>\n<p>Evangelisches Frankfurt: Mai\/Juni 2005 \u00b7 29. Jahrgang \u00b7 Nr. 3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Traditionsbewusst ist man im Westen Frankfurts. 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